Bodenplatte Dämmung gedämmt Wärmebrücken Keller

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Hier mal die Argumente, weswegen wir uns dafür entschieden hatten. Wohlgemerkt haben wir dabei NICHT darauf geachtet ob sich das jemals amortisiert, das war bei uns nicht das ausschlaggebende.

- wenn man die Bodenplatte mit in die thermische Hülle einpackt, sollten Wärmebrücken mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auftreten. Wir nutzen den Keller als Wohnraum und erhoffen uns einen Komfortgewinn durch eine angenehme gleichmäßige Fußbodentemperatur. Denn speziell im Randbereich zu den Außenbauteilen sind Kälteströme eliminiert. Bei der Wärmedämmung unserer Bodenplatte wurde die Dämmschicht etwas größer als die Bodenplatte ausgelegt und wir hoffen , dass dies eine Wärmebrücke am Zusammentreffen zwischen Bodenplatte und Außenmauern verhindert.

- Sollte es im Keller mal zu einem Wasserschaden kommen (garnicht mal so unwahrscheinlich, wenn ich mir die Entkalkungsanlage so ansehe, aber anderes Thema) , ist die Trocknung dann einfacher , wenn die Dämmung aussen liegt.

Mir sagt einfach mein Laienverständnis, dass wenn ich unter der Bodenplatte nicht dämme sondern nur innen, ich dann gewisse Bauteile einfach nicht gedämmt habe von unten.

Das einzige was uns ewig Gedanken gemacht hatte war, ob das bessere Styropor da unten diese hohen Gewichte überhaupt aushält und nicht irgendwann zusammengedrückt wird.

Mal sehen….
 
Aus Wärmebrücken Sicht ganz klar ja, unter der Bodenplatte Dämmen hat deutliche Vorteile. Du kommst hier weiterhin nie wieder dran, deswegen bin ich ein absoluter Befürworter für Dämmung drunter, lieber mehr als weniger.

Sorgen das sich das XPS komprimiert braucht man nicht haben. Es ist absoluter Standard unter der Bodenplatte zu dämmen, mir ist kein einziger Fall eines Problems bekannt.
 
Wohlgemerkt haben wir dabei NICHT darauf geachtet ob sich das jemals amortisiert, das war bei uns nicht das ausschlaggebende.
Das ist wohl die Krux an der Thematik. Amortisieren wird es sich nie wirklich und einen Unterschied wirst Du im Haus nicht fühlen.

Sagen wir es mal so: Das Bessere ist immer der Feind des Guten. Aber es muss auch finanziell immer abgewogen werden.
 
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Zum Thema amortisieren: Dämmung verringert nicht nur die Energiekosten, sondern steigert auch langfristig den Wert eines Hauses. Bei Dämmung unter der Bodenplatte gilt dieses umso mehr, da man nie wieder dran kommt und die Anforderungen an Dämmung immer größer wird.

Es ist immer leicht zu sagen, ich kann den und den Teil weglassen, ändert ja nichts an der Wohnqualität... aber im Ganzen betrachtet lebt es sich in einem gut gedämmten Haus deutlich angenehmer als in einem schlechter gedämmten Haus (richtige Haustechnik vorausgesetzt).
 
Also aktuell ist die Bodenplatte mit 10cm Dämmung unten drunter angeboten worden. Eben wurde mir mitgeteilt das ein entfall der Dämmung einen Mindestpreis von 2150€ inkl. Steuer bedeutet. Laut dem Hören sagen reicht mir 80 mm für KFW 55. Jetzt muss ich heute Nachmittag nur noch rausbekommen in wie weit sich der U-Wert der Bodenplatte durch den Entfall der Dämmung verschlechtert. Dann kann ich mir ja theoretisch errechnen wie die Auswirkungen auf die Heizkosten sind. Wie gesagt mir geht nur um den finanziellen nutzen. Die 100 mm bzw. 80 mm Styrodur dir entfallen müssen ja auch wieder mit Splitt oder was auch immer aufgefüllt und verdichtet werden. Kostet auch wieder aber halt keine 2150€.
 
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aber im Ganzen betrachtet lebt es sich in einem gut gedämmten Haus deutlich angenehmer als in einem schlechter gedämmten Haus
... wobei eine Dämmung auf der Bodenplatte nicht dazu führt, dass das Haus schlecht gedämmt ist. Und dem Zweitkäufer ist es auch egal, wie gedämmt oder für die KfW "Schönrechnerei" betrieben wurde. Ihm kommt es auf den realen Verbrauch an.
 
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