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ᐅ Grundriss Mitbestimmung - Architekt vs. Bauherr


Erstellt am: 20.11.2017 19:52

kaho674 21.11.2017 10:00
Würde mir im Traum nicht einfallen, die Selbstverwirklichung eines Architekten zu finanzieren. Auch wenn ich das Geld übrig hätte, bau ich, was mir gefällt.

ypg 21.11.2017 10:03
haydee schrieb:
Ich bin der Meinung der Grundriss muß gemeinsam erarbeitet werden. Als Bauherr wohnt man darinnen und das Haus muß zu einem passen. Der Architekt muß auf Machbarkeit achten und Vorschläge erbringen, wie man das ganze optimiert.

Ich würde mir einen anderen suchen. Das paßt nicht.

Ja, aber der Architekt baut nach genannten Vorgaben. Nicht nach einer Handskizze eines Laien. Der gute Architekt wendet Gestaltung und Architektur an und entwickelt ein passendes Wohnhaus für ein Grundstück.
Das kann der Laie überhaupt nicht fassen mangels Wissen.
Ich würde mich positiv überraschen lassen.

Tentakel 21.11.2017 10:11
Ich kann den Architekten verstehen. Ich denke schon das man als Bauherr seine Wünsche äußern soll und der Architekt wird sich normalerweise auch so weit sinnvoll daran halten.

Was ich im Bekanntenkreis für selbstentworfene Grundrisse gesehen habe, da würde ich als Architekt auch nicht meinen Namen darunterschreiben wollen. Da sind oft Flure größer als Wohnräume, die Zimmer nach Norden ausgerichtet. Wasser und Abwasser quer durchs Haus, nicht begehbare Treppen, usw...

Nicht umsonst hat der Architekt ca. 10 Jahre Ausbildung. Gut wenn der Architekt, seine Bedenken gleich im Vorgespräch deutlich macht. Die Zeit um einen Entwurf mit dem Bauherren gemeinsam zu entwerfen (und damit 10 Planungsrunden über Monate), kann kein Architekt wirtschaftlich darstellen bzw. verlangen.

markus2703 21.11.2017 10:44
Ungeachtet von der eigentlichen Problematik scheint die persönliche Ebene hier ja nicht zu passen.

Diese halte ich, ob jetzt mit Architekt oder GU, beim Hausbau jedoch für sehr wichtig um Erfolg zu haben.

Somit würde ich weitersuchen.

baumann42 21.11.2017 12:48
es dürfte ja kaum Häusle-Bauwillige geben die sich im Internet nicht schon im voraus mal nach Grundrissen und Gestaltung gesucht haben und somit schon eine gewisse Vorstellung vom Häuschen haben.
Der Architekt entwickelt dann aus den Vorstellungen ein Vorab-Konzept .
das besprochen wird und in dem Änderungen/Wünsche berücksichtigt werden.
So sollte es in der Regel abgewickelt werden...

11ant 21.11.2017 13:30
Tentakel schrieb:
Was ich im Bekanntenkreis für selbstentworfene Grundrisse gesehen habe, da würde ich als Architekt auch nicht meinen Namen darunterschreiben wollen.
baumann42 schrieb:
es dürfte ja kaum Häusle-Bauwillige geben die sich im Internet nicht schon im voraus mal nach Grundrissen und Gestaltung gesucht haben und somit schon eine gewisse Vorstellung vom Häuschen haben.
Da reicht ein (nahezu beliebiges) einzelnes Forum schon für aus, um z.B. regelrechte Labyrinthe zu finden, die auf Teufel komm raus in einen quadratischen Rahmen gepreßt werden sollen. Auch unbegehbare Treppen muß man nicht lange suchen. Im Internet werden zuweilen wildest komponierte Eintöpfe zusammengesucht, die Hundezüchter als Promenadenmischungen bezeichnen würden: Toskana-Bauhaus mit bodentiefen Eckfenstern, verklinkertem Esszimmer-Erker und Pultwalmdach-Carport. In solchen Fällen ist es ohne Frage ein Segen, nicht an einen ästhetisch skrupellosen GU-Planvorleger zu geraten. Aber um einen solchen Extremfall scheint es mir hier nicht zu gehen 🙂

Hier klingt es mir eher nach entweder einem Architekten vom Typ Künstler-Diva, der mit seinem Skulpturenstil wiedererkannt werden möchte, oder nach einem, der in Bauherren die Finanziers seiner Referenzen-Galerie sieht. So jemand soll aber m.E. sein Musterhaus mit seinem eigenen Geld bauen.
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