ᐅ Feinsteinzeug auf Calciumsulfatestrich - was beachten?
Erstellt am: 11.07.17 10:03
AndreasPlü11.07.17 10:03
Hallo,
in unserem Neubau haben wir zwei unbeheizte Kellerräume, darin ein Calciumsulfat Fließestrich, der jetzt seit knapp 6 Wochen vor sich hintrocknet. Die Räume sind 6 und 10 qm groß.
Gerne würde ich die beiden Räume mit Hilfe von Youtube, Hornbachvideos etc selbst Fliesen.
Meine Frage wäre aber vorab: Was muss man bei diesem Estrich beachten, außer natürlich weniger als 0,5% Restfeuchte? Gibt es sinnvolle Alternativen zum Fliesen, z.B. PVC-Boden?
in unserem Neubau haben wir zwei unbeheizte Kellerräume, darin ein Calciumsulfat Fließestrich, der jetzt seit knapp 6 Wochen vor sich hintrocknet. Die Räume sind 6 und 10 qm groß.
Gerne würde ich die beiden Räume mit Hilfe von Youtube, Hornbachvideos etc selbst Fliesen.
Meine Frage wäre aber vorab: Was muss man bei diesem Estrich beachten, außer natürlich weniger als 0,5% Restfeuchte? Gibt es sinnvolle Alternativen zum Fliesen, z.B. PVC-Boden?
KlaRa12.07.17 08:44
Hallo Andreas.
In der Praxis wird sich ein solches Gewerk wie eine Belagverlegung immer etwas anders darstellen als in einem Kurzvideo. Sonst brauchte man eine entsprechende Ausbildung und die Fachkenntnisse nicht, wenn "Wissen" auf die Schnelle via Videosequenz vermittelt werden könnte.
Die korrekte Messung der Restfeuchte ist das Eine. kommt es bereits an dieser Stelle zu Fehlinterpretationen, dann ist der Totalschaden eines schwimmenden Estrichs nicht auszuschließen.
Reinigungsschliff: der ist immer (!) vor dem weiteren Aufbau notwendig, um haftmindernde Schichten zu entfernen. Dieser Schritt taucht in den sogenannten Hilfsvideos allerdings meist nicht auf.
Grundierung und Spachteln: Ein Haftvermittler (Grundierung) ist Pflicht, die spannungsfrei aushärtende Spachtelmasse wird ohne Kellenschläge aufgebracht bzw. gerakelt. Hierdurch wird nicht nur die notwendige Oberflächenebenheit, sondern auch eine gleichmäßig saugende Fläche für den späteren Klebstoff bewirkt.
Es gibt in der Tat einiges zu bedenken.
Dass selbst Fachunternehmen nicht immer schadensfrei ausführen, obwohl bei denen die Erfahrungswerte nicht einem Video entsprangen, kann ich aus meiner beruflichen Praxis als Sachverständiger bestätigen.
Es gibt eben Gewerke, da sollte der Laie vorsichtig sein - und sich des Risikos bewusst sein, das er in Bezug auf den erwarteten Erfolg trägt.
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Gruß: KlaRa
In der Praxis wird sich ein solches Gewerk wie eine Belagverlegung immer etwas anders darstellen als in einem Kurzvideo. Sonst brauchte man eine entsprechende Ausbildung und die Fachkenntnisse nicht, wenn "Wissen" auf die Schnelle via Videosequenz vermittelt werden könnte.
Die korrekte Messung der Restfeuchte ist das Eine. kommt es bereits an dieser Stelle zu Fehlinterpretationen, dann ist der Totalschaden eines schwimmenden Estrichs nicht auszuschließen.
Reinigungsschliff: der ist immer (!) vor dem weiteren Aufbau notwendig, um haftmindernde Schichten zu entfernen. Dieser Schritt taucht in den sogenannten Hilfsvideos allerdings meist nicht auf.
Grundierung und Spachteln: Ein Haftvermittler (Grundierung) ist Pflicht, die spannungsfrei aushärtende Spachtelmasse wird ohne Kellenschläge aufgebracht bzw. gerakelt. Hierdurch wird nicht nur die notwendige Oberflächenebenheit, sondern auch eine gleichmäßig saugende Fläche für den späteren Klebstoff bewirkt.
Es gibt in der Tat einiges zu bedenken.
Dass selbst Fachunternehmen nicht immer schadensfrei ausführen, obwohl bei denen die Erfahrungswerte nicht einem Video entsprangen, kann ich aus meiner beruflichen Praxis als Sachverständiger bestätigen.
Es gibt eben Gewerke, da sollte der Laie vorsichtig sein - und sich des Risikos bewusst sein, das er in Bezug auf den erwarteten Erfolg trägt.
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Gruß: KlaRa
AndreasPlü12.07.17 19:56
Ok, dann vielleicht doch lieber Kunstharzanstrich oder Viniyl schwimmend? Wie gesagt, es soll eine günstige Lösung für gelegentlich betretene Lagerräume sein
KlaRa12.07.17 20:38
Wenn der Raum nur einer untergeordneten Nutzung unterliegt, reicht letztendlich eine weitgehend abriebfeste "Betonfarbe" aus dem Baumarkt, welche im Rollverfahren aufgetragen wird. Diese wird allerdings auf Dispersionbasis aufgebaut sein und nicht auf Kunstharzbasis. Das reicht aber für den beschriebenen Anwendungsfall aus!
AndreasPlü12.07.17 21:02
Danke für den Hinweis!
Das mit dem Kunstharz war falsch, hatte ich durcheinander geworfen. Dann schaue ich mal nach so einer Farbe
Das mit dem Kunstharz war falsch, hatte ich durcheinander geworfen. Dann schaue ich mal nach so einer Farbe
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