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ᐅ Feuchtigkeit im Dachboden: Kondensation vermeiden bei Dämmung & Ausbau

Erstellt am: 27.12.25 17:35
W
worf1985
Hallo werte Experten,

wir sind dabei unseren Dachboden auszubauen.
Dieser folgt von Innen, das heisst wir haben auf anraten eines befreundeten Dachdeckers folgende Schritte eingehalten.
  • Unterspannbahn zwischen den Sparren bis in die Dachspitze
  • Dämmung zwischen den Sparren bis zur Decke / nicht bis in die Spitze
  • Dampfbremse auf die Dämmung / vollflächig und dicht
  • Untersparrendämmung
  • OSB Platten
Nun ist uns zufällig aufgefallen das sich im Spitzboden deutlich Schwitzwasser an der Unterspannbahn bildet. Dieses tropft natürlich auf die Deckendämmung und läuft seitlich und die Dämmung hinunter.
Mir ist es mehr oder weniger wie Schuppen von den Augen gefallen, ich habe die Baustelle mit einem kleinen Heizlüfter beheizt. Es ist doch sicherlich so das die Warme Luft durch die noch nicht fertig gestellte Decke in den Spitzboden gezogen ist und dann kondensierte. Das ist natürlich ein idiotischer Fehler von mir.

Was empfiehlt ihr?
  • in dem Dachboden ist auch noch keine Heizung verlegt / die Dampfbremse haben wir sehr gewissenhaft verlegt / es fehlen aber noch ca. 30 % des Ausbaues.
  • Den Spitzboden auch noch zusätzlich bis in den First zu dämmen ?
  • Den Spitzboden zu belüften ?
  • Kann man den Ausbau so nach dem "Weglüften" der aktuellen selbst hergestellten Feuchtigkeit einfach weiter machen?
Ich würde mich sehr über hilfreiche tipps freuen.

Liebe Grüße und schon einmal vielen Dank im Voraus.

Dachboden mit Isolationsfolie, Holzlatten und Feuchtigkeitsspuren

Dachgeschoss-Ansicht mit Holzbalken, Dämmung und Bauhülle im Rohbauzustand.
W
worf1985
27.12.25 18:37
Vielen Lieben Dank,

nun habe ich mir das nochmal genau angeschaut und folgendes festgestellt. Auf der einen Seite habe ich auf anraten mehrerer "Experten" die alte Unterspannbahn drin gelassen. Ich habe jetzt mal hinter die Zwischensparrendämmung gefasst.
Auf der Seite mit der alten Unterspannbahn (welche mir eher wie eine Dampfbremse vorkommt) alles feucht.
Auf der Seite mit der richtigen neuen Unterspannbahn (alles trocken).

Das heisst für mich alles nochmal auf null und die alte Unterspannbahn gegen die neue "richtige" dampfdiffusionsoffene tauschen ??

Wenn man sich schon mal auf seine Experten verlässt, ich war von Anfang an der Meinung ich müsste die neue verbauen, aber alle haben gesagt die Arbeit kann ich mir sparen.
N
Nauer
27.12.25 20:10
Die alte Bahn hat sich also genau wie befürchtet als Feuchtefalle erwiesen. Wenn du den Spitzboden kalt lässt, brauchst du definitiv eine diffusionsoffene, neue Unterspannbahn, sonst staut sich die Feuchtigkeit weiter und die Dämmung wird dauerhaft nass. Verklebungen, Firstanschluss, Traufe – alles muss dann sauber gemacht werden, sonst lüftet der Spitzboden zwar theoretisch, praktisch aber nicht. Halbherzig alte drinlassen war ein klassischer Denkfehler, da hättest du dir die Tropfen direkt an der Unterspannbahn sparen können. Die Frage ist jetzt eher, willst du komplett neu aufbauen oder nur partiell austauschen, denn jede Ecke, wo alte Bahn verbleibt, ist potenzielles Kondensrisiko.
W
worf1985
27.12.25 20:22
Also ich werde komplett neu Aufbauen. Alles andere ist kalter Kaffee. Die eine Seite des Daches habe ich ja mit der neuen Unterspannbahn gemacht, das heisst OSB an der einen Seite und er Decke wieder runter. Dampfsperre ab. Untersparrendämmung und Zwischensparrendämmung raus. Dann die alte Folie ab und neue diffusionsoffne rein und dann wieder aufbauen. Dann kann die Feuchtigkeit nach außen diffundieren und Ruhe ist.

Auf der einen Seite ärgerlich, aber auf der anderen Seite lieber jetzt feststellen als nach Jahren.

Eine Dachdeckerfirma hat uns die Kehlbalken im Dachgeschoss höher gesetzt und uns genau dazu geraten wie wir es gemacht haben. Auch dazu die alte Folie drin zu lassen. Manchmal frage ich mich.

Morgen ist also der Plan des Rückbaues, ich werde auf jeden Fall weiter berichten.
N
Nauer
27.12.25 20:32
Ja, dann drück ich dir die Daumen...
W
worf1985
31.12.25 01:50
@Nauer
So also wir haben jetzt die alte Folie gegen neue Diffussionsoffene getauscht. Dämmung trocken wieder eingesetzt.

Eins gilt vorerst noch zu beantworten 😉
Die Unterspannbahn muss am First wirklich ca 5 cm offen sein? Reicht hier auch eine nicht verklebte Überlappung am First aus? Muss dies bei jedem Zwischensparren offen sein?

Liebe Grüße
W
worf1985
31.12.25 02:08
Ist die IcoAir von Braas auch eine gute Alternative zur Belüftung?

Grüne Dachunterlage mit Holzlatten und runden Belüftungsventilator, BMI Braas Logo
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