ᐅ Bodenseehaus von 1980 mit Schadstoffen, Hauskauf Fertighaus
Erstellt am: 02.01.21 00:10
C
ChristianK!
Hallo liebe Forumsteilnehmer,
meine Partnerin und ich sind schon länger auf der Suche nach einem passenden Grundstück um darauf bauen zu können oder mit einer bestehenden Immobilie darauf. Vor kurzem haben wir erfahren, dass bei uns in der Gemeinde ein Haus (Marke Bodenseehaus Bj 1980) verkauft wird auf einer Grundstücksgröße mit ~600qm. Das Haus ist unterkellert mit einer Einliegerwohnung im Dachgeschoss, die zur Zeit vermietet wird. Gesamtfläche des Hauses beträgt ungefähr 160qm. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorhanden mit ungefähr 5kw Leistung, Ölheizung im Keller.
Leider ist das große Problem, dass das Haus mit Schadstoff belastet ist (Formaldehyd in Spanplatten - Wände und Decken). Es wurde eine Schadstoffanalyse durchgeführt und die Werte übersteigen die erlaubten Werte ungefähr um das doppelte.
Unsere Idee wäre das Haus abzureisen, da wir der Meinung sind, dass die Sanierung des Hauses sehr teuer wäre, außerdem müsste noch Dach erneuert und die Ölheizung ausgetauscht werden. Ein neues Fertighaus würden wir dann auf dem vorhanden Keller bauen, da es aus unserer Sicht in einem guten Zustand und trocken ist.
Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen damit? Wir fragen uns, mit welchen Kosten wir ungefähr rechnen müssen das schadstoffbelastete Haus abzureisen und ein neues Fertighaus auf dem vorhandenen Keller zu bauen? Könnte es Probleme geben auf dem vorhanden Keller zu bauen? Wir rechnen mit grob 20T für den Abriss und ~250T für das Fertighaus, ist es aus euer Sicht realistisch?
Das 600qm Grundstück mit dem Schadstoffbelasteten Haus wird für 340T verkauft bei einem Bodenrichtwert von 350€/qm (210T€) in einer guten Lage, 30 km von Stuttgart entfernt.
Freuen uns auf eueren Input und Austausch 🙂
meine Partnerin und ich sind schon länger auf der Suche nach einem passenden Grundstück um darauf bauen zu können oder mit einer bestehenden Immobilie darauf. Vor kurzem haben wir erfahren, dass bei uns in der Gemeinde ein Haus (Marke Bodenseehaus Bj 1980) verkauft wird auf einer Grundstücksgröße mit ~600qm. Das Haus ist unterkellert mit einer Einliegerwohnung im Dachgeschoss, die zur Zeit vermietet wird. Gesamtfläche des Hauses beträgt ungefähr 160qm. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorhanden mit ungefähr 5kw Leistung, Ölheizung im Keller.
Leider ist das große Problem, dass das Haus mit Schadstoff belastet ist (Formaldehyd in Spanplatten - Wände und Decken). Es wurde eine Schadstoffanalyse durchgeführt und die Werte übersteigen die erlaubten Werte ungefähr um das doppelte.
Unsere Idee wäre das Haus abzureisen, da wir der Meinung sind, dass die Sanierung des Hauses sehr teuer wäre, außerdem müsste noch Dach erneuert und die Ölheizung ausgetauscht werden. Ein neues Fertighaus würden wir dann auf dem vorhanden Keller bauen, da es aus unserer Sicht in einem guten Zustand und trocken ist.
Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen damit? Wir fragen uns, mit welchen Kosten wir ungefähr rechnen müssen das schadstoffbelastete Haus abzureisen und ein neues Fertighaus auf dem vorhandenen Keller zu bauen? Könnte es Probleme geben auf dem vorhanden Keller zu bauen? Wir rechnen mit grob 20T für den Abriss und ~250T für das Fertighaus, ist es aus euer Sicht realistisch?
Das 600qm Grundstück mit dem Schadstoffbelasteten Haus wird für 340T verkauft bei einem Bodenrichtwert von 350€/qm (210T€) in einer guten Lage, 30 km von Stuttgart entfernt.
Freuen uns auf eueren Input und Austausch 🙂
W
WilderSueden02.01.21 17:31Vorteil bei Öl->Gas ist dass man mehr oder weniger nur den Brenner austauscht, aber an der Heizung selbst nichts zu ändern hat. Ich hatte das recherchiert als wir noch auf der Suche nach Bestandsimmobilien waren und so grob Zahlen von 10 000€ für den Gasbrenner und 5000€ für den Anschluss im Kopf. Entsorgung der alten Ölheizung und der Tanks kostet auch noch was, sollte also komplett mit weniger als 20 000€ hinkommen.
Und mit einem U-Wert/K-Wert von 0,29 ist das Haus nicht schlecht gedämmt. Das liegt praktisch auf einem Level mit dem Referenzgebäude nach Energieeinsparverordnung (0,28). Extreme Heizkosten musst du da sicherlich nicht befürchten.
Und mit einem U-Wert/K-Wert von 0,29 ist das Haus nicht schlecht gedämmt. Das liegt praktisch auf einem Level mit dem Referenzgebäude nach Energieeinsparverordnung (0,28). Extreme Heizkosten musst du da sicherlich nicht befürchten.
Die Preise sind viel zu hoch!
Besonders günstig wird es, wenn man die Mauer um den Öltank selber entfernt (300€ Container) und von MyHammer einen zwilichtigen Öltankdemonteuer anheuert (400€). Funktioniert die Heizung noch über Kleinanzeigen verkaufen (+200€).
Kann aber sein, dass es für eine offizielle Umrüstung von Öl auf was modernes extra Förderung gibt. Also vorher mit dem Installateur reden.
WilderSueden schrieb:Nicht mal die Hälfte für eine neue Gasbrennwerttherme ist realistischer.
Zahlen von 10 000€ für den Gasbrenner
Besonders günstig wird es, wenn man die Mauer um den Öltank selber entfernt (300€ Container) und von MyHammer einen zwilichtigen Öltankdemonteuer anheuert (400€). Funktioniert die Heizung noch über Kleinanzeigen verkaufen (+200€).
Kann aber sein, dass es für eine offizielle Umrüstung von Öl auf was modernes extra Förderung gibt. Also vorher mit dem Installateur reden.
N
nordanney02.01.21 18:55ChristianK! schrieb:
Warum wäre hier die Eigenbedarfskündigung nicht drin? Wir könnten doch einfach zuerst wegen Eigenbedarf kündigen und später, falls wir uns dazu entscheiden abzureisen, dann auch das Haus abreisen? Man könnte doch dem Mieter auch ordentlich kündigen? Der Mieter wohnt in der Anliegerwohnung seit 12 Jahren, laut Gesetz könnte man mit einer Frist von 9 Monaten kündigen, oder übersehe ich hier was wichtiges?Ordentliche Kündigung = Eigenbedarfskündigung. Weitere Gründe nur Vertragsverletzung oder Wirtschaftliche Gründe. Eigenbedarf nur dann, wenn Ihr tatsächlich einzieht. Ansonsten Schadenersatz!
Wirtschaftliche Gründe sind z.B. eine Kernsanierung oder Abriss.
Ansonsten noch außerordentliche Kündigung möglich, wenn Vermieter und Mieter im selben Haus wohnen - kein Grund nötig!!! Dann aber drei zusätzliche Monate Kündigungsfrist.
Mir erscheint zweckmäßig, angemessen und sinnvoll, die Außenseite der Wände unverändert zu lassen; in Sanierungsbeschreibungen las ich vom Mitentsorgen der Dämmschicht. In der Außenluft dürfte sich eine Ausgasung nicht bedenklich anreichern können (und auch kaum noch mehr Formaldehyd enthalten sein als in aktuellen Platten). Wie gesichert ist eigentlich, daß die innen gemessene Konzentration aus den Platten stammt ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
ChristianK! schrieb:Na siehste, sachichdoch. Auch wenn es methodisch nicht ganz dasselbe ist, meint der k-Wert etwas vergleichbares dem heutigen U-Wert, und 0,29 ist nicht schlecht (etwa gleich den Porenziegeln immerhin ungefähr doppelter Wandstärke, damals wurde gerade 36,5 cm - noch ungefüllt - "modern").
Ich habe mal ein Bild von der Innen- und Außenwand angehängt,
https://www.instagram.com/11antgmxde/
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nordanney schrieb:
Vermieter und Mieter im selben Haus wohnen - kein Grund nötigIch bin kein Anwalt, habe aber wegen Eigenbedarf schon paar Erfahrungen damit. Eigenbedarf an einer 2 Wohneinheiten ist schwer durchzusetzen, das geht nur wenn sie im Einfamilienhaus den Eingang teilen müsst. Und nicht Ja dem Weg gehen könnt
N
nordanney02.01.21 19:53tomtom79 schrieb:
Eigenbedarf an einer 2 Wohneinheiten ist schwer durchzusetzen,Bei der Einliegerwohnung kündigst Du nicht auf Eigenbedarf, wenn Du als Vermieter mit drin wohnst. Da brauchst Du keinen Grund!Also einziehen und mit 12 Monaten Frist außerordentlich kündigen.
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