Hallo zusammen,
wir haben die Möglichkeit ein Hausbau-Projekt demnächst zu starten und sind uns als absolute Anfänger nicht ganz sicher über die sinnvollsten nächsten Schritte.
Hintergrund:
Meine Eltern haben uns (Frau und mir) angeboten, das unten dargestellte Grundstück zum Bau eines Einfamilienhaus zur Verfügung zu stellen.
Aktuell wohnen wir in einer gemütlichen Altbau Wohnung, Kinder sind in absehbarer Zeit geplant, dann wäre das Einfamilienhaus + kleiner Garten und die Nähe zu meinen Eltern ideal.
Bebauungsplan/Einschränkungen:
Größe des Grundstücks: 415 qm, Details unten
Hang: Ja, Nordhang, Details unten
Altes Baugebiet, kein Bebauungsplan / §34 Baugesetzbuch, im nachbarschaftlichem Umfeld alles vorhanden (z.B. 1-3 Geschosse, Pultdach, Flachdach, Satteldach)
Anforderungen der Bauherren:
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: einfacher Baukörper, klar strukturiert, Dachform z.B. flaches Satteldach
Keller, Geschosse: mit oder ohne Keller (siehe Frage unten), auf jeden Fall 2 Stockwerke / Vollgeschosse
Anzahl der Personen: 2 Erwachsene (28, 27), noch keine Kinder, 2 Kinderzimmer geplant
Raumbedarf: optimiert für Familienleben, z.B. gefällt uns dieser Entwurf aus dem Forum ganz gut: https://www.hausbau-forum.de/threads/grundriss-efh-140-qm-mit-keller.18255/
Büro: 1 Person Home Office
Schlafgäste pro Jahr: wenige bis keine
offene oder geschlossene Architektur: mix
konservativ oder moderne Bauweise: das Haus sollte sich ideal in den Hang einfügen, sonst sind wir flexibel
Anzahl Essplätze: 6-8
Kamin: nicht unbedingt
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: Holz-Terrasse in den Garten (sind gerne draußen), ggf. Dachterrasse wegen Ausblick
Garage, Carport: 2 KFZ Stellplätze innen oder im Freien / Carport
Nutzgarten, Treibhaus: kein Nutzgarten
Hier unsere Fragen:
1) Seht ihr das Grundstück als grundsätzlich geeignet an, ein Einfamilienhaus grob wie oben beschrieben umzusetzen?
Welches Budget würdet ihr hierfür in etwa kalkulieren („normaler Standard“)?
2) Die Hanglage und seitliche Zufahrt ist nicht ganz einfach. Wo würdet Ihr das Baufenster und den Haus-Zugang sehen?
3) Spricht das Gefälle unbedingt für einen Keller / Wohnkeller oder wäre aus Eurer Sicht auch eine Begradigung und Bau mit Bodenplatte ohne Keller zu empfehlen?
4) Freunde von uns haben kürzlich ein Massivholzhaus gebaut, das uns sehr gut gefällt.
Könnte man auf einen Beton-Keller auch ein Massivholzhaus errichten? Gibt es Baustoffe / Wandaufbau, die in Hanglage besonders zu empfehlen sind?
5) Wie ist das Projekt nun am besten anzugehen? Das Ergebnis wird unserer Meinung nur wirklich gut, wenn sich das Haus ideal in das relativ kleine Grundstück und den Hang integriert. Daher würden wir uns nun auf die Suche nach einem freien Architekten machen und diesen erst einmal unter Berücksichtigung der oben dargestellten groben Rahmenbedingungen frei planen lassen. Der GU-Planer oder Fertighaushersteller ist unseres Erachtens nur bedingt geeignet, da diese wohl eher ihre Haustypen an den Kunden bzw. das Grundstück irgendwie anpassen, was nicht unbedingt zum optimalen Ergebnis führt. Was denkt ihr?
Vielen Dank & Gruß!
Andy

wir haben die Möglichkeit ein Hausbau-Projekt demnächst zu starten und sind uns als absolute Anfänger nicht ganz sicher über die sinnvollsten nächsten Schritte.
Hintergrund:
Meine Eltern haben uns (Frau und mir) angeboten, das unten dargestellte Grundstück zum Bau eines Einfamilienhaus zur Verfügung zu stellen.
Aktuell wohnen wir in einer gemütlichen Altbau Wohnung, Kinder sind in absehbarer Zeit geplant, dann wäre das Einfamilienhaus + kleiner Garten und die Nähe zu meinen Eltern ideal.
Bebauungsplan/Einschränkungen:
Größe des Grundstücks: 415 qm, Details unten
Hang: Ja, Nordhang, Details unten
Altes Baugebiet, kein Bebauungsplan / §34 Baugesetzbuch, im nachbarschaftlichem Umfeld alles vorhanden (z.B. 1-3 Geschosse, Pultdach, Flachdach, Satteldach)
Anforderungen der Bauherren:
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: einfacher Baukörper, klar strukturiert, Dachform z.B. flaches Satteldach
Keller, Geschosse: mit oder ohne Keller (siehe Frage unten), auf jeden Fall 2 Stockwerke / Vollgeschosse
Anzahl der Personen: 2 Erwachsene (28, 27), noch keine Kinder, 2 Kinderzimmer geplant
Raumbedarf: optimiert für Familienleben, z.B. gefällt uns dieser Entwurf aus dem Forum ganz gut: https://www.hausbau-forum.de/threads/grundriss-efh-140-qm-mit-keller.18255/
Büro: 1 Person Home Office
Schlafgäste pro Jahr: wenige bis keine
offene oder geschlossene Architektur: mix
konservativ oder moderne Bauweise: das Haus sollte sich ideal in den Hang einfügen, sonst sind wir flexibel
Anzahl Essplätze: 6-8
Kamin: nicht unbedingt
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: Holz-Terrasse in den Garten (sind gerne draußen), ggf. Dachterrasse wegen Ausblick
Garage, Carport: 2 KFZ Stellplätze innen oder im Freien / Carport
Nutzgarten, Treibhaus: kein Nutzgarten
Hier unsere Fragen:
1) Seht ihr das Grundstück als grundsätzlich geeignet an, ein Einfamilienhaus grob wie oben beschrieben umzusetzen?
Welches Budget würdet ihr hierfür in etwa kalkulieren („normaler Standard“)?
2) Die Hanglage und seitliche Zufahrt ist nicht ganz einfach. Wo würdet Ihr das Baufenster und den Haus-Zugang sehen?
3) Spricht das Gefälle unbedingt für einen Keller / Wohnkeller oder wäre aus Eurer Sicht auch eine Begradigung und Bau mit Bodenplatte ohne Keller zu empfehlen?
4) Freunde von uns haben kürzlich ein Massivholzhaus gebaut, das uns sehr gut gefällt.
Könnte man auf einen Beton-Keller auch ein Massivholzhaus errichten? Gibt es Baustoffe / Wandaufbau, die in Hanglage besonders zu empfehlen sind?
5) Wie ist das Projekt nun am besten anzugehen? Das Ergebnis wird unserer Meinung nur wirklich gut, wenn sich das Haus ideal in das relativ kleine Grundstück und den Hang integriert. Daher würden wir uns nun auf die Suche nach einem freien Architekten machen und diesen erst einmal unter Berücksichtigung der oben dargestellten groben Rahmenbedingungen frei planen lassen. Der GU-Planer oder Fertighaushersteller ist unseres Erachtens nur bedingt geeignet, da diese wohl eher ihre Haustypen an den Kunden bzw. das Grundstück irgendwie anpassen, was nicht unbedingt zum optimalen Ergebnis führt. Was denkt ihr?
Vielen Dank & Gruß!
Andy
AndyM92 schrieb:
Danke für Deine Verdeutlichung zum Thema "Vorentwurf".Nicht zuletzt geht es mir hier darum, daß eine Vorentwurfsphase nicht geeignet ist, daraus erst ein Passen der "Chemie" mit dem Architekten erkennen zu wollen. Und eben, daß es (auch) keine Zeichnungendiskussion ist: ein Haus ist kein Firmenlogo, wo einem der Grafiker drei möglichst unterschiedliche Vorschläge macht ;-)icandoit schrieb:
Leistungsphase 1-4 ist keine schlechte Idee. Dann kannst ja von einem GU bauen lassen. Der macht dann die Werkzeichnungen mit einem Bauzeichner.Haha, ein GU macht keine Detailplanung, ein GU macht Trockenbau ;-)Leistungsphase 1-4 als Paket im Sinne von nicht noch kleinere Häppchen beauftragen ja - aber bitte nicht im Sinne von von vornherein vorzusehen, daß man mit dem Ende von Leistungsphase 4 die Architektenbegleitung schon abschließt (oder das Pferd wechselt). Sowohl nicht, um sich dann auf die offene See des "Schonimmerso statt Detailplanung" eines GU zu begeben, als auch nicht, um dann einen Anderen als den Entwerfer die Bauleitung machen zu lassen. "Nach dem Eingabeplan die Sintflut" macht den Aufpreis eines Architekten ggü. einem All inclusive Bauzeichner (wegen Unsinns) zu einer Fehlinvestition. Auch schrieb ich vor wenigen Tagen bereits, sei ein Architekt der von vornherein nur bis Leistungsphase 4 anböte ein Häuschenmalkünstler, der so bald das Wasser kocht zu nichts mehr zu gebrauchen ist. Also: keinesfalls nur Leistungsphase 1-4 vorsehen, aber gerne den Architektenauftrag mit dem Modul "Leistungsphase 1-4" starten. Das ist ähnlich wie mit den Bologna-Schnittstellen, die auch gerne als Abschlüsse mißverstanden werden (weswegen ich Bachelor & Co auch "akademische Minusgrade" getauft habe).
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
11ant schrieb:
Nicht zuletzt geht es mir hier darum, daß eine Vorentwurfsphase nicht geeignet ist, daraus erst ein Passen der "Chemie" mit dem Architekten erkennen zu wollen. Und eben, daß es (auch) keine Zeichnungendiskussion ist: ein Haus ist kein Firmenlogo, wo einem der Grafiker drei möglichst unterschiedliche Vorschläge macht ;-)
Haha, ein GU macht keine Detailplanung, ein GU macht Trockenbau ;-)Mein GU hat den Rohbau erstellt. Inkl. aller erforderlichen Planungsleistung. Der hat dann sogar meine Fehler (Pfuschertaschen) verbessert.
Phase 1-3 habe ich selber gemacht und die Zeichnungen fuer 4 ein Student gezeichnet.
Ich gebe aber zu, das nicht noch einmal selber machen zu wollen.
icandoit schrieb:
Mein GU hat den Rohbau erstellt. Inkl. aller erforderlichen Planungsleistung. Der hat dann sogar meine Fehler (Pfuschertaschen) verbessert.Das ist leider nicht "repräsentativ", um nicht zu sagen "äußerst unüblich". So viel Planungsglück mit einem GU ist ja ein Fünfer mit Zusatzzahl. (Wo) kann man hier Deinen Entwurf bewundern ?https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
11ant schrieb:
Das ist leider nicht "repräsentativ", um nicht zu sagen "äußerst unüblich". So viel Planungsglück mit einem GU ist ja ein Fünfer mit Zusatzzahl. (Wo) kann man hier Deinen Entwurf bewundern ?Das war nicht Glueck. Der war Baunternehmer (gelernter Architekt) und ich habe dem den Auftrag gegeben obwohl der etwas teurer war. Aber im Zuge der Verhandlung war der dann sogar noch guenstiger. Der hat einen neuen Planzeichner eingestellt. Der durfte bei meinem Haus ueben und zeigen was Er kann.Hier kannst den sehen.
icandoit schrieb:
Hier kannst den sehen.Das ist ja interessant. Ich meinte eigentlich Pläne und dachte an ein "normales" Haus. Nun, mit sich schräg kreuzenden Firsten, bin ich freilich noch gespannter, davon mehr zu sehen :-)https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
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