Hallo!
Ich schreibe zum ersten Mal im Forum und stelle euch kurz vor, was wir planen/ bauen:
- Bungalow in Massivbauweise, 140 qm, ohne Keller, Bauträger, Bauplatz in Niedersachsen, Vertrag bereits unterzeichnet und bereits mit Architekt der Baufirma geplant.
Aktuell sind wir in der Vorbereitung für den Bauantrag und haben das Bodengutachten vorliegen. Wir brauchen demnach WU Beton und unser Bauträger rechnet mit ca. 130 Euro Kosten pro qm Außenmaße des Hauses, der Endpreis kann erst nach der Statik bei Bemusterung errechnet werden.
Meine Fragen: gibt es eine Alternative zum WU? Ist dies das gleiche wie weiße Wanne?
Ich dachte bisher, da wir ohne Keller bauen, ist dies nicht nötig? Ist die Schätzung der Kosten realistisch oder womit rechnet ihr? Da wir KFW40 bauen muss auch gedämmt werden, welche Mehrkosten entstehen ca.?

Danke für eure Hilfe!
Ich schreibe zum ersten Mal im Forum und stelle euch kurz vor, was wir planen/ bauen:
- Bungalow in Massivbauweise, 140 qm, ohne Keller, Bauträger, Bauplatz in Niedersachsen, Vertrag bereits unterzeichnet und bereits mit Architekt der Baufirma geplant.
Aktuell sind wir in der Vorbereitung für den Bauantrag und haben das Bodengutachten vorliegen. Wir brauchen demnach WU Beton und unser Bauträger rechnet mit ca. 130 Euro Kosten pro qm Außenmaße des Hauses, der Endpreis kann erst nach der Statik bei Bemusterung errechnet werden.
Meine Fragen: gibt es eine Alternative zum WU? Ist dies das gleiche wie weiße Wanne?
Ich dachte bisher, da wir ohne Keller bauen, ist dies nicht nötig? Ist die Schätzung der Kosten realistisch oder womit rechnet ihr? Da wir KFW40 bauen muss auch gedämmt werden, welche Mehrkosten entstehen ca.?
Danke für eure Hilfe!
E
EinmalimLeben08.09.22 13:41Ja, brutto oder netto steht nicht dabei. Wir haben um einen Telefontermin gebeten, damit wir das klären können.
Wir besitzen das Grundstück und haben einen Vertrag mit dem Bauunternehmen gemacht, also letzteres.
Richtig, uns war mehr oder weniger bewusst, dass der Boden bei uns nicht optimal ist, wir hatten vorher hierüber mit einem anderen Bodengutachter gesprochen. Dennoch haben wir das Bodengutachten nach Vertragsunterzeichnung gemacht und einen Puffer in die Finanzierung gebaut. Anders wäre besser gewesen...
Wir besitzen das Grundstück und haben einen Vertrag mit dem Bauunternehmen gemacht, also letzteres.
Richtig, uns war mehr oder weniger bewusst, dass der Boden bei uns nicht optimal ist, wir hatten vorher hierüber mit einem anderen Bodengutachter gesprochen. Dennoch haben wir das Bodengutachten nach Vertragsunterzeichnung gemacht und einen Puffer in die Finanzierung gebaut. Anders wäre besser gewesen...
K
k-man202108.09.22 14:50Wenn ich das richtig im Kopf habe, kann bei W2.1-E die Abdichtung nach DIN auch mit Bitumen- und Polymerbitumenbahnen, Kunststoff- und Elastomerbahnen erfolgen. Ob man das will oder der GU das macht, ist eine andere Frage. Wir haben WU gewählt, dann ist Ruhe. Zum Preis kann ich nichts sagen.
Moin,
also bei nicht unterkellerten Einfamilienhaus ist meiner Meinung nach nur eine Abdichtung gegen drückendes Wasser notwendig, wenn die Bodenplatte an allen 4 Ecken im lehmigen Boden versenkt wird oder im Überschwemmungsgebiet liegt.
Außerdem baut ihr nach den Angaben oben mit Streifenfundamenten/Frostschürzen. Das bedeutet, dass unter die Bodenplatte kein Wasser kommen kann. Es geht hier ja nur um Niederschlagswasser/Hangwasser/Schichtenwasser und kein von unten aufsteigendes Grundwasser.
Wenn Ihr eine Ringdrainage setzt wird das Wasser vorher gefangen und kann nicht an die erdberührenden Bauteile gelangen. Somit reicht eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte (W1.2-E).
Wenn eine Drainage nicht zulässig ist, was leider oft der Fall ist, dann wird einfach ein umlaufender Kiesstreifen gesetzt.
Es geht eigentlich nur darum, dass ein Abstand von 50 cm zwischen dem Bemessungswasserstand (der hier tiefster Punkt der Geländeoberkante am Haus ist) und der untersten Abdichtungsebene (bei Bodenfeuchte liegt die auf der Bodenplatte). Der Bemessungswasserstand ist wie oben beschrieben durch geotechnische Maßnahmen zu reduzieren (Drainage/Bodenaustausch).
Die Abdichtung von Bodenplatten gegen drückendes Wasser ist leider in einigen Ingenieurbüros Standard und verursacht den Bauherren erhebliche Mehrkosten, obwohl es meistens keinen Anlass dafür gibt.
Gruß
also bei nicht unterkellerten Einfamilienhaus ist meiner Meinung nach nur eine Abdichtung gegen drückendes Wasser notwendig, wenn die Bodenplatte an allen 4 Ecken im lehmigen Boden versenkt wird oder im Überschwemmungsgebiet liegt.
Außerdem baut ihr nach den Angaben oben mit Streifenfundamenten/Frostschürzen. Das bedeutet, dass unter die Bodenplatte kein Wasser kommen kann. Es geht hier ja nur um Niederschlagswasser/Hangwasser/Schichtenwasser und kein von unten aufsteigendes Grundwasser.
Wenn Ihr eine Ringdrainage setzt wird das Wasser vorher gefangen und kann nicht an die erdberührenden Bauteile gelangen. Somit reicht eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte (W1.2-E).
Wenn eine Drainage nicht zulässig ist, was leider oft der Fall ist, dann wird einfach ein umlaufender Kiesstreifen gesetzt.
Es geht eigentlich nur darum, dass ein Abstand von 50 cm zwischen dem Bemessungswasserstand (der hier tiefster Punkt der Geländeoberkante am Haus ist) und der untersten Abdichtungsebene (bei Bodenfeuchte liegt die auf der Bodenplatte). Der Bemessungswasserstand ist wie oben beschrieben durch geotechnische Maßnahmen zu reduzieren (Drainage/Bodenaustausch).
Die Abdichtung von Bodenplatten gegen drückendes Wasser ist leider in einigen Ingenieurbüros Standard und verursacht den Bauherren erhebliche Mehrkosten, obwohl es meistens keinen Anlass dafür gibt.
Gruß
E
EinmalimLeben08.09.22 18:54Sind die 135 eur wirklich nur der AUFPREIS bei der Bodenplatte? Oder der Gesamtpreis?
X
xMisterDx08.09.22 21:09Die Frage beim Handwerker nach Brutto oder Netto kann man sich sparen, Handwerker/Unternehmen rechnen grundsätzlich mit Nettopreisen, Brutto interessiert die nicht, denn die MwSt wird 1 zu 1 durchgeschoben.
Ich finde die Preise nicht völlig fern der Realität. Für eine 4cm stärkere Bodenplatte haben wir 11,50 EUR/m² bezahlt. Bei 25cm wären das also rund 70 EUR gewesen. Im Osten wohlgemerkt, nicht Niedersachsen und mit Festpreis Ende 2021...
Da kann man alleine wegen Standort und aktueller Preisentwicklung locker 30, 40% draufpacken. Und alleine mit WU-Beton ist es ja nicht getan, da muss noch ausgehoben werden, usw.
Tut beim Bungalow natürlich doppelt weh, weil die gesamte Wohnfläche auf dem Fundament steht... bei uns waren es zum Glück "nur" 97m²...
Ich finde die Preise nicht völlig fern der Realität. Für eine 4cm stärkere Bodenplatte haben wir 11,50 EUR/m² bezahlt. Bei 25cm wären das also rund 70 EUR gewesen. Im Osten wohlgemerkt, nicht Niedersachsen und mit Festpreis Ende 2021...
Da kann man alleine wegen Standort und aktueller Preisentwicklung locker 30, 40% draufpacken. Und alleine mit WU-Beton ist es ja nicht getan, da muss noch ausgehoben werden, usw.
Tut beim Bungalow natürlich doppelt weh, weil die gesamte Wohnfläche auf dem Fundament steht... bei uns waren es zum Glück "nur" 97m²...
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