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ᐅ Hausfinanzierung KfW 300 & 124 - bitte um Einschätzung


Erstellt am: 23.02.2025 10:33

analyticalmind 23.02.2025 10:33
Hallo zusammen,

ich bitte um Eure Einschätzung. Es handelt sich um eigenes Bauvorhaben (Massivhaus) und die Förderprogramme KfW 300 & 124. In unserem Fall ist eine Antragstellung frühestens ab Mai 2025 möglich. Die Frage ist, ob dieses Vorhaben unter den gegebenen Bedingungen realistisch umsetzbar ist. Ich hoffe, dass ich alle relevanten Informationen bereitgestellt habe. Vielen Dank für die Einschätzung.

Allgemeines zu Euch:

Wer seid ihr? M(30) & W(27) Das 1. Kind ab Mai-25
  • M: Deutscher, Ingenieur im öD Tvöd EG11 Stufe 2 ( ab Juli Stufe 3) Vollzeit - der Antragsteller für die Finanzierung
  • W: Türkische Staatsangehör. mit Aufenthaltstitel von 3 Jahren, SPA, zurzeit arbeitslos, neu in DEU, Einbürgerung in ca. 2 Jahren
Einkommen- und Vermögenssituation:
  • Welche Einkünfte habt Ihr (brutto/netto)?
  • M: 3.300 € netto ( einsch. Weihnachtsgeld, LOB usw.) , ab Juli + 200€ wegen Stufenerhöhung + mind. 150€ nach Tarifverhandlungen (hoffentlich noch dieses Jahr)
  • ab Mai + 255 € Kindergeld
  • W: ab Mai + 300 € Elterngeld für 1 Jahr
  • Wie viel Eigenkapital habt ihr? 18.627 €
  • Wie viel Eigenkapital wollt Ihr davon in das Projekt Haus stecken? Alles.
Wohnkosten: 820€
  • aktuelle Miete: 520 € KM + 200€, KM später entfällt
  • Strom: 50€
  • Telefon, Internet, Mobilfunk: 50€
Mobilitätskosten: 75 €

Versicherungskosten: 40

Lebenshaltungskosten & Sonstiges: 700 €


Einnahmen- und Ausgabensummen ab Mai oder ggf. Juli 25:
  • Einnahmen gesamt: 3.300 € + 200 € + 255 € = 3.755 € ( ohne Elterngeld, ohne Tariferhöhung)
  • Ausgaben gesamt: 200 € + 50 € + 50 € + 75 € + 40 € + 700 € = 1.115 € (niedriger Heizungskosten usw. wurde nicht berücksichtigt)
  • Saldo: 2.640 €
Allgemeines zur Immobilie:

Ein Grundstück in Ansicht, eine Kostenschätzung von Massivhaushersteller (konkretes Angebot liegt nächste Woche vor).
  • Wie groß ist das Grundstück? : ca. 550 m2
  • Wie hoch ist der Bodenrichtwert? 200 € / m2
Bau- oder Kaufkosten:
  • Grundstückskosten: 110.000 € + 11.627 € Nebenkosten = 111.627 €
  • Bau- oder Kaufkosten (inkl. Architekt, Statiker): 270.000 €
  • Baunebenkosten (z.B. Hausanschlüsse, Bodengutachter, Baustrom etc.) 19.000 €
  • Außenanlagen/Terrasse, Wege, Gartengestaltung, Zäune etc...: 5.000 €
  • Küchenkosten: 5.000 €
  • Gesamtkosten: 410.627 €
abziehbares Eigenkapital: 18.627 €

Finanzierungssumme: 392.000 €

Notwendige Kreditangaben:

Annuitätendarlehen. Zinssatz nom.
  • KfW 124: Förderdarlehen 100.000 € mit einem Zinssatz von 3,56 % ( 10 Jahre Zinsbindung, 25 Jahre Laufzeit)
  • KfW 300: Förderdarlehen 170.000 € mit einem Zinssatz von 1.41 % ( 10 Jahre Zinsbindung, 25 Jahre Laufzeit) oder ggf. 2.72 % für 20 Jahre Zinsbindung. (solange die Zinsen nach 10 Jahren unter 5 % bleiben, würde diese Option keinen Sinn machen)
  • 3.Bank: 122.000 € mit einem Zinssatz von ca. 4 % ( 10 Jahre Zinsbindung, 25 Jahre Laufzeit), kein Angebot liegt vor, nur Schätzung.
Dadurch soll nach meiner Berechnung mon. Rate 1.609 € betragen. Restschuld nach 25 Jahren wäre ca. 85.000 €



fiktive Gesamtlaufzeit bis zur vollständigen Tilgung: theoretisch innerhalb von 25 Jahren möglich, da Sondertilgung.

Wenn das Vorhaben realistisch ist, könnte man das Grundstück jetzt finanzieren lassen und dann mit dem Bau beginnen?

SoL 23.02.2025 11:13
Das folgende ist gut gemeint, aber ohne jegliche Schonung. Ich reiße das Pflaster direkt ab:

Lasst es bleiben. Ihr habt praktisch kein Eigenkapital, die Belastung wäre (ohne irgendwelche Überraschungen/ Aufmusterungen) schon bei 40% des nicht üppigen Haushalts-Nettos.
Die Baukosten reichen realistisch betrachtet gerade so für ein 90m² Haus (ich vermute hier wurde ein Katalog-Lockpreis eines 120m² Hauses angesetzt).

Sucht Euch eine gebrauchte Wohnung, die liegt in Eurem Budget, ein neues Einfamilienhaus ist einige Ligen zu groß für Eure Verhältnisse...

analyticalmind 23.02.2025 11:16
vielen Dank für die Rückmeldung. Ich möchte kein Haus oder keine Wohnung aus 50er Jahren für 300.000€ kaufen.

hab vergessen zu erwähnen: Wenn mein Wagen verkauft wird, dann hätte ich +19.000€ mehr Eigenkapital., also ca. 40.000 ungefähr.

ypg 23.02.2025 11:19
analyticalmind schrieb:

3.Bank: . . . kein Angebot liegt vor, nur Schätzung.
Wirst Du auch nicht bekommen. Das Einkommen ist zu gering, Eigenkapital auch.
analyticalmind schrieb:

Ausgaben gesamt: 200 € + 50 € + 50 € + 75 € + 40 € + 700 € = 1.115 € (niedriger Heizungskosten usw. wurde nicht berücksichtigt)
Die Zahlen sind doch nicht alle?!
Es gibt noch weit aus mehr Kosten.
Schau mal hier:
Kinder werden teuer, Windeln und so weiter. Unterversichert bist Du. Reserven sind gar keine geplant. Alles nur auf Kante.

Ich schlage ein Haushaltsbuch vor, welches akribisch geführt wird.
Was ist mit Deiner Frau? Sie wird erst einmal mit Kind nicht arbeiten?! Was ist da geplant? Hat sie eine Ausbildung?

……
Deine Kalkulation zum Neubau beinhaltet Zahlen von vor 15 Jahren. Welcher Hausanbieter baut Dir für 270000€ .was?. hin? Was beinhaltet die Bauleistungsbeschreibung, was ist bauseits zu tragen?

Ich denke, entweder hast Du Dich nicht genug informiert oder man hat Dir nicht alle Kosten genannt.

ypg 23.02.2025 11:37
analyticalmind schrieb:

hab vergessen zu erwähnen: Wenn mein Wagen verkauft wird, dann hätte ich +19.000€ mehr Eigenkapital., also ca. 40.000 ungefähr.
Sorry, aber das ist Quatsch. Sicherlich braucht Ihr bei einem Kind ein Auto.
Es ist nicht sinnvoll, sein Hab und Gut aufzugeben, nur damit man eine Finanzierung hinbekommt.
Aber zum Pkw/Mobilitätskosten als Bsp für ein lückenhaftes Haushaltsbuch:
Hier steht es:
Mobilitätskosten:
  • Monatsticket für Bus und Bahn (auch für die Kinder!)
  • Kfz-Kredit (oder Sparrate für neues Auto)
  • Versicherung
  • Steuern
  • Kraftstoff
  • Reparaturen
  • Sonstiges
  • Gibt es ein zweites Auto, Motorrad, Roller? Bitte alle Punkte erneut angeben!

nordanney 23.02.2025 11:43
analyticalmind schrieb:

  • Bau- oder Kaufkosten (inkl. Architekt, Statiker): 270.000 €
  • Baunebenkosten (z.B. Hausanschlüsse, Bodengutachter, Baustrom etc.) 19.000 €
Was wird das für ein Haus? Rück mal raus mit der Sprache, damit wir das "Angebot" bewerten können.

Davon abgesehen
analyticalmind schrieb:

Annuitätendarlehen. Zinssatz nom.
  • KfW 124: Förderdarlehen 100.000 € mit einem Zinssatz von 3,56 % ( 10 Jahre Zinsbindung, 25 Jahre Laufzeit)
  • KfW 300: Förderdarlehen 170.000 € mit einem Zinssatz von 1.41 % ( 10 Jahre Zinsbindung, 25 Jahre Laufzeit) oder ggf. 2.72 % für 20 Jahre Zinsbindung. (solange die Zinsen nach 10 Jahren unter 5 % bleiben, würde diese Option keinen Sinn machen)
  • 3.Bank: 122.000 € mit einem Zinssatz von ca. 4 % ( 10 Jahre Zinsbindung, 25 Jahre Laufzeit), kein Angebot liegt vor, nur Schätzung.
Dadurch soll nach meiner Berechnung mon. Rate 1.609 € betragen. Restschuld nach 25 Jahren wäre ca. 85.000 €
Wie rechnest Du? Ich würde auf eine höhere Rate kommen.

Rechnerisch noch machbar. Die Bank (wir und andere) würden bei Euch pauschal 1.900€ Lebenshaltung kalkulieren. Dann bleiben gute 1.800€ für die Finanzierung über - falls es bei den 1.609€ bleibt.
Aber ich finde es Wahnsinn. Ein Haus, was teurer als kalkuliert wird (mit den von Dir genannten Kosten kommst Du nicht aus - Du musst KfW 40 mit Sternchen bauen) mit einem Einkommen auf totaler Kante genäht, wo in der Familie gerade ein (teures) Kind kommt.

Ich würde Dich so nicht finanzieren wollen.
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