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ᐅ Haussanierung Baujahr 1955/1974-Schätzung und Machbarkeit

Erstellt am: 11.11.20 23:43
H
heiede90
Hallo zusammen,

ich habe die Möglichkeit in Haus in der Familie zu übernehmen. Eigentlich gehört es mir schon zur Hälfte, aber ich spiele derzeit mit dem Gedanken das Haus komplett zu übernehmen.

Zum Haus selbst:
- ca. 750 m2 Grundstück
- Keller und erster Teil des Hauses aus dem Jahr 1955
- Erweiterung im Jahr 1974 (Siehe Baupläne)
- nicht bewohnten Keller ( Heizung und Abstellraum), bewohntes EG (Vater), nicht genutzes bzw. nicht ausgebautes ungedämmtes DG (steht nur ramsch rum)
- Berater bin ich gerade auf der Suche (Energieberater, Architekt)
- Heizungsanlage (Gas) und Heizkörper wurden ca. 2003 verbaut. (Bin gerade auf der Suche nach der Rechnung) Vorher wurde durch zwei Kachelöfen geheizt, daher sind auch zwei Kamine vorhanden wovon der Erste für die Heizung und der Zweite nichtmehr genutzt wird. Bis Mitte dieses Jahr wurde hier zu 4 gelebt mit einem Verbrauch von ca. 20000 KWh Gas im Jahr.
- Fassade ist mit dünen Styroporplatten gedämmt. Den genauen Wert weiß ich gerade nicht ich glaube es waren ca. 5 cm. Kalkzementputz
- Fundament Stampfbeton
- Mauerwerk (Hohlblockmauerwerk 24 cm WG II)
- Kellerdecke wurde im Rahmen der Heizungserneuerung auch gedämmt mit ca. 5 cm Dämmplatten
- Das ganze Haus ist recht länglich und durch die Erweiterung ist die Zimmeraufteilung nicht optimal.
- Elektrik muss erneuert werden. Die Wasserversorgung muss sich der Gutachter anschauen, wurde mit dem Umbau 1974 erneuert.
- alte Holzfenster zweifach verglast, sollten ausgetauscht werden


Was ist der Plan:

Da das Haus für meine Schwester, ihrem Mann und Kind zu klein wurde, lebt derzeit mein Vater dort alleine. Mein Vater benötigt aber auch schon jetzt ein wenig Unterstützung, deshalb ist der Plan dort mit einzuziehen. Ja das ist sicherlich ein Thema für sich, man sollte sich aber definitiv auch aus dem Weg gehen können und daher muss das DG teilweise ausgebaut werden.

Was muss aus meiner Sicht gemacht werden:
- Elektrik (Hier habe ich einen guten Freund welcher unterstützen würde und Elektriker ist)
- Zimmeraufteilung optimieren (siehe Plan) -> Wir haben schon viel überlegt aber eine 100% perfekte Aufteilung bisher nicht gefunden. Eventuell hat hier jemand von euch noch eine gute Idee? Wir haben versucht so wenig wie möglich an den bisherigen Wänden zu ändern.
- Teilaufgestockt -> Das ist für mich der Punkt den ich am wenigsten einschätzen kann. Wieviel kostet sowas im Schnitt? Es gibt ja auch die Möglichkeit den Dachstuhl anheben zu lassen, allerdings glaube ich nicht, dass dies in dem Fall sinnvoll ist. Laut unserem BP sind 2 Vollgeschosse möglich, die Abstände würden auch passen meiner Meinung nach, ich bin mir nur nicht sicher ob das schmale bzw. alte Mauerwerk sowas abkann. Das ist natürlich ebenfalls ein Thema für den Gutachter. Der Teil des DG müsste dann natürlich auch gedämmt werden.
- Ziel wäre es im DG zwei weitere Schlafzimmer und ein Bad zusätzliches zu haben.
- Tausch der Fenster und Türen
- Neue Böden, zumindest im älteren Teil des Hauses
- Neue Küche + kleines Bad im EG (Bad sollte seniorengerecht für meinen Vater sein)
- Neu tapeziert und gestrichen

Was wäre schön zu haben:
- Umrüstung auf Fußbodenheizung - Kann man hierzu grundsätzlich die Rohre für die derzeitige Heizung nutzen? Diese sind ja noch relativ neu. Natürlich müssten diese dann im Keller angepasst werden.
- Elektrik komplett in KNX - Laut meinem Freund sollten sich hier die Mehrkosten im Rahmen halten wenn man es eh neu macht.
- Jalousin elektrisch statt manuelle Rollos

Was würde ich erstmal nicht anfassen:
- Heizung - Ist zwar in die Jahre gekommen aber macht hier ein Austausch schon Sinn? Eventuell mit dem Einbau Fußbodenheizung und der Kombination mit erneuerbaren Energien?
- Dämmung der Fassade

Zu mir selbst:
Der Plan wäre aktuell, dass ich mit meiner Freundin dort einziehe. Ich bin selbst Elektroingenieur und würde möglichst viel, aber nicht alles, in Eigenleistung machen wollen. Handwerkliches Geschick ist prinzipiell vorhanden, konkrete Erfahrung einer solchen Sanierung haben wir aber nicht.
Ich wäre Insgesamt von grob 150K ausgegangen. Wobei ich wie gesagt vor allem die Aufstockung an Aufwand bzw. Kosten nicht wirklich einschätzen kann.
Ich bin erstmal auf eure Kommentare, Tipps gespannt und schon jetzt dankbar dafür. Fehlen noch sonstige Infos? Wenn ja, dann gerne Fragen.

Viele Grüße


Freiliegender Dachstuhl aus Holzbalken; Sparren sichtbar, Dachfenster lässt Licht herein.

Handgezeichneter Grundriss eines Hauses: Keller mit Waschküche; Erdgeschoss mit Wohnzimmer, Küche.

Grundriss eines Hauses mit Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer; Querschnitt mit Fundament.

Dachboden mit Holzbalken, vorn großer schwarzer verpackter Gegenstand, Hintergrund Möbel.

Grundriss eines Hauses: Wohnzimmer, Küche, Schlafen, Bad und Abstellraum.
11ant12.11.20 15:27
Winniefred schrieb:

Ich bin großer Freund von Altbau, [...] Ich weiß auch nicht wie groß hier der sentimentale Wert für das Haus ist. Ihr habt da außerdem noch den Papa drin, der ja dort sicher auch während der Bauphase bleiben soll?
"Altbau" ist freundlich gesagt "ein großes Wort" für ein Nachkriegshäuschen, dessen "älteren Bauabschnitt" ich mit Sentiment durchtränkt wähne. Das wird man nicht banal abreißen können, da wird man würdevoll Abschied von nehmen müssen. Mit Lagerfeuer, wo Opa von entbehrungsreichen Zeiten erzählen darf. Aber daß man da eine ganze Aufstockung vorsichtig um den Senior herumtapezieren könnte, wäre illusorisch. Ein halbes Jahr Temporärdomizil wird das Mindeste sein.
apokolok schrieb:

Bin auch für Abriss und Neubau.
Allerdings ohne Vater / Einliegerwohnung.
Winniefred schrieb:

Womöglich ist es einfacher, erstmal nur einen Teil zu renovieren, bis der Papa nicht mehr ist (womit ich keineswegs sagen will, dass das wünschenswert ist, das ist nur eine Überlegung, die wertfrei sein soll) und danach komplett anzupacken?
Über den Vater wurde ja bereits angedeutet, daß beginnender Unterstützungsbedarf schon nicht mehr in der Zukunft liegt - für Handlungsbedarf sehe ich insofern keine "lange Bank". Aber aus dem Baustreß - noch dazu mit Eigenleistung - gleich in eine (Schwieger)angehörigenpflege überzugehen, wäre eine Zerreißprobe (der die Schwester des TE nicht ohne Grund aus dem Weg gegangen sein wird). Noch dazu bei einer Danach-Hausgröße, in der eigene Kinder dann platzmäßig darauf "warten" werden, Opas Zimmer zu erben. Da sehe ich es alle Beteiligten glücklicher machen, Lösungen außerhalb des vermeintlich naheliegendsten Spektrums zu suchen.
Winniefred schrieb:

Gut möglich, dass man da trotzdem was draus machen kann, unter Verwendung der vorhandenen Bausubstanz, was unterm Strich dennoch oft Kosten spart und auch die Umwelt schont.
Diese Immobilie noch als "Fundament" / "halbe Miete" einzustufen, schätze ich als lehrbuchmäßigen Pyrrhussieg ein. Den Dachstuhl schonend abzuschlagen sehe ich von der Alternative des Neubaus nicht gehindert.
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https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
T
Tassimat
12.11.20 15:48
Ich denke schon, dass man mit eine Sanierung günstiger wegkommt als mit einem Neubau. Aber dafür müssen die Ansprüche an die Immobilie passen. Ein Neubau wäre immerhin mit 150m² Wohnfläche * 2000€/m² zzgl. Baunebenkosten mehr als das doppelte des Sanierungsbudgets. Mit der Relation stellt sich antülrich die Frage, wie weit man mit 150.000€ bei den Wünschen wirklich kommt.

Änderungen des Grundrisses, neue Etage, neue Fußbodenheizung, KNX etc. klingt auf jeden Fall sehr nach dem Wunsch des Neubaustandards. Das wird dann sehr teuer. Besser wäre es, wenn man beispielsweise die schon neuen Heizkörper, Gasheizung, Innentüren, Haustüreerhalten etc. erhalten könnte.
Winniefred12.11.20 16:50
Wie gesagt, deswegen in diesem Fall....da braucht man wirklich nen Experten. Wenn der feststellt, dass die vorhandene Substanz schon hinüber ist, der Anbau schlecht gemacht wurde, der Aufwand in keinem Verhältnis steht, dann Abriss und Neubau. Aber keiner hier kennt das Haus, wir können nur mutmaßen.
A
apokolok
12.11.20 19:15
Ja Altbau hört sich ehrlichgesagt auch zu gut an.
Wer diese Siedlunghäuschen kennt, weiß wovon ich spreche.
Die Substanz ist da einfach echt nicht sonderlich gut, da wurde alles wirklich einfachst gebaut.
Die Schnitte sind, wie auch hier, immer auf eine Lebensweise vor dem Krieg ausgelegt. Bäder gab es im Prinzip keine, dafür einen großen Gemüsegarten und einen Hühnerstall.
Ich habe während meiner Immobiliensuche einige dieser Siedlungshäuser gesehen.
In aller Regel sind die Grundstücke wunderschön, die Häuser aber einfach verbaute Abrissobjekte.
Winniefred12.11.20 19:26
Wir leben in genau so einem Siedlungshäuschen. Top Substanz, obwohl 1921 in Mangeljahren und nur für Arbeiter gebaut. Waschküche, Schweinestall, großes Grundstück. Bad wurde erst 1961 eingebaut usw..

Deswegen bleibe ich dabei, dass man das vom Haus abhängig machen muss.
T
Trademark
12.11.20 21:08
Winniefred schrieb:

Wie gesagt, deswegen in diesem Fall....da braucht man wirklich nen Experten. Wenn der feststellt, dass die vorhandene Substanz schon hinüber ist, der Anbau schlecht gemacht wurde, der Aufwand in keinem Verhältnis steht, dann Abriss und Neubau. Aber keiner hier kennt das Haus, wir können nur mutmaßen.

Ganz meine Meinung. Ohne Experten kann man da keine Aussage treffen. Und für mich muss da ja irgendwie schon eine Art von Aufstockung sein. Ohne die hat der Threadstarter ja quasi keine eigene Wohnfläche bzw. Schlafzimmer und je nach Bausubstanz ist dein Budget dann schon dafür aufgebraucht.

Was man glaube ich auch nicht ganz außer Acht lassen sollte: Die nächsten Dinge stehen dann auch bald an. In einem Neubau hast du idealerweise erst einmal Ruhe. Bei einem alten Haus wird du über dauerhafte Investitionen nicht rum kommen, weil halt immer mal was sein kann. Es sei denn du machst alles perfekt fertig. Dann kannst du aber auch neu bauen 😉

Ein wichtiger Aspekt ist dann eben tatsächlich auch der Vater. Mit viel Eigenleistung, wird das eine längere Baustelle. Was macht der alte Herr in dieser Zeit.
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