ᐅ Grundstückspreise und Bodenrichtwert und Tipps zur Grundstückssuche
Erstellt am: 24.05.21 14:53
B
Benny85
Hallo Forum,
meine Partnerin und ich wollen uns den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Seitdem der Entschluss dazu feststeht, lese ich nun fleißig das Hausbauforum leer, um uns möglichst viel Wissen anzueignen, bevor es dann tatsächlich losgeht. Fest steht für uns auf jeden Fall schon, dass wir erst ein Grundstück brauchen, bevor wir mit der eigentlichen Hausplanung beginnen, und nun sind wir auf der Grundstückssuche.
Dazu meine erste Frage: Uns ist aufgefallen, dass in Grundstücksinseraten die Preise extrem über den aktuellen Bodenrichtwerten liegen, teilweise mit Faktor 3 (Faktor 2 selbst in absolut schlechten Lagen auch schon gesehen - Kuhkäffer ohne Infrastruktur. Region ist Ostwestfalen-Lippe, Wunschgebiet wäre die Region Südlich der A2 zwischen Bielefeld und Gütersloh, ländlich). Ist da noch mit Verhandlunsspielraum beim Kauf zu rechnen, oder gehen die tatsächlich gezahlten Preise aktuell tatsächlich demaßen durch die Decke? Würdet ihr versuchen zu verhandeln, oder wäre das der sichere Weg, nie an ein Grundstück zu kommen?
Zweite Frage: In einigen Forumsbeiträgen las ich die Empfehlung, mit dem Suchbegriff "11ant barthel" würde man auf Tipps zur Grundstückssuche kommen. Leider bekomme ich damit ausschließlich Threads angezeigt, die genau diesen Hinweis enthalten - das, was man damit eigentlich finden sollte, finde ich so nicht... Hat jemand Tipps für uns?
meine Partnerin und ich wollen uns den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Seitdem der Entschluss dazu feststeht, lese ich nun fleißig das Hausbauforum leer, um uns möglichst viel Wissen anzueignen, bevor es dann tatsächlich losgeht. Fest steht für uns auf jeden Fall schon, dass wir erst ein Grundstück brauchen, bevor wir mit der eigentlichen Hausplanung beginnen, und nun sind wir auf der Grundstückssuche.
Dazu meine erste Frage: Uns ist aufgefallen, dass in Grundstücksinseraten die Preise extrem über den aktuellen Bodenrichtwerten liegen, teilweise mit Faktor 3 (Faktor 2 selbst in absolut schlechten Lagen auch schon gesehen - Kuhkäffer ohne Infrastruktur. Region ist Ostwestfalen-Lippe, Wunschgebiet wäre die Region Südlich der A2 zwischen Bielefeld und Gütersloh, ländlich). Ist da noch mit Verhandlunsspielraum beim Kauf zu rechnen, oder gehen die tatsächlich gezahlten Preise aktuell tatsächlich demaßen durch die Decke? Würdet ihr versuchen zu verhandeln, oder wäre das der sichere Weg, nie an ein Grundstück zu kommen?
Zweite Frage: In einigen Forumsbeiträgen las ich die Empfehlung, mit dem Suchbegriff "11ant barthel" würde man auf Tipps zur Grundstückssuche kommen. Leider bekomme ich damit ausschließlich Threads angezeigt, die genau diesen Hinweis enthalten - das, was man damit eigentlich finden sollte, finde ich so nicht... Hat jemand Tipps für uns?
Nur, um mal ein bißchen Mut zu machen. Gerade in dörflicheren Umgebungen können auch 1-2 erste, gute (!) Kontakte schon helfen.
Selbst so erlebt, da gehen dann schon einige weitere Türen auf und so heißt es dann „dran bleiben“. Nach einer doofen Durststrecke hatten wir innerhalb von kürzerer Zeit neben unserem Neubau-RH noch drei Angebote für Bestandsbauten in unmittelbarer Nachbarschaft und auch einen Kontakt zu einem Grundstück/Baulücke. Als besonders ertragreich habe ich Connections aus dem KiTa-/KiGa-/Krabbelgruppen-Bereich empfunden. Da hört man ja auch oft was über die Dörfer hinweg.
Selbst so erlebt, da gehen dann schon einige weitere Türen auf und so heißt es dann „dran bleiben“. Nach einer doofen Durststrecke hatten wir innerhalb von kürzerer Zeit neben unserem Neubau-RH noch drei Angebote für Bestandsbauten in unmittelbarer Nachbarschaft und auch einen Kontakt zu einem Grundstück/Baulücke. Als besonders ertragreich habe ich Connections aus dem KiTa-/KiGa-/Krabbelgruppen-Bereich empfunden. Da hört man ja auch oft was über die Dörfer hinweg.
Benny85 schrieb:
Erwähnte ich bereits, dass ich ein moralisches Problem damit habe, sich nur mit Leuten anzufreunden, weil man etwas von ihnen will? Ich schätze die betreffenden Personen hätten damit ebenso ein Problem, wenn sie erfahren, dass ich mich nur mit ihnen abgebe, weil ich an ein Grundstück kommen will.Ohje - ihr steht wirklich noch ganz am Anfang eurer Planungen. 😉
Keine Sorge, das "moralische Problem" legt sich mit der Zeit, wenn ihr oft genug den Kürzeren gezogen habt, erfolglos durch die Gegend gefahren seid und sich für euch monatelange nichts mehr getan hat.
Was glaubst Du, auf welchen Wegen andere Leute so an ihr Haus oder ihr Grundstück gekommen sind? Da werden mitunter ganz andere Register gezogen, dagegen sind die (Barthel-)Tipps hier völlig harmlos. Und wenn Du nicht kategorisch ausschließt, dich hinterher dann auch wirklich in das Dorfleben einzubringen, dann ist da doch nichts bei, aktives Interesse zu zeigen. Meinst Du wirklich, in der freiwilligen Feuerwehr oder in der Gemeindevertretung ist jedes Mitglied nur aus reinem Pflichtbewusstsein ehrenamtlich dabei oder vielleicht doch eher, weil man sich davon persönliche Vorteile verspricht? Mach dich locker und halte Dir vor Augen, dass Du nichts geschenkt haben willst, sondern trotz aller echten oder gespielten Sympathie ordentlich Geld bezahlen sollst bzw. wirst.
K
k-man202125.05.21 18:10Wir haben vor 17 Jahren unser Grundstück gefunden, indem wir in unserer Wunsch-Gegend so lange spazieren gegangen sind, bis wir ein unbewohntes Abrissobjekt gefunden haben. Dann nett bei den Nachbarn geklingelt und nach dem Besitzer gefragt. Dann weiter verwiesen worden... nach ein paar Zwischenschritten und viel Gefuld waren wir am Ziel...
Und auf eine ähnliche Weise haben wir auch dieses Jahr ein weiteres Grundstück gefunden... ohne vorherige Kontakte, ohne Makler in einem uns fremden Ort, der uns aber super gut gefallen hat. Hat zwar jetzt fast 3 Jahre gedauert, aber was soll’s...jetzt kennt uns der Bürgermeister zumindest vom Sehen, das Bauamt, ein zukünftiger Nachbar und noch ein paar andere Leute. Einfach irgendwo anfangen, die Leute merken, wenn du dich ernsthaft interessierst und dort hinpasst.
Und auf eine ähnliche Weise haben wir auch dieses Jahr ein weiteres Grundstück gefunden... ohne vorherige Kontakte, ohne Makler in einem uns fremden Ort, der uns aber super gut gefallen hat. Hat zwar jetzt fast 3 Jahre gedauert, aber was soll’s...jetzt kennt uns der Bürgermeister zumindest vom Sehen, das Bauamt, ein zukünftiger Nachbar und noch ein paar andere Leute. Einfach irgendwo anfangen, die Leute merken, wenn du dich ernsthaft interessierst und dort hinpasst.
Ysop*** schrieb:
Und dann müsst ihr euch überlegen, was euch wichtig und bezahlbar ist. Ggf. gibt es auch Bauträgerprojekte? Oder eben doch Häuser zum Umbauen?Bauträgerprojekte sind nicht das, was wir wollen. Da würde uns die Freiheit bei der Gestaltung fehlen, außerdem wäre der Familien-Eigenleistungs-Vorteil dahin. Wie ich schon schrieb habe ich Zugriff auf handwerklich begabte Manpower. Mein Vater selbstständiger Haustechnik-Handwerker (Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallation), mein Bruder gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Dazu kommt die Grunderwerbsteuerproblematik, kaufen wir ein Haus vom Bauträger, zahlen wir auf den Gesamtpreis 6,5%, beim Eigenbau nur auf den Grundstückspreis.Den Bestandsimmobilienmarkt beobachte ich auch schon seit längerem, das war eigentlich auch unsere erste Idee. Es gibt aber auch hier Gründe, warum wir davon immer weiter abgerückt sind. Die Preise sind in vertretbaren Lagen oft genauso teuer wie ein Grundstückskauf + Hausbau. Dann muss man dazu aber noch den Umbauaufwand kalkulieren und dann wieder die Grunderwerbsteuer... Bezahlbar sind nur Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Autobahn, klar, da will keiner wohnen, wir auch nicht. In Frage käme durchaus auch ein baufälliges Haus, das abgerissen und durch ein neues ersetzt wird, aber da ist alles, was ich bisher gesehen habe, ebenfalls gefühlt zu teuer.
Mag sein dass ich bei der Bewertung, was zu teuer ist, noch völlig falsch liege, ich kann nämlich absolut noch nicht einschätzen, was der eigentliche Hausbau kosten wird. Bauprojekte in der Familie liegen alle schon länger zurück, das wird man nicht vergleichen können. Vielleicht kann mir mal jemand aus der Region mal sagen, mit welchem Betrag da so ungefähr für einen Bungalow ohne Keller mit 130m² Wohnfläche zu rechnen wäre, idealerweise als KFW40+Haus/Passivhaus.
k-man2021 schrieb:
Wir haben vor 17 Jahren unser Grundstück gefunden, indem wir in unserer Wunsch-Gegend so lange spazieren gegangen sind, bis wir ein unbewohntes Abrissobjekt gefunden haben. Dann nett bei den Nachbarn geklingelt und nach dem Besitzer gefragt. Dann weiter verwiesen worden... nach ein paar Zwischenschritten und viel Gefuld waren wir am Ziel...
Und auf eine ähnliche Weise haben wir auch dieses Jahr ein weiteres Grundstück gefunden... ohne vorherige Kontakte, ohne Makler in einem uns fremden Ort, der uns aber super gut gefallen hat. Hat zwar jetzt fast 3 Jahre gedauert, aber was soll’s...jetzt kennt uns der Bürgermeister zumindest vom Sehen, das Bauamt, ein zukünftiger Nachbar und noch ein paar andere Leute. Einfach irgendwo anfangen, die Leute merken, wenn du dich ernsthaft interessierst und dort hinpasst.Ja, den Gedanken hatten wir auch schon. Bei uns auf dem Nachbargrundstück stand bei unserem Einzug auch noch ein leerstehendes Haus - heute entsteht dort ein neues Einfamilienhaus. Wären uns nicht vor einem Jahr unsere zukünftigen Nachbarn zuvorgekommen, wäre das möglicherweise unser Grundstück geworden... Wir sind in unserer Wunschregion auch schon mal durch ein paar Wohngebiete gefahren, aber leerstehende Häuser haben wir noch keine entdeckt. Aber auch wenn wir was finden, muss dann der Eigentümer ja verkaufswillig sein. Wenn es tatsächlich so ist, dass Außenstehende nur ein Nein oder Abwehrpreise zu erwarten haben, hast du wohl viel Glück gehabt.
M
Myrna_Loy25.05.21 18:33Benny85 schrieb:
Bauträgerprojekte sind nicht das, was wir wollen. Da würde uns die Freiheit bei der Gestaltung fehlen, außerdem wäre der Familien-Eigenleistungs-Vorteil dahin. Wie ich schon schrieb habe ich Zugriff auf handwerklich begabte Manpower. Mein Vater selbstständiger Haustechnik-Handwerker (Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallation), mein Bruder gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Dazu kommt die Grunderwerbsteuerproblematik, kaufen wir ein Haus vom Bauträger, zahlen wir auf den Gesamtpreis 6,5%, beim Eigenbau nur auf den Grundstückspreis.
Den Bestandsimmobilienmarkt beobachte ich auch schon seit längerem, das war eigentlich auch unsere erste Idee. Es gibt aber auch hier Gründe, warum wir davon immer weiter abgerückt sind. Die Preise sind in vertretbaren Lagen oft genauso teuer wie ein Grundstückskauf + Hausbau. Dann muss man dazu aber noch den Umbauaufwand kalkulieren und dann wieder die Grunderwerbsteuer... Bezahlbar sind nur Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Autobahn, klar, da will keiner wohnen, wir auch nicht. In Frage käme durchaus auch ein baufälliges Haus, das abgerissen und durch ein neues ersetzt wird, aber da ist alles, was ich bisher gesehen habe, ebenfalls gefühlt zu teuer.
Mag sein dass ich bei der Bewertung, was zu teuer ist, noch völlig falsch liege, ich kann nämlich absolut noch nicht einschätzen, was der eigentliche Hausbau kosten wird. Bauprojekte in der Familie liegen alle schon länger zurück, das wird man nicht vergleichen können. Vielleicht kann mir mal jemand aus der Region mal sagen, mit welchem Betrag da so ungefähr für einen Bungalow ohne Keller mit 130m² Wohnfläche zu rechnen wäre, idealerweise als KFW40+Haus/Passivhaus.Ich höre das immer wieder, dass Sanierung und Umbsu teurer wären als ein Neubau. Da sind aber zwei Denkfehler meist enthalten: alte Bestände haben in der Regel größere Grundstücke und oft auch Gartenanlagen deren Renovierung nicht tausende Euro für den Gartenlandschaftsbauer kosten. Und die Kosten für den Neubau werden unter - die für die Sanierung überschätzt.Ähnliche Themen