ᐅ Ist diese Feuchtigkeit normal in einer Wohnung?
Erstellt am: 14.03.2014 09:27
lanter 14.03.2014 09:27
DIE FRAGEN
Ist die unten beschriebene Luftfeuchtigkeit normal in einem 4-Personen-Haushalt auf 100m2? (Ich persönlich habe da vorher andere Erfahrungen gemacht.)
Ist der 4-Personen-Haushalt die alleinige, normale Ursache dieser Luftfeuchtigkeit?
Oder sind noch weitere Feuchtigkeitsquellen zu vermuten (z.B. bauliche Ursachen)?
Gern schicke ich einem Fachmann zur tiefergehenden Begutachtung auch die Dateien (MS Excel) zu mit den seit ungefähr 22. Februar minütlich protokollierten Werten (Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Taupunkt) verschiedener Zimmer und (Außen-) Balkon.
DIE FAKTEN
14. Januar Wohnungsübergabe, Thermostate aller Heizung auf Stern-Stellung gedreht
Die Wohnung hatte 2013 neue, moderne Fenster bekommen.
ab 30 Januar Renovierung durch 2 Personen: zwei Zimmer tapeziert, neue Deckenpaneele verlegt
4. Februar Einzug der Familie, die meisten Heizungen wieder etwas aufgedreht, wenn auch nicht ganz bis auf 20 grdC
Ungefähr 2/3 Wochen nach Einzug trat Schimmelbildung auf an drei verschiedenen Ecken (nicht Kanten), die alle vollständig nach außen gehen. In diesen 2/3 Wochen war die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung auch schon mal über 80%.
Inzwischen war die Deckenpaneelung gequollen und deshalb zur „Berg- und Talbahn“ geworden.
Ab ungefähr diesem Zeitpunkt betreiben wir in dieser Wohnung auch regelmäßig Stoß-/Lüften.
[Übrigens, in unserer vorherigen Wohnung (Baugenossenschaft, kurz vorher rundum saniert, neue, dichte Fenster, absolut gut gedämmte Wände, kaum Heizen nötig) war nämlich Lüften zwar auch empfohlen aber absolut nicht nötig.]
einen Monat nach dem Verlegen der neuen Deckenpaneelung diese wieder abgenommen, neu zugeschnitten, neu verlegt (um einem möglichen Herunterfallen selbiger vorzubeugen)
inzwischen mit besagtem regelmäßigen Stoß-/Lüften und nicht mehr ganz so winterlichen Außentemperaturen meist „nur“ über 60%, hin und wieder aber auch über 70% relative Luftfeuchtigkeit, siehe auch Beispiele unten
Einige der bei der Renovierung neu angebrachten und gestrichenen Tapeten sind an ihren Stößen bis heute nicht getrocknet. Das betrifft auch und vor allem Tapeten, die sich sich an einer der Innenwände befinden.
Übrigens, Wäsche (nur einmal versucht) wird in der Wohnung (zumindest bei geschlossenen Fenstern) nicht trocken.
BEISPIELE
9. März
sehr langes Lüften (Außentemperatur 18,8grdC) -> dann 15:20 Uhr alle Fenster und Türen geschlossen
Zimmer 1: 15:20 Uhr rel. Lf. 38% -> 19:33 Uhr rel. Lf. 50% -> 21:29 Uhr rel. Lf. 60%; in dem Zimmer hielt sich in dieser Zeit keine Person auf
Zimmer 2: 15:20 Uhr rel. Lf. 40% -> 16:50 Uhr rel. Lf. 50% -> 18:30 Uhr rel. Lf. 58% -> 22:30 Uhr rel. Lf. 65%; in dem Zimmer hielt sich in dieser Zeit keine Person auf
13./14. März
Stoßlüften -> dann 21:30 Uhr alle Fenster und Türen geschlossen
Zimmer 2 Erwachsene: 21:30 Uhr rel.Lf. 51% -> 7:00 Uhr rel.Lf. 67%
Zimmer 2 Kinder: 21:30 Uhr rel.Lf. 49% -> 7:00 Uhr rel.Lf. 64%
leeres, derzeit nicht genutztes Zimmer: 21:30 Uhr rel.Lf. 45% -> 7:00 Uhr rel.Lf. 53%
Ist die unten beschriebene Luftfeuchtigkeit normal in einem 4-Personen-Haushalt auf 100m2? (Ich persönlich habe da vorher andere Erfahrungen gemacht.)
Ist der 4-Personen-Haushalt die alleinige, normale Ursache dieser Luftfeuchtigkeit?
Oder sind noch weitere Feuchtigkeitsquellen zu vermuten (z.B. bauliche Ursachen)?
Gern schicke ich einem Fachmann zur tiefergehenden Begutachtung auch die Dateien (MS Excel) zu mit den seit ungefähr 22. Februar minütlich protokollierten Werten (Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Taupunkt) verschiedener Zimmer und (Außen-) Balkon.
DIE FAKTEN
14. Januar Wohnungsübergabe, Thermostate aller Heizung auf Stern-Stellung gedreht
Die Wohnung hatte 2013 neue, moderne Fenster bekommen.
ab 30 Januar Renovierung durch 2 Personen: zwei Zimmer tapeziert, neue Deckenpaneele verlegt
4. Februar Einzug der Familie, die meisten Heizungen wieder etwas aufgedreht, wenn auch nicht ganz bis auf 20 grdC
Ungefähr 2/3 Wochen nach Einzug trat Schimmelbildung auf an drei verschiedenen Ecken (nicht Kanten), die alle vollständig nach außen gehen. In diesen 2/3 Wochen war die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung auch schon mal über 80%.
Inzwischen war die Deckenpaneelung gequollen und deshalb zur „Berg- und Talbahn“ geworden.
Ab ungefähr diesem Zeitpunkt betreiben wir in dieser Wohnung auch regelmäßig Stoß-/Lüften.
[Übrigens, in unserer vorherigen Wohnung (Baugenossenschaft, kurz vorher rundum saniert, neue, dichte Fenster, absolut gut gedämmte Wände, kaum Heizen nötig) war nämlich Lüften zwar auch empfohlen aber absolut nicht nötig.]
einen Monat nach dem Verlegen der neuen Deckenpaneelung diese wieder abgenommen, neu zugeschnitten, neu verlegt (um einem möglichen Herunterfallen selbiger vorzubeugen)
inzwischen mit besagtem regelmäßigen Stoß-/Lüften und nicht mehr ganz so winterlichen Außentemperaturen meist „nur“ über 60%, hin und wieder aber auch über 70% relative Luftfeuchtigkeit, siehe auch Beispiele unten
Einige der bei der Renovierung neu angebrachten und gestrichenen Tapeten sind an ihren Stößen bis heute nicht getrocknet. Das betrifft auch und vor allem Tapeten, die sich sich an einer der Innenwände befinden.
Übrigens, Wäsche (nur einmal versucht) wird in der Wohnung (zumindest bei geschlossenen Fenstern) nicht trocken.
BEISPIELE
9. März
sehr langes Lüften (Außentemperatur 18,8grdC) -> dann 15:20 Uhr alle Fenster und Türen geschlossen
Zimmer 1: 15:20 Uhr rel. Lf. 38% -> 19:33 Uhr rel. Lf. 50% -> 21:29 Uhr rel. Lf. 60%; in dem Zimmer hielt sich in dieser Zeit keine Person auf
Zimmer 2: 15:20 Uhr rel. Lf. 40% -> 16:50 Uhr rel. Lf. 50% -> 18:30 Uhr rel. Lf. 58% -> 22:30 Uhr rel. Lf. 65%; in dem Zimmer hielt sich in dieser Zeit keine Person auf
13./14. März
Stoßlüften -> dann 21:30 Uhr alle Fenster und Türen geschlossen
Zimmer 2 Erwachsene: 21:30 Uhr rel.Lf. 51% -> 7:00 Uhr rel.Lf. 67%
Zimmer 2 Kinder: 21:30 Uhr rel.Lf. 49% -> 7:00 Uhr rel.Lf. 64%
leeres, derzeit nicht genutztes Zimmer: 21:30 Uhr rel.Lf. 45% -> 7:00 Uhr rel.Lf. 53%
Bauexperte 14.03.2014 10:34
Hallo,
was ist so schlimm daran, zu heizen?
Deinen Fall von außen zu beleuchten ist nicht möglich, da muß sich ein Sachverständiger vor Ort ein Bild machen. Da Du aber - aus meiner Sicht - am falschen Ende sparst (heizen wie lüften) wirst Du imho eine Teilschuld am Zustand der Wohnung tragen.
Grüße, Bauexperte
was ist so schlimm daran, zu heizen?
lanter schrieb:Ein Mensch setzt etwa 0,4 l Sauerstoff pro Minute um; atmet 1 l Wasser/Tag aus, ohne Transpiration über die Haut.
Ist die unten beschriebene Luftfeuchtigkeit normal in einem 4-Personen-Haushalt auf 100m2? (Ich persönlich habe da vorher andere Erfahrungen gemacht.)
Ist der 4-Personen-Haushalt die alleinige, normale Ursache dieser Luftfeuchtigkeit?
Oder sind noch weitere Feuchtigkeitsquellen zu vermuten (z.B. bauliche Ursachen)?
lanter schrieb:Mit diesen Unterlagen solltest Du Dich an einen "real existierenden" Fachmann wenden. Kostenloser support ist nicht zielführend für Dich.
Gern schicke ich einem Fachmann zur tiefergehenden Begutachtung auch die Dateien (MS Excel) zu mit den seit ungefähr 22. Februar minütlich protokollierten Werten (Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Taupunkt) verschiedener Zimmer und (Außen-) Balkon.
lanter schrieb:Wurde auch das Mauerwerk bzw. die Dämmung an die neuen Fenster angepaßt? Vermutlich nein. Und weshalb hast Du die Heizkörper "nur" auf den Stern (Frostschutz) gestellt?
14. Januar Wohnungsübergabe, Thermostate aller Heizung auf Stern-Stellung gedreht
Die Wohnung hatte 2013 neue, moderne Fenster bekommen.
lanter schrieb:Feuchtigkeit in die Wohnung gebracht, ohne diese abzutransportieren?
ab 30 Januar Renovierung durch 2 Personen: zwei Zimmer tapeziert, neue Deckenpaneele verlegt
lanter schrieb:Wäsche gehört in den Trockner und nicht in die Wohnung, wenn keine andere Möglichkeit der äußeren Trocknung vorhanden ist.
Übrigens, Wäsche (nur einmal versucht) wird in der Wohnung (zumindest bei geschlossenen Fenstern) nicht trocken.
Deinen Fall von außen zu beleuchten ist nicht möglich, da muß sich ein Sachverständiger vor Ort ein Bild machen. Da Du aber - aus meiner Sicht - am falschen Ende sparst (heizen wie lüften) wirst Du imho eine Teilschuld am Zustand der Wohnung tragen.
Grüße, Bauexperte
Jaydee 14.03.2014 10:35
Hallo,
ich bin zwar keine Experte habe aber letztens gelesen, dass es durch neue Fenster und NICHT-gedämmten Wänden häufiger das Problem gibt. Das liegt daran, dass das Kondenswasser nicht mehr an der Scheibe kondensiert, sondern an den Wänden (vereinfacht ausgedrückt) und auch nicht mehr entweichen kann, weil die neuen Fenster sehr viel dichter sind, als die alten Fenster.
Daher sollte man auf jeden Fall weiter Stoßlüften, allerdings in folgendem Rhythmus: 3 Minuten Stoßlüften, 3 Minuten Fenster zu, wieder 3 Minuten Stoßlüften - das ganze 3x wiederholen. (5 - 6 Mal am Tag) Um überhaupt mal die Feuchtigkeit raus zu bringen.
Weiterhin solltet Ihr überlegen, wenn es Eure Eigentumswohnung ist, eine dezentrale WRL einzubauen.
Solltet Ihr in einem Mietshaus wohnen, würde ich Rücksprache mit dem Vermieter aufnehmen, um der Ursache auf die Spur zu kommen. Ggf. mit einem Spezialisten.
ich bin zwar keine Experte habe aber letztens gelesen, dass es durch neue Fenster und NICHT-gedämmten Wänden häufiger das Problem gibt. Das liegt daran, dass das Kondenswasser nicht mehr an der Scheibe kondensiert, sondern an den Wänden (vereinfacht ausgedrückt) und auch nicht mehr entweichen kann, weil die neuen Fenster sehr viel dichter sind, als die alten Fenster.
Daher sollte man auf jeden Fall weiter Stoßlüften, allerdings in folgendem Rhythmus: 3 Minuten Stoßlüften, 3 Minuten Fenster zu, wieder 3 Minuten Stoßlüften - das ganze 3x wiederholen. (5 - 6 Mal am Tag) Um überhaupt mal die Feuchtigkeit raus zu bringen.
Weiterhin solltet Ihr überlegen, wenn es Eure Eigentumswohnung ist, eine dezentrale WRL einzubauen.
Solltet Ihr in einem Mietshaus wohnen, würde ich Rücksprache mit dem Vermieter aufnehmen, um der Ursache auf die Spur zu kommen. Ggf. mit einem Spezialisten.
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