ᐅ Ein- oder Zweitarifzähler im Neubau
Erstellt am: 03.02.2017 08:26
Sinus1986 03.02.2017 08:26
Hallo zusammen,
in Kürze steht die Elektroinstallation an und klar ist, dass wir eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nehmen werden.
Vor Kurzem habe ich mich mal mit den verschiedenen Stromtarifen auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass es nur wenige Anbieter gibt, die Heizstrom und Hausstrom separat anbieten (teilweise sogar teurer wie bei normalen / einfachen Stromtarifen.
Ist das heute noch üblich / notwendig?
Muss man zwingend beim Betrieb einer Wärmepumpe auch einen zweiten Zähler nur für die Wärmepumpe einsetzen.
Gibt es ggf.. Anforderungen des lokal ansässigen Stromanbieters?
Mein Elektriker / Bauleiter meinte, dass zwei Zähler eingebaut werden müssten
3 Felder
- 1 Feld Hausstrom
- 2 Feld Wärmepumpe
- 3 Feld nicht belegt
Im Internet liest man, dass nur in ganz wenigen Fällen der Zweitarifzähler unter dem Strich Kosten einspart.
Bin gespannt auf eure Meinungen.
Danke.
Sinus
in Kürze steht die Elektroinstallation an und klar ist, dass wir eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nehmen werden.
Vor Kurzem habe ich mich mal mit den verschiedenen Stromtarifen auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass es nur wenige Anbieter gibt, die Heizstrom und Hausstrom separat anbieten (teilweise sogar teurer wie bei normalen / einfachen Stromtarifen.
Ist das heute noch üblich / notwendig?
Muss man zwingend beim Betrieb einer Wärmepumpe auch einen zweiten Zähler nur für die Wärmepumpe einsetzen.
Gibt es ggf.. Anforderungen des lokal ansässigen Stromanbieters?
Mein Elektriker / Bauleiter meinte, dass zwei Zähler eingebaut werden müssten
3 Felder
- 1 Feld Hausstrom
- 2 Feld Wärmepumpe
- 3 Feld nicht belegt
Im Internet liest man, dass nur in ganz wenigen Fällen der Zweitarifzähler unter dem Strich Kosten einspart.
Bin gespannt auf eure Meinungen.
Danke.
Sinus
toxicmolotof 03.02.2017 09:17
Zwei Zähler und ein Zweitarifzähler (HT/NT) ist nicht das gleiche!
Es ist letztlich ein Rechenexempel.
Wenn die Vergünstigung für Heizstrom geringer ist als der Zähler an Grundgebühr zusätzlich kostet, ist es lächerlich, einen zweiten Zähler zu nehmen.
Vorausgesetzt dein Stromlieferant (frei wählbar in DE) schließt Heizstrom in seinen Bedingungen nicht aus.
Noch schlechter wird es für den zweiten Zähler, wenn Photovoltaik mit EV aufs Dach kommt.
Ich Maße mir mal an zu behaupten, dass bis etwa 3000kWh Heizstrom sich der zweite Zähler fast nie lohnt.
Es ist letztlich ein Rechenexempel.
Wenn die Vergünstigung für Heizstrom geringer ist als der Zähler an Grundgebühr zusätzlich kostet, ist es lächerlich, einen zweiten Zähler zu nehmen.
Vorausgesetzt dein Stromlieferant (frei wählbar in DE) schließt Heizstrom in seinen Bedingungen nicht aus.
Noch schlechter wird es für den zweiten Zähler, wenn Photovoltaik mit EV aufs Dach kommt.
Ich Maße mir mal an zu behaupten, dass bis etwa 3000kWh Heizstrom sich der zweite Zähler fast nie lohnt.
Sinus1986 03.02.2017 09:25
Okay, d.h. dann müsste ich abklären, ob unserer Elektriker zwei "normale" Zähler oder einen Zweitarifzähler bzw. zwei Zweitarifzähler einbauen möchte?
Irgendwie verwirrend...
Irgendwie verwirrend...
Musketier 03.02.2017 10:18
Kleiner Tipp am Rande:
Wenn du dir nur einen Zähler einbaust, dann lasse noch einen Unterzähler für die Heizung mit einbauen, sofern die Heizung nicht selbst den benötigten Strom aufzeichnet.
Wir haben das vergessen und jetzt nachgerüstet, um endlich mal zu wissen, was unsere Heizung tatsächlich benötigt.
Wenn du dir nur einen Zähler einbaust, dann lasse noch einen Unterzähler für die Heizung mit einbauen, sofern die Heizung nicht selbst den benötigten Strom aufzeichnet.
Wir haben das vergessen und jetzt nachgerüstet, um endlich mal zu wissen, was unsere Heizung tatsächlich benötigt.
toxicmolotof 03.02.2017 14:50
Gibt es heutzutage überhaupt noch neu eingebaute HT/NT Zähler?
Zumindest hier in der Region ist mir das nicht bekannt. Die gab es früher bei den Nachtspeicheröfen.
Was der Elektriker möchte ist im Prinzip egal.
Du musst wissen was du willst, ob das seitens des NB erlaubt ist und ob dein favorisierter Lieferant das mitmacht.
Bei uns ist nach einem Jahr der zweite Zähler rausgeflogen.
Zumindest hier in der Region ist mir das nicht bekannt. Die gab es früher bei den Nachtspeicheröfen.
Was der Elektriker möchte ist im Prinzip egal.
Du musst wissen was du willst, ob das seitens des NB erlaubt ist und ob dein favorisierter Lieferant das mitmacht.
Bei uns ist nach einem Jahr der zweite Zähler rausgeflogen.
Alex85 03.02.2017 16:35
So manch einer könnte noch gedanklich in der Vergangenheit bei "Stromheizung" an Nachtspeicheröfen denken und dort hatten Zweitarifzähler ja durchaus ihre Berechtigung ... die gibts auch nach wie vor. Ich würde das Wort Stromheizung aus dem Vokabular entfernen, um keine Missverständnisse zu erzeugen.
Zweitarifzähler können absurderweise übrigens auch gerade in den ganz modernen Haushalten mit Batteriespeicher Sinn machen. Diese brauchen nämlich regelmäßig Ladung, um nicht noch schneller zu altern und ihre Kapazität halbwegs zu erhalten. Wenn die Ladung nicht von der Photovoltaikanlage kommt, also sobald es Winter wird, wird sie aus dem Netz bezogen. Es könnte Sinn machen, dies in die Nacht zu legen.
(Übrigens ein Aspekt, den natürlich kein Hersteller in seinen Werbeprospekten nennt. Ebenso wenig wie die Speicherverluste (10-20%) beim Einspeichern des Photovoltaik Stroms).
Ob zwei getrennte Zähler, einen für Haushaltsstrom und einen für die Wärmepumpe, wirtschaftlich ist, hängt letztlich von dem Angebot deines lokalen Stromlieferanten ab, ob er Vergünstigen Strom für Wärmepumpen liefert. Dann kannst du ausrechnen, ob der zusätzliche Zähler lohnt. Hier lohnt sich das jedenfalls nicht.
Zweitarifzähler können absurderweise übrigens auch gerade in den ganz modernen Haushalten mit Batteriespeicher Sinn machen. Diese brauchen nämlich regelmäßig Ladung, um nicht noch schneller zu altern und ihre Kapazität halbwegs zu erhalten. Wenn die Ladung nicht von der Photovoltaikanlage kommt, also sobald es Winter wird, wird sie aus dem Netz bezogen. Es könnte Sinn machen, dies in die Nacht zu legen.
(Übrigens ein Aspekt, den natürlich kein Hersteller in seinen Werbeprospekten nennt. Ebenso wenig wie die Speicherverluste (10-20%) beim Einspeichern des Photovoltaik Stroms).
Ob zwei getrennte Zähler, einen für Haushaltsstrom und einen für die Wärmepumpe, wirtschaftlich ist, hängt letztlich von dem Angebot deines lokalen Stromlieferanten ab, ob er Vergünstigen Strom für Wärmepumpen liefert. Dann kannst du ausrechnen, ob der zusätzliche Zähler lohnt. Hier lohnt sich das jedenfalls nicht.
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