ᐅ Homestaging - Inszenierung einer Immobilie
Erstellt am: 29.01.2016 20:26
Neige 09.02.2016 09:33
Schon richtig, nur wird durch Home Staging dem Interessenten eine höhere Wertigkeit vermittelt die möglicherweise gar nicht zutrifft? Interessantes Thema.
Musketier 09.02.2016 09:39
Es geht aber doch nicht nur um etwas frische Farbe. Ein erster Schritt ist schon mal entrümpeln, säubern und das entpersonalisieren.
Ein Auto verkauft man doch auch nicht, wenn es innen zugemüllt ist, der Aschenbecher überquillt, die Farbe vor lauter Dreck und Salz nicht mehr zu erkennen ist usw. Das ist ähnlich wie im Haus mit etwas persönlichem Engagement kostengünstig gemacht.Smartrepair und Motorwäsche übertünchen gegebenenfalls noch die kleinen Fehlerchen und den undichten Motor. Das ist analog zum neuen Anstrich beim Haus. Hier muß man dann schauen, wie das Kosten/Nutzen Verhältnis ist.
Vor vielen Jahren war ich im Autohaus und habe mir Gebrauchtwagen angesehen. In einem Autohaus stand ein Fahrzeug das gerade frisch eingetroffen war. Auch wenn der Verkäufer meinte, ich solle mir den ganzen Dreck wegdenken, das würde nach der Aufbereitung wieder wie neu aussehen. Irgendwie hat das aber nicht funktioniert und ich habe das Auto auch nicht gekauft.
Ein Auto verkauft man doch auch nicht, wenn es innen zugemüllt ist, der Aschenbecher überquillt, die Farbe vor lauter Dreck und Salz nicht mehr zu erkennen ist usw. Das ist ähnlich wie im Haus mit etwas persönlichem Engagement kostengünstig gemacht.Smartrepair und Motorwäsche übertünchen gegebenenfalls noch die kleinen Fehlerchen und den undichten Motor. Das ist analog zum neuen Anstrich beim Haus. Hier muß man dann schauen, wie das Kosten/Nutzen Verhältnis ist.
Vor vielen Jahren war ich im Autohaus und habe mir Gebrauchtwagen angesehen. In einem Autohaus stand ein Fahrzeug das gerade frisch eingetroffen war. Auch wenn der Verkäufer meinte, ich solle mir den ganzen Dreck wegdenken, das würde nach der Aufbereitung wieder wie neu aussehen. Irgendwie hat das aber nicht funktioniert und ich habe das Auto auch nicht gekauft.
Peanuts74 09.02.2016 09:46
Musketier schrieb:
Es geht aber doch nicht nur um etwas frische Farbe. Ein erster Schritt ist schon mal entrümpeln, säubern und das entpersonalisieren.
Ein Auto verkauft man doch auch nicht, wenn es innen zugemüllt ist, der Aschenbecher überquillt, die Farbe vor lauter Dreck und Salz nicht mehr zu erkennen ist usw. Das ist ähnlich wie im Haus mit etwas persönlichem Engagement kostengünstig gemacht.Smartrepair und Motorwäsche übertünchen gegebenenfalls noch die kleinen Fehlerchen und den undichten Motor. Das ist analog zum neuen Anstrich beim Haus. Hier muß man dann schauen, wie das Kosten/Nutzen Verhältnis ist.
Vor vielen Jahren war ich im Autohaus und habe mir Gebrauchtwagen angesehen. In einem Autohaus stand ein Fahrzeug das gerade frisch eingetroffen war. Auch wenn der Verkäufer meinte, ich solle mir den ganzen Dreck wegdenken, das würde nach der Aufbereitung wieder wie neu aussehen. Irgendwie hat das aber nicht funktioniert und ich habe das Auto auch nicht gekauft.Ein undichter Motor wird ja auch nicht durch eine Wäsche repariert
Musketier 09.02.2016 09:52
Aber es sieht danach niemand, dass er versofft ist. Auch dort wird Fehlerfreiheit vorgegaukelt.
Peanuts74 09.02.2016 10:04
Eben, deshalb ist mir ein verstaubter und leicht verölter Motor lieber als ein frisch gewaschener...
Musketier 09.02.2016 10:30
Jetzt wechsel mal gedanklich auf die Verkäuferseite.
Du hast ein Auto mit undichtem Motor.
Variante 1: du lässt ihn so und nimmst Abschläge beim Kaufpreis hin, weil jeder Depp sieht, dass er undicht ist
Variante 2: Du machst eine Motorwäsche.
Variante 2a
Bestenfalls hat der Käufer keine Ahnung, zieht keinen Fachmann zu rate und zahlt aufgrund des guten Zustands mehr als den eigentlichen Wert.
Variante 2b
Worst Case weiß jeder was du mit der Motorwäsche übertünchst. Du gibst du zu, dass er undicht ist, nimmst den Abschlag beim Kaufpreis hin und hast in eine Motorwäsche investiert.
Ihr vergesst einfach, dass Homestaging ein Mittel der Verkäuferseite ist. Alles Psychologie.
Ihr regt euch doch auch nicht auf, dass die billigen Waren im Supermarkt ganz unten stehen und die Markenprodukte auf Augenhöhe. Wer es weiß, schaut außerhalb des Sichtfeldes nach Alternativen. Wer es nicht weiß, kauft ggf. unbewußt zu teuer.
Du hast ein Auto mit undichtem Motor.
Variante 1: du lässt ihn so und nimmst Abschläge beim Kaufpreis hin, weil jeder Depp sieht, dass er undicht ist
Variante 2: Du machst eine Motorwäsche.
Variante 2a
Bestenfalls hat der Käufer keine Ahnung, zieht keinen Fachmann zu rate und zahlt aufgrund des guten Zustands mehr als den eigentlichen Wert.
Variante 2b
Worst Case weiß jeder was du mit der Motorwäsche übertünchst. Du gibst du zu, dass er undicht ist, nimmst den Abschlag beim Kaufpreis hin und hast in eine Motorwäsche investiert.
Ihr vergesst einfach, dass Homestaging ein Mittel der Verkäuferseite ist. Alles Psychologie.
Ihr regt euch doch auch nicht auf, dass die billigen Waren im Supermarkt ganz unten stehen und die Markenprodukte auf Augenhöhe. Wer es weiß, schaut außerhalb des Sichtfeldes nach Alternativen. Wer es nicht weiß, kauft ggf. unbewußt zu teuer.
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