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ᐅ Hat Parkett nur Vorteile gegenüber Designboden?


Erstellt am: 20.10.2020 08:15

Heidi1965 20.10.2020 08:15
Ursprünglich hatten wir Designboden für die Wohnräume unseres Neubaus angedacht. Ich arbeite in einem Büro, dort ist so ein Designboden, den ich optisch ansprechend und sehr praktisch finde. Unser Maler möchte uns zu Parkett überreden mit folgenden Argumenten:
- Naturprodukt
- Preis von Parkett ist kaum höher als von Designboden
- sollte mal eine schadhafte Stelle vorhanden sein, lässt sich Parkett reparieren; Designboden nicht
- Pflegeaufwand ist angeblich nicht höher

Jetzt sind wir etwas verwirrt. Wie ist hier die Meinung?

ypg 20.10.2020 08:31
Wir haben Vinyl auch in der Arbeitswelt: höchst strapazierfähig- nach 2 Jahren und viel Schuhbeanspruchung sieht es noch gut aus.
Designboden lässt sich auch gut reparieren.
Allerdings würde ich in einem Neubau als Hauptboden Vinyl nicht haben wollen wegen des künstlichen Materials, gern aber als flache Renovierungsalternative.
Deine Aufzählung finde ich etwas zu einseitig.
Was ist mit Haptik?
Letztendlich zählt das, was DU haben möchtest.

Pinky0301 20.10.2020 08:52
Mit Designboden kenne ich mich nicht aus. Zu Parkett kann ich sagen, dass es uns zu empfindlich ist. Man hat schnell Kratzer drin. Die korrekte Pflege mit nebelfeuchtem Wischen kann auch aufwendig sein. Ich dachte bisher auch, dass Designboden günstiger ist. Gibt wahrscheinlich beide Produkte mit einer großen Preisspanne.

Mycraft 20.10.2020 09:14
Es gibt sowohl beim Parkett wie auch beim Vinyl riesige Unterschiede in Preis, Qualität und auch allen anderen Eigenschaften.

Je nach Art kann Vinyl auch schnell zerkratzen dagegen kann Parkett auch sehr widerstandsfähig sein. Man kann das alles nicht wirklich pauschalisieren.

kati1337 20.10.2020 09:14
Die Darstellung finde ich auch etwas zu einseitig.
Haptik ist eine Geschmacksfrage, da tendieren aber viele zu natürlichen Holz. Designboden klingt fancy, ist am Ende aber Kunststoff.
Der Preisvergleich hinkt. Ich finde bestimmt einen Mittelklasse Designboden der so viel kostet wie ein billiges Parkett. Aber wie überall gibt es da große Preis- und Qualitätsspannen. Das ist Äpfel mit Birnen verglichen. Ich denke auf vergleichbarem Qualitätsniveau ist Parkett schon noch teurer als Vinyl.

"Fast genauso pflegeleicht" ist völliger Humbug.
Wir haben im neuen Haus vollverklebten Designboden ausgesucht, und ich kann den quasi behandeln wie Fliesen, ihn auch nass wischen,er ist bisher sehr strapazierfähig.
Parkett verzeiht deutlich weniger. Das kann man soweit ich weiß nicht nass wischen, es verkratzt leichter, muss abgeschliffen werden damit es über die Jahre schön bleibt.
Wir hatten in unserem Mietshaus Parkett im Wohnzimmer, und nach über 20 Jahren und unachtsamen Vormietern war das wirklich so unansehnlich, dass ich mich dafür geschämt habe. Kratzer,Dellen, Schrammen überall. Dann war dem Mann mal ein Aquarium ausgelaufen und es gab einen großen Wasserfleck - sowas kriegt man nie wieder raus, es sei denn man tauscht es aus.

KlaRa 20.10.2020 09:19
Hallo "Heidi1965".
Die Argumente, welche man Euch an die Hand gaben, treffen schon zu.
Aber man darf bei der Wahl des Bodenbelages nicht außer Acht lassen, für welchen Bereich der Bodenbelag seine Pflichten erfüllen soll (Badezimmer/Toilette/Küche und Parkett??? Sicher nicht!!) und welche eigenen Vorstellungen man von Ästhetik hat.
Je nach Dicke der Holznutzschicht kann Parkett die dauerhaftere Variante sein, wenn man dieser die regelmäßigen Renovierungszyclen (alle 8 - 10 Jahre in Wohnbereichen) und dem damit jeweils verbundenen Materalabtrag (ca. 1mm bis 1,5mm) berücksichtigt. Wenn man diese Renovierungen nicht durchführen lässt, damit einen Parkettboden über die Jahrzehnte nicht renovieren lässt, sieht er genau so schäbig aus wie ein PVC-Boden, der nie grundgereinigt wird.
Da kommt man auf ca. 40 Nutzungsjahre. Ein PVC-Belag wird da schwer mithalten können.
Und ein ausgelaufenes Aquarium fällt ganz sicher nicht unter die "wohnübliche" (und rechtlich vertragsgemäße) Nutzung eines Bodens. Also hat er derartige Schadenseintritte auch nicht klaglos zu übernehmen. Fleckenbildungen sind dann als Folge eine Versicherungssache. Bei PCV gäbe es derartige Flecken zwar nicht, doch die Gefahr der flächigen (beulenförmigen) Ablösungen werden auch keinen Vermieter (oder Bauherrn) erfreuen können, selbst wenn dann keine "Wasserflecken" zu beklagen sind ... (scherzhaft gemeint)
Und zum Thema "Kratzer": Lasst Euch ein unbehandeltes Parkettholz verlegen (verkleben!), das vor Ort geschliffen und geölt wird. Also keine werkseitige Versiegelung wählen, wenn derartige Gebrauchsspuren minimal gehalten werden sollen. Kratzer entstehen bei elastischen Bodenbelägen ebenfalls - allerdings (mit Ausnahme von Linoleum) ohne eine Chance, diese wieder beseitigen zu können!
Geölte/gewachste Oberflächen kann man auch selber wieder stellenweise (bei Kratzern etc.) mit der Hand anschleifen und selber mit einem sauberen Tuch nachölen, ohne dass diese behandelte Stelle hinterher dann groß "in´s Auge fällt".
Die Reinigung erfolgt mit einem feuchten (nicht nassen) Tuch undd einem für Parkett geeigneten, nachfettenden Zusatz (Reinigungsmilch).
Viel Erfolg und eine gute Wahl: KlaRa
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