Die Berliner Mieter feiern die Entscheidung, dass die Mieten für 5 Jahre gedeckelt werden sollen. Die Vermieter bereiten schon die ersten Klagen vor.
Ist das nun eine Notbremse und hilft den Mietern, ihre Wohnungen zu behalten oder schreckt es potenzielle Wohnugsbauer eher ab und es werden keine Investitionen mehr getätigt und die Wohnungsnot verschärft sich?
Im Radio hört man meist nur die anklagenden Mieter, die Ihre Vermieter als Haie verunglimpfen und beschimpfen. Das die Baukosten und nötigen Investitionen sich in den letzten Jahren vervielfacht haben, sagt da keiner. Müssten diese Mieter die Wohnungen bauen, renovieren und von ihrem Geld bezahlen, wo läge die Miete dann?
Im Mietspiegel teste ich für Berlin ein Beispiel und lande bei 7 bis 8,50€. Da liegen wir in Leipzig schon höher. In Dresden hatten wir mal überlegt, Wohnungen zu bauen. Aber die Mieten von um die 8 Eus würden die Kosten nicht mal in 20 Jahren decken.
Noch vor ein paar Jahren haben wir gigantische Neubaublöcke abgerissen wegen Leerstand. Jetzt fehlen die billigen Wohnungen. Ist das alles nur ein unglückliches Zusammentreffen von Geburtenwachstum und Zinspolitik? Haltet Ihr die Berliner Entscheidung für richtig?
Ist das nun eine Notbremse und hilft den Mietern, ihre Wohnungen zu behalten oder schreckt es potenzielle Wohnugsbauer eher ab und es werden keine Investitionen mehr getätigt und die Wohnungsnot verschärft sich?
Im Radio hört man meist nur die anklagenden Mieter, die Ihre Vermieter als Haie verunglimpfen und beschimpfen. Das die Baukosten und nötigen Investitionen sich in den letzten Jahren vervielfacht haben, sagt da keiner. Müssten diese Mieter die Wohnungen bauen, renovieren und von ihrem Geld bezahlen, wo läge die Miete dann?
Im Mietspiegel teste ich für Berlin ein Beispiel und lande bei 7 bis 8,50€. Da liegen wir in Leipzig schon höher. In Dresden hatten wir mal überlegt, Wohnungen zu bauen. Aber die Mieten von um die 8 Eus würden die Kosten nicht mal in 20 Jahren decken.
Noch vor ein paar Jahren haben wir gigantische Neubaublöcke abgerissen wegen Leerstand. Jetzt fehlen die billigen Wohnungen. Ist das alles nur ein unglückliches Zusammentreffen von Geburtenwachstum und Zinspolitik? Haltet Ihr die Berliner Entscheidung für richtig?
pffreestyler schrieb:
120 Wohnungen potenzielle in einer Stadt mit mehr als 3,6 Millionen Einwohnern.
Dir sollte klar sein, dass das nicht mehr als ein heißer Tropfen auf den Stein ist
Ehrlich gesagt nicht. Das sind ja nur die bis 400 Eus für Singles. Wenn die Not so groß wäre, müsste da doch 0 stehen? Oder denkst Du, die Wohnungen sind übermorgen alle vermietet? Das glaub ich nicht. Die sind nicht gefragt weil zu häßlich oder schlechte Lage. Bei 800 Eus ab 70m² sind es 279 Wohnungen. Kannste vermutlich überall morgen einziehen. kahoe, das Amt zahlt aber nur bis 404 Euro kalt, ggf. 444 Euro. Und fast alle dieser Wohnungen sind nur mit Bezugsschein erhältlich. Und wenn du angenommene 100.000 Wohnungen in dieser Größe und Preisklasse in Berlin haben solltest und die bei einem Mieterwechsel alle 10 Jahren auch jeweils nur 4 Tage inseriert stehen sollten wären das bereits 120 Anzeigen. Und das ist eine optimistische Rechnung! Wie sähe bei dir dann eine Wohnungsknappheit aus? Nur zwei Tage Inserat? Oder doch erst ab 12 Stunden?
Scout schrieb:
Und fast alle dieser Wohnungen sind nur mit Bezugsschein erhältlich. Versteh ich jetzt gerade nicht. Du meinst, die Wohnungen, die hier bei immo beworben werden, kann man nur mit Bezugsschein haben? (Sorry, wenn ich mich damit nicht auskenne - was ist ein Bezugsschein?)Scout schrieb:
Wie sähe bei dir dann eine Wohnungsknappheit aus? Nur zwei Tage Inserat? Oder doch erst ab 12 Stunden?Wenn Wohnungen wirklich knapp sind, gibt es kein Inserat - so einfach ist das. Ich bin in der DDR groß geworden und weiß, was "knapp", "unterm Ladentisch" und "MundzuMund-Propaganda" heißt.Ich sage ja auch nicht, dass Wohnungen nicht knapp sind, ich sage, die Wohnungen, die Menschen wollen, sind knapp. Das sind aber nicht die, wofür man (vermutlich) einen Bezugsschein erhält. Und da liegt das Dilemma. Die kann ma nicht für 8 Euro bauen oder unterhalten.
Bezugsschein=Wohnberechtigungsschein
Damit darfst du in eine preisgebundene Wohnung, ugs. auch als "Sozialwohnung" bekannt einziehen (falls eine frei sollte.). Fast alle deine Treffer sind somit preisgebundene Wohnungen, öffentlich gefördert und nur einem geschlossenen Personenkreis zugänglich. Vermutlich werden diese von den öffentlichen Wohnungsbauunternehmen standardmäßig per Annonce ausgeschrieben werden müssen damit keine "Mauschelei-Vorwürfe" gemacht werden können. Ohne diese würde das Angebot in dem Segment also echt mau ausschauen!
Das nutzt dem kleinen Handwerker oder der Verkäuferin mit 1400 netto also nicht wirklich was....
Damit darfst du in eine preisgebundene Wohnung, ugs. auch als "Sozialwohnung" bekannt einziehen (falls eine frei sollte.). Fast alle deine Treffer sind somit preisgebundene Wohnungen, öffentlich gefördert und nur einem geschlossenen Personenkreis zugänglich. Vermutlich werden diese von den öffentlichen Wohnungsbauunternehmen standardmäßig per Annonce ausgeschrieben werden müssen damit keine "Mauschelei-Vorwürfe" gemacht werden können. Ohne diese würde das Angebot in dem Segment also echt mau ausschauen!
Das nutzt dem kleinen Handwerker oder der Verkäuferin mit 1400 netto also nicht wirklich was....
Scout schrieb:
Fast alle deine Treffer sind somit preisgebundene Wohnungen, Wieso das denn? Steht doch nirgends, dass die einen Bezugsschein brauchen. Ich les da nichts.Ähnliche Themen