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ᐅ Bauträger lässt sich Umplanung teuer bezahlen - gerechtfertigt?


Erstellt am: 18.06.14 17:07

vosa_haus18.06.14 17:07
Hallo,
ich befinde mich noch in Verhandlung und habe schon die erste Diskussion:
Der Haustechnikraum in Keller musste aus bautechnischen Gründen verlegt werden, nun würde ich im OG gerne das Bad Verlegen lassen um eine etwas andere Raumaufteilung analog zu dem benachbarten Doppelhaus zu erhalten.
Meiner Meinung nach müsste sich der Bauträger doch darüber freuen dass die Leitungen kürzer ausfallen, statt dessen soll der Spass mich aber 5000,- Euro kosten! Ist das Abzocke oder ist das für den Bauträger wirklich so viel Aufwand?

Detaillierter 2D-Grundriss eines Gartengeschosses mit Kellern, Fluren und Treppen


Zweigeteilter Obergeschoss-Grundriss mit Treppenhaus, Schlafzimmern und Bad
emer18.06.14 18:51
Bist du noch in den Verhandlungen oder haste schon was unterschrieben?

Ist schon unterschrieben, hast du damit jegliche Verhandlungspositionen verloren...
ypg18.06.14 18:55
Der BT hat dieses Haus in der Schublade, mit Statik und allen Preisen (von seinen Handwerkern)
Macht ihm also keine Arbeit mehr.
Die Handwerker haben dieses Haus wahrscheinlich schon zig Mal gebaut und können blind - jede Änderung macht Mühe.
Wenn ein BT sich für den Mehraufwand bezahlen lässt, ist das sein Ding.
Entweder Du nimmst das an oder nicht.
Leider kannst Du den BT bei diesem Bauvorhaben nicht wechseln, er baut Dir wohl auf seinem Grundstück sein Haus, welches Du kaufst, mit vorab vertraglich geregelten Änderungen.
Das heisst jetzt, wenn Ihr in den sauren Apfel beisst: vorab der Vertragsunterschrift alle durch Euch möglichen Änderungen (Steckdosen, Sanitär, Materialien, Fenster, etc) erfragen, damit Ihr nicht noch weiter vor unliebsamen Preiserhöhungen überrascht werdet.

Merkwürdig finde ich allerdings, dass eine Doppelhaushälfte von vornherein anders gebaut wird als sein Pendant.
vosahaus18.06.14 21:49
Ich stecke ja noch in Verhandlung und habe das Haus bis zu einem Notartermin vorerst reserviert. Die entscheidende Frage ist also: kann ich so argumentieren, dass die neue Planung die handwerklich einfachere ist und eher günstiger sein müsste als die alte Planung und somit keine zusätzlichen 5000,- kosten dürfte!? Gezeichnet ist es doch auch schon!
emer19.06.14 09:20
ypg hat das nicht unrecht. Solche Änderungen müssen auch statisch wohl nochmal geprüft werden.

Bei den Handwerken kann nicht so mit gehen. Denn ihr Schema F können sie dennoch anwenden, weil es von nebenan nicht abweicht.

Dennoch kalkulieren Bauträger mit solchen Objekten hart und da kosten Änderungen nun mal überproportional viel.
Bauexperte19.06.14 11:47
Hallo,
vosahaus schrieb:
Ich stecke ja noch in Verhandlung und habe das Haus bis zu einem Notartermin vorerst reserviert. Die entscheidende Frage ist also: kann ich so argumentieren, dass die neue Planung die handwerklich einfachere ist und eher günstiger sein müsste als die alte Planung und somit keine zusätzlichen 5000,- kosten dürfte!? Gezeichnet ist es doch auch schon!
"Verhandeln" kannst Du viel, ob es nutzt, ist mehr als fraglich. Willst Du nicht, ist ein anderer am Zug - das Grundstück kommt auch vom Anbieter?

Es liest sich - für mich - als ob Du Dir einen sehr günstigen (um es vorsichtig zu formulieren) Anbieter ausgesucht hast. Damit ist es logisch, daß er versucht, auf diese Art und Weise seine Marge zu korrigieren; insbesondere deshalb, da er wohl für die Änderungen Leistungen zukaufen muß (er kann nicht einfach die Statik des Nachbarhauses auf Deine Doppelhaushälfte übertragen).

Bedeutet für Dich: "friss oder stirb" 😎

Grüße, Bauexperte
bauträgerverhandlungstatikgrundstückdoppelhaushälfte