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Erstellt am: 13.06.2021 09:31

cschiko 09.07.2021 06:47
K1300S schrieb:

Nö, das wird exakt aus dem vergangenen Kalenderjahr ermittelt. In unserem Fall bspw. lag der Bodenrichtwert vor Start des Neubaugebiets bei 60 EUR - weil seit den 70er Jahren hier nichts mehr passiert ist. In dem Jahr, in dem dann neu parzelliert und die Einfamilienhaus-Grundstücke verkauft worden sind, sprang dieser Wert auf 220,- EUR. Da findet also keine Glättung statt, was aber ja auch nicht sinnvoll wäre, denn sonst läge der BRW ja nur noch länger unter dem aktuellen Marktpreis. (Tut er jetzt ja schon, nur nicht ganz so stark.)

Das ist nur bedingt korrekt, also in dem Fall stimmt es sicherlich. Entsteht ein Neubaugebiet mit vielen Verkäufen, so wird der BRW auch entsprechend angepasst. In vielen anderen Fällen hat man lediglich wenige Grundstücksverkäufe und wird daher keinen krassen Anpassungen machen. Hat man also in einer Zone mit BRW 220€ nun plötzlich einen Verkauf mit 500€/m², so wird man nicht anhand dieses Verkaufs den BRW auf 500€ anheben. Wenn überhaupt, Gutachter und auch die Ausschüsse sind da vorsichtig, wird man ihn etwas anheben und dabei schaut man eben nicht nur auf das eine Jahr sondern schaut auch ob es in den Jahren zuvor Verkäufe gab bzw. auch wie die generelle Marktentwicklung ist.

Das ist am Ende das Hauptptoblem der BRW, man hat viele Zonen aber meist wenig unbebaute Verkäufe und dann eben auch teilweise noch Verkäufe bei denen es nicht klar ist, ob sie wirklich als normaler Geschäftsverkehr anzusehen sind. Das von mir genannte Beispiel liegt dieses Jahr in dem Geschäftsbereich des GA in dem ich arbeite vor, ich kenne den Käufer und wie sagte er "es sind verrückte Zeiten". Er wollte eben genau das Grundstück, die Verkäufer hatten heftige Vorstellungen, aber da er es sich finanziell problemlos leisten kann kam dann dieser Preis heraus. Bei dem man aber schon sehen, muss das es ein Einzelwert ist.

K1300S 09.07.2021 06:48
Acof1978 schrieb:

Der Neubau liegt in Brandenburg, somit haben die von Anfang an gesagt dass MBS für die Gegend zuständig ist.
Ach so, das ist natürlich etwas anderes. Also ist es weniger der direkte Wettbewerb sondern so eine Art Gebietsschutz.

Tolentino 09.07.2021 07:55
Bei ING, hat alles was nicht Standard ist, keine Chance. Da herrschen nur noch Computer.

Acof1978 09.07.2021 08:02
Tolentino schrieb:

Bei ING, hat alles was nicht Standard ist, keine Chance. Da herrschen nur noch Computer.

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Und da ist es egal ob Du seit 10 Jahren Kunde bist oder nicht...

Ich tendiere derzeit zu MBS und 10 Jahren Zinsbindung. Nach 10 Jahren dürfte die Restschuld bei ca. 300 t€ liegen und der Wert der Immobilie bei mind. dem doppelten Wert.

Tolentino 09.07.2021 08:04
Aber deine Zinsbindung fürs Grundstück läuft schon früher aus oder?
Mach doch gleich fünf Jahre, sofern die MBS das mit macht und dann kannst du mit der kompletten Summe aus Grundstück und Hausbau und in einem Rang auf die Suche gehen. Die paar Jahre Versatz beim Grundstück variabel finanzieren.

motorradsilke 09.07.2021 08:07
Tolentino schrieb:

Bei ING, hat alles was nicht Standard ist, keine Chance. Da herrschen nur noch Computer.

Die Erfahrung habe ich nicht gemacht. Wir hatten in Etwa die gleiche Situation und haben von der ING das beste Angebot bekommen. Lag auch daran, dass die ING schon im ersten Rang stand. Damit waren auch die Kosten für die Eintragung der Grundschuld wesentlich geringer, da schon die ursprüngliche Grundschuld vom Grundstückskauf vorhanden war. Alle anderen Banken hätten bei uns im 2. Rang einen höheren Zinssatz genommen.
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