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ᐅ Baufinanzierung mit geringer Startrate


Erstellt am: 14.11.2016 16:17

Luna200 14.11.2016 16:17
Hallo liebe Forengemeinde!

Wir befinden uns in den letzten Zügen unserer Hausplanung und ich bin auf der Suche nach Meinungen, was die Zinsbindungsfrist angeht. Wir haben bei der Interhyp einige (in meinen Augen) attraktive Angebote bekommen, ein Termin bei der Hausbank (Sparkasse) steht noch an.

Kurz zu unserem Bauvorhaben:
Wir bringen derzeit mit: Grundstück (65k) + Eigenkapital (50k), davon wollen wir Baunebenkosten und Materialkosten für die Eigenleistungen bezahlen
Finanzierungsbedarf für ein Einfamilienhaus (140qm + Keller): 310.000 Euro

Zu unserer Situation:
Mein Mann (31) verdient derzeit ohne Zuschläge etwa 1900 netto, ich (24) bin aktuell im Mutterschutz und werde 2018 nach einem Jahr Elternzeit mit 30h/Woche etwa 1400 netto verdienen. Nach dem aktuellen Planungsstand wird auch ungefähr zu diesem Zeitpunkt die Ratenzahlung einsetzen, wenn die bereitsstellungszinsfreie Zeit abgelaufen ist. Wir sind vor kurzem zu meinen Eltern gezogen und wohnen dort mietfrei, bis das Haus fertig ist.

Auf die gesamte Laufzeit des Kredits gesehen stehen wir also gerade an dem Punkt, wo es finanziell am schlechtesten aussieht. Deswegen haben wir uns entschieden, eine niedrige Startrate von etwa 900 Euro anzusetzen, die wir trotz Elterngeldbezug/Teilzeit/evtl. zweitem Kind gut stemmen können. Da die Aufstiegschancen meines Mannes sehr gut aussehen, wird sich das wohl auf lange Sicht noch ändern - wir können nur aktuell nicht damit rechnen.

Es war uns deswegen wichtig, ein Kreditangebot mit niedriger Grundrate zu finden, die wir später, wenn es besser aussieht, mit Sondertilgungen oder gar Tilgungswechsel aufstocken können. Dafür nehmen wir vorerst also eine hohe Restschuld und lange Laufzeiten in Kauf. Die Interhyp hat uns einige Angebote gemacht, von denen ich drei sehr spannend finde.

Darlehensbetrag bei allen: 310.000 Euro

Finanzierungsangebot 1: Sparda Nürnberg
Sollzinsbindung: 15 Jahre
Sollzinssatz: 1,07%
Effektiver Jahreszins: 1,09%
Tilgungssatz: 2,41%
monatliche Rate: 899 Euro
Sondertilgung: bis zu 5% (15.500 Euro) einmal jährlich
Tilgungswechsel: zweimal möglich zwischen 2% und 5%
Restschuld: 197.000 Euro

Finanzierungsangebot 2: PSD Nürnberg
Sollzinsbindung: 20 Jahre
Sollzinssatz: 1,55%
Effektiver Jahreszins: 1,58%
Tilgungssatz: 2,00%
monatliche Rate: 917,08 Euro
Sondertilgung: bis zu 5% (15.500 Euro) einmal jährlich
Tilgungswechsel: zweimal möglich zwischen 2% und 5%
Restschuld: 173.000 Euro

Finanzierungsangebot 3: AXA
Sollzinsbindung: 20 Jahre
Sollzinssatz: 1,60%
Effektiver Jahreszins: 1,61%
Tilgungssatz: 1,88%
monatliche Rate: 899 Euro
Sondertilgung: bis zu 5% (15.500 Euro) einmal jährlich
Tilgungswechsel: einmal jährlich möglich zwischen 1% und 5%
Restschuld: 180.000 Euro


So, nun bitte ich einfach mal um eure Meinung und Einschätzung. Jedes der Angebote hat so seinen Reiz - bei 15 Jahren locken die günstigen Zinsen, andererseits finde ich 20 Jahre Zinsbindung auch sehr beruhigend. Und die AXA würde dort bei leicht höheren Zinsen die größte Flexibilität bieten.

Vielen Dank schon einmal!

Knallkörper 14.11.2016 21:38
Ich würde definitiv zum Sparda Angebot greifen. Der Zinssatz ist super. Im Vergleich zum AXA Angebot ist die Restschuld gerade mal 10% höher - aber 5 Jahre früher. Anders gesagt, du stehst bei der AXA vor fast denselben potenziellen "Problemen" nach Ablauf der Zinsbindung wie bei der Sparda Variante - nur 5 Jahre später.

Ich würde mir eher die üblichen anderen Sorgen machen: Ist die Rate nicht zu hoch für euer Einkommen? Habt ihr bei der Kalkulation alles berücksichtigt und Reserven eingeplant?

jtm80 15.11.2016 07:40
Die Rate liegt grundsätzlich noch im tragbaren Bereich (unter 1/3 des Nettos). Ob sie für euch persönlich tragbar ist, müsst ihr wissen - für eine Weile Haushaltsbuch führen.

Letztlich war das aber ja gar nicht deine Frage, sondern vielmehr welches Kreditangebot hier den meisten Zuspruch erfährt.

Ich persönlich(!) würde das AXA-Angebot nehmen. Lange Zinsbindung, guter Zins und sehr hohe Flexibilität durch das jährliche Tilgungssatzänderungsrecht. Ob nämlich die zweimalige Option bei den anderen Angeboten für euch persönlich reicht, weiss schlicht keiner (ungeplanter Nachwuchs, Krankheit, ...).

roadrun87 15.11.2016 08:32
Mir wäre die Resttschuld und das damit verbundene Risiko in allen 3 Fällen zu hoch.

HilfeHilfe 15.11.2016 09:54
Flexibilität bezahlt man in Form von Zins. sieht man bei der axa. ihr solltet euch Gedanken machen wann die Familienplanung abgeschlossen ist und du wieder arbeitest und somit dann auch die rate erhöhst.

In der Realität sieht es meist anders aus, man gewöhnt sich an die rate , will alles über die Sondertilgung regeln und am ende des Tages wird weder und ab und an Sondertilgung geleistet und die rate gleich gehalten.

deswegen auch lieber ein 20jähriges Angebot annehmen

Knallkörper 15.11.2016 10:19
HilfeHilfe schrieb:
deswegen auch lieber ein 20jähriges Angebot annehmen

Dann hat sie 180.000 € Restschuld statt 197.000. €. Das ist kaum ein Unterschied im Risiko, nur hat sie im zweiten Fall schon 5 Jahre länger gezahlt (54.000 €).

Wenn ihr mit steigenden Einkommen rechnet, würde ich 15 Jahre nehmen. Wenn ihr mit sinkenden realen Einkommen rechnet, würde ich nicht bauen.
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