Hallo zusammen,
aufgrund einer interessanten Thematik, die gerade rund um unsere Idee vom Hausbau entsteht und uns vor ein großes "?" stellt möchte ich die Frage mal hier in den Raum werfen:
Nach welchem Standard sollte man bauen (Energieeinsparverordnung, KFW 55, Kfw 40 oder KFW 40 plus)?
Wir sind keine Ideologen, dass heißt es geht uns hauptsächlich um zwei Entscheidungskriterien:
1) Kosten-Aufwand (d.h. welche Variante rechnet sich über die Laufzeit)
2) Zukunftsfähigkeit
-> wir sind Anfang/Mitte 30 und gehen dementsprechend von einem langen Bestand des Hauses aus
-> wir gehen von steigenden Energiepreisen aus
Was ist passiert?
-> wir waren fest entschlossen, dass wenn wir bauen, dann nur ein kfw 40 plus Haus. Annahme: Isolierung ist am Ende der Entwicklung, da gibt es nicht mehr viel Potential. Dämmtechnisch ist man einfach beim Nonplusultra angekommen. Entwicklungspotential haben noch die Wärmepumpen und das Speichersystem.
Daher wollten wir eine Luftwärmepumpe, mit einer möglichst großen Solaranlage (9,99 kwp) und einem entsprechenden Speicher. Kontrollierte-Wohnraumlüftung wäre in allen Varianten ein muss. Ziel: Den kompletten Strom den wir benötigen selbst erzeugen und am Ende des Jahres mit plus-minus null rauskommen. Also keine Stromkosten oder anderweitigen Energiekosten zu haben.
Folgende Herausforderung ist dann auf uns zugekommen:
bei uns in der Region gibt es so gut wie keine BU/GU die überhaupt sowas anbieten. Die einzige Fa. mit der wir problemlos bauen könnten ist die bekannte aus Bad Fallingbostel. Wir haben dort auch schon einige Gespräche gehabt, aber so richtig überzeugt bin ich nicht. Klar gibt es viele Vorteile, aber eben auch Dinge die mich stören.
Jetzt haben wir uns noch mal auf die Rundreise quer durch die regionalen Anbieter begeben.
Tenor: wir bauen zu 70% Energieeinsparverordnung oder Kfw55 Standard. 1 Fa. hat sich so inkompetent im 1. Gespräch gezeigt und danach mit Null-Kundenpflege geglänzt, dass wir uns inzwischen gar nicht mehr vorstellen können, dass diese Fa überhaupt ein Haus mit einer funktionierenden Heizungsanlage hinstellen kann. 1 Fa ist inzwischen Insolvent. 1 weitere Fa. bietet Max kfw 55 an (auch nicht gegen Aufpreis). Eine weitere Fa. würde uns prinzipiell alles hinbauen, hält aber alles größer kfw 55 für Schwachsinn.
Kurzum: Unsere Idee stößt auf absolut keine Gegenliebe (außer in Bad Fallingbostel). Und jetzt kommen wir doch ein wenig ins grübeln, welcher Weg wohl der Richtige sein kann (aus oben genannten Gesichtspunkten).
Ich hoffe, dass ich jetzt nicht eine DIskussion lostrete die am Ende auf eine "Glaubensfrage" hinausläuft. Das Problem ist nur, dass man sich alle Szenarien scheinbar "schön rechnen" kann.
Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen, Meinungen und vielleicht auch Rechnungen zu dem Thema.
Grüße
Carina
aufgrund einer interessanten Thematik, die gerade rund um unsere Idee vom Hausbau entsteht und uns vor ein großes "?" stellt möchte ich die Frage mal hier in den Raum werfen:
Nach welchem Standard sollte man bauen (Energieeinsparverordnung, KFW 55, Kfw 40 oder KFW 40 plus)?
Wir sind keine Ideologen, dass heißt es geht uns hauptsächlich um zwei Entscheidungskriterien:
1) Kosten-Aufwand (d.h. welche Variante rechnet sich über die Laufzeit)
2) Zukunftsfähigkeit
-> wir sind Anfang/Mitte 30 und gehen dementsprechend von einem langen Bestand des Hauses aus
-> wir gehen von steigenden Energiepreisen aus
Was ist passiert?
-> wir waren fest entschlossen, dass wenn wir bauen, dann nur ein kfw 40 plus Haus. Annahme: Isolierung ist am Ende der Entwicklung, da gibt es nicht mehr viel Potential. Dämmtechnisch ist man einfach beim Nonplusultra angekommen. Entwicklungspotential haben noch die Wärmepumpen und das Speichersystem.
Daher wollten wir eine Luftwärmepumpe, mit einer möglichst großen Solaranlage (9,99 kwp) und einem entsprechenden Speicher. Kontrollierte-Wohnraumlüftung wäre in allen Varianten ein muss. Ziel: Den kompletten Strom den wir benötigen selbst erzeugen und am Ende des Jahres mit plus-minus null rauskommen. Also keine Stromkosten oder anderweitigen Energiekosten zu haben.
Folgende Herausforderung ist dann auf uns zugekommen:
bei uns in der Region gibt es so gut wie keine BU/GU die überhaupt sowas anbieten. Die einzige Fa. mit der wir problemlos bauen könnten ist die bekannte aus Bad Fallingbostel. Wir haben dort auch schon einige Gespräche gehabt, aber so richtig überzeugt bin ich nicht. Klar gibt es viele Vorteile, aber eben auch Dinge die mich stören.
Jetzt haben wir uns noch mal auf die Rundreise quer durch die regionalen Anbieter begeben.
Tenor: wir bauen zu 70% Energieeinsparverordnung oder Kfw55 Standard. 1 Fa. hat sich so inkompetent im 1. Gespräch gezeigt und danach mit Null-Kundenpflege geglänzt, dass wir uns inzwischen gar nicht mehr vorstellen können, dass diese Fa überhaupt ein Haus mit einer funktionierenden Heizungsanlage hinstellen kann. 1 Fa ist inzwischen Insolvent. 1 weitere Fa. bietet Max kfw 55 an (auch nicht gegen Aufpreis). Eine weitere Fa. würde uns prinzipiell alles hinbauen, hält aber alles größer kfw 55 für Schwachsinn.
Kurzum: Unsere Idee stößt auf absolut keine Gegenliebe (außer in Bad Fallingbostel). Und jetzt kommen wir doch ein wenig ins grübeln, welcher Weg wohl der Richtige sein kann (aus oben genannten Gesichtspunkten).
Ich hoffe, dass ich jetzt nicht eine DIskussion lostrete die am Ende auf eine "Glaubensfrage" hinausläuft. Das Problem ist nur, dass man sich alle Szenarien scheinbar "schön rechnen" kann.
Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen, Meinungen und vielleicht auch Rechnungen zu dem Thema.
Grüße
Carina
Wir haben 2013 ein Kfw70 Haus gebaut: zu einer 14cm- Dämmung war bei unserer Gas-Heizung Solar nötig. Das Dach wurde mehr als Standard gedämmt. Unsere Kontrollierte-Wohnraumlüftung war nicht nötig, aber auch von uns gewollt. So schrabbten wir knapp an Kfw55 vorbei, was auf dem Papier aber egal ist.
Wir sind in diesem Mittelmaß zufrieden - Verbrauch und Technik, mit der wir unter einem Dach zusammen leben
Vielleicht könnt ihr so bauen, dass einige Sachen nachrüstbar sind? Dann seid Ihr Zukunftssicher....
In aller Kürze Grüsse
Wir sind in diesem Mittelmaß zufrieden - Verbrauch und Technik, mit der wir unter einem Dach zusammen leben
Vielleicht könnt ihr so bauen, dass einige Sachen nachrüstbar sind? Dann seid Ihr Zukunftssicher....
In aller Kürze Grüsse
CarinaJ schrieb:
Hallo zusammen,
ich muss jetzt doch noch mal ein paar doofe Fragen stellen. Wir wollten gerne eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung haben (aus Komfortgründen, ich bin Allergiker, schlechte Erfahrungen mit gut gedämmten Häusern und Berufstätigkeit etc.). Wir hatten uns logischerweise auf eine zentrale Kontrollierte-Wohnraumlüftung eingeschossen. Macht das überhaupt noch Sinn? Wenn man nach Energieeinsparverordnung bauen würde würde es nach meinem Verständnis auf ein entsprechend gedämmtes Haus mit einer Gas-Heizung hinauslaufen.
Unser Wunsch wäre schon eine Fußbodenheizung im ganzen Haus und die Kontrollierte-Wohnraumlüftung. Wie realisiert man dies?
Man sieht öfters mal Häuser die auch eine Solaranlage haben. Macht sowas denn Sinn oder ist es auch total unsinnig? Wahrscheinlich rechnet sich das auch nicht, weil der Stromverbrauch der Kontrollierte-Wohnraumlüftung nicht so hoch ist, dass sich die Solaranlage rechnet. Korrekt? Oder gibt es irgendeine Kombi (vll. mit Warmwasseraufbereitung) in der sich sowas lohnt?
Vielen Dank für die erhellenden Beiträge. Auch wenn dies für uns jetzt viel Umdenken und neues einlesen und einarbeiten bedeutet.
Grüße
CarinaEine Gasheizung mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung und Fußbodenheizung ist auch ohne Probleme realisierbar. Haben wir auch. Oder wie meinst du das?Ähnliche Themen