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ᐅ Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?


Erstellt am: 10.05.2020 08:34

HilfeHilfe 11.05.2020 06:46
BauenMS schrieb:

Okay, dann jetzt glaube ich verstanden.

Mein Eindruck ist auch, dass man dieses (für mich überschaubare) Risiko eher selten nimmt - andererseits setze ich mich auch sehr intensiv damit auseinander und arbeite in der Branche; für viele ist ein Vergleich unterschiedlicher Kreditangebote schon (nachvollziehbar) schwierig. Und das was hier dann eher vorsichtige Zurückhaltung bei mangelnder Erfahrung ist, hast du in den angelsächsischen Ländern dann eher im Gegenteil, dass die es riskieren, auch wenn sie es nicht verstehen.
Wenn du in der Branche arbeitest disqualifiziert dich allein der Thread . Oder beräts du deine Kunden falsch?

BauenMS 11.05.2020 08:09
HilfeHilfe schrieb:

Wenn du in der Branche arbeitest disqualifiziert dich allein der Thread.
Da du dich bislang ja noch nicht inhaltlich geäußert hast, interpretiere ich, dass du es für dumm halten würdest, eine Immobilie nicht zur Rente abzubezahlen?
HilfeHilfe schrieb:

Oder beräts du deine Kunden falsch ?
Keine Sorge, ich berate niemanden. Die Branche bietet ausreichend Platz für Menschen, die nicht beraten und trotzdem durch ihre Arbeit die Bedeutung von Annuitäten, Restschulden, Sondertilgung/-Kündigung und der Dynamik der Zinsmärkte besser einschätzen können als viele andere Häuslebauer. Ohne damit wiederum sagen zu wollen, zu wissen, wo Hauspreise und Zinsen in 20 / 40 Jahren stehen und ohne sagen zu wollen, dass sich nicht auch einige Häuslebauer eingearbeitet haben

Tassimat 11.05.2020 08:46
Wenn Häuser nicht bis zur Rente abbezahlt sind fehlt im Alter das Geld notwendige Sanierungen durchzuführen. Das sind genau die verkommenen Häuser, die dann zum finalen Auszug kernsaniert werden müssen. Ramsch halt.

Ich glaube gerade weil du in der Kreditbranche arbeitest ist dein Blick auf das große ganze stark vernebelt. Klar... die letzten 30 Jahre ging es mit dem Zins und der Wertsteigerung nur in eine Richtung und daher denkst du, das wird so weitegehen, weil du das nur so kennst. Fallender Zins --> Steigender Immobilienwert, weil sich die Leute mehr leisten können. Die Mehrheit der Menschen finanziert am Rande der Leistungsfähigkeit.
Aber jetzt mit Zinsen nahe 0% geht es nicht mehr viel weiter. Wo sollen die "Wertzuwächse" herkommen? Wer soll das bezahlen? Und dann gibt es noch weitere Riskofaktoren wie Corona. Gerade heute noch zu denken, das Hamsterrad dreht sich weiter in die gleiche Richtung finde ich sehr naiv.

Aber mach einfach, kann auch gut gehen.

guckuck2 11.05.2020 09:03
BauenMS schrieb:

Mein Eindruck ist auch, dass man dieses (für mich überschaubare) Risiko eher selten nimmt

Ich halte deinen Ansatz generell nicht falsch und wie bookstar schrieb, handelt es sich um ein vielleicht veraltetes Paradigma.
Es kommt auch auf den persönlichen, finanziellen Background an. Erbe, gut situierte Familie, eigene hohe Liquidität etc.

Meine Gedanken dazu:

- Der Spekulationszeitraum ist sehr lang. Ich weiß nicht wie viele Jahre du schon auf dem Buckel hast, aber die letzten 10 Jahre waren ja ein Träumchen für alle Immobesitzer. Sei es durch spottbillige Anschlussfinanzierung oder explodiertem Wert.
Das war nicht immer so und auch hier gibts (lange) Zyklen wie in allen anderen Branchen auch. Mache nicht den Fehler davon auszugehen, dass sich die letzten 10 Jahre auch die nächsten 35-40 Jahre so fortsetzen wird. Das kann niemand wissen. Auch nicht für die Münchener Innenstadt.
- Wertsteigerung erfolgt insb. über den Wert des Grundstücks, nicht des Gebäudes. Sogar ganz im Gegenteil, das Gebäude altert, wird genutzt, entspricht mit der Zeit nicht mehr technischen oder energetischen Standards. Vielleicht entspricht auch die Gestaltung nicht mehr dem Zeitgeist. Was bringen dir teure Marmorböden und goldene Wasserhähne, wenn 90% der Interessenten nur denken "hässlich, das müsste neu".
- Wie Tassimat schrieb, geht es nicht nur darum zum Renteneintritt keine Belastung durch den Immobilien-Kredit tragen zu müssen, sondern auch um freie Mittel für die Sanierung zu haben. Ein Einfamilienhaus hat dann ein Lebensalter von 30-35 Jahren erreicht, da klopfen langsam die großen Baustellen an (Heizung, Fenster, Dach, Fassade, ...).
Auch da kann man diskutieren und sagen, wieso, hält ja noch, was interessiert mich mit 65 noch der Werterhalt der Immo bzw. warum sechsstellig noch mal investieren, was hab ich denn davon? So entstehen dann die "abgewohnten" Häuser älterer Leute, bis manchmal gar nur noch der Abriss lohnt.
- Die Idee, das Haus nur als Lebensabschnittgefährten zu sehen, kann ich auch nachvollziehen. Aber ob das wirklich so eintritt? Mit der eigenen Immobilie verbindet man emotional erheblich mehr, als mit irgendeiner gemieteten Drei-Zimmer-Wohnung. Man hat es selbst gebaut, ggf. Jahrzehnte gepflegt und den eigenen Vorstellungen angepasst, die Kinder sind drin groß geworden, der Garten toll eingewachsen, die Nachbarn vielleicht die besten Freunde geworden? Die heute rationale Planung kann in 30 Jahren ganz anders aussehen. Vielleicht gibts im Nachbarort mittlerweile Enkel, da zieht man auch nicht mal eben 500km weg an die Küste ...
BauenMS schrieb:

Und die andere wichtige Frage: Inwiefern ist das Risiko bei einem kleineren Haus geringer?

Der Klumpen ist schlicht kleiner. 5% Verlust auf 200.000€ ist in absoluten Zahlen weniger als 5% von 500.000€.
hampshire schrieb:

Was Du beschreibst ist ein in UK und den USA sehr gebräuchliches Modell
hampshire schrieb:

Nun zum Unterschied:

Ein wichtiger Unterschied noch ergänzt:
Die erheblich niedrigeren Erwerbsnebenkosten. In Deutschland sind das 5-15%, je nach Bundesland und ob Makler involviert oder nicht. Da sind beim "normalen" Einfamilienhaus mal schnell 25-75T€ durch den Schornstein geblasen, nur um den Eigentümerwechsel zu vollziehen. Die Kohle ist weg.
Dann haben wir üblicherweise Kredite mit Sollzinsbindung, was bei vorzeitigem Verkauf zu Vorfälligkeitsentschädigung führen kann, die ebenfalls direkt im Schornstein aufgeht. Das ist ebenfalls etwas typisch deutsches (Sicherheit yay!), anderswo finanziert man variabel und ist nach 3 Monaten aus der Nummer raus.

nordanney 11.05.2020 09:51
guckuck2 schrieb:

Die Idee, das Haus nur als Lebensabschnittgefährten zu sehen, kann ich auch nachvollziehen. Aber ob das wirklich so eintritt? Mit der eigenen Immobilie verbindet man emotional erheblich mehr, als mit irgendeiner gemieteten Drei-Zimmer-Wohnung.
Die Deutschen sind einfach zu spießig. Kaufen, verkaufen, umziehen, neu bauen ist in den meisten anderen Ländern kein emotionales Drama. Immobilien werden passend zum Lebensabschnitt gekauft/verkauft.
Ich suche gerade mit Ende 40 die fünfte (Kauf-/Bau)Immobilie. Genauso wie das Auto auch zum Leben passen muss.

Specki 11.05.2020 09:59
Dem würde ich sogar prinzipiell zustimmen. Das Problem ist, dass die Kaufnebenkosten halt doch relativ hoch sind hier. Somit braucht man für das Modell halt auch einiges an Geld.
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