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ᐅ Ausführungsdetails Zwischenraum Ringanker Holz-Flachdach


Erstellt am: 23.11.25 20:21

T
tenspoplin5s
23.11.25 20:21
Hi,

habe den Tipp bekommen, dass mir hier in dem Forum ggf. besser geholfen werden kann.

wir lassen unser Dach durch eine Zimmerei fertigen. Warmdach mit 25mm OSB4 als Schalung, darauf Dampfsperre (zugelassene Bitumenbahn sd>100m), darauf 140mm Aluminium-kaschiertes PIR, darauf 1,5mm EPDM, darauf Gründach.

Mauerwerk ist 425mm Porenbeton, rundum Ringanker mit außen 100mm XPS und innen 325mm Stahlbeton.

Der Ringanker ist umlaufend waagerecht, also ohne Gefälle. Das Dach wird durch die Sparren in 2% Gefälle über 16m gebracht. Durch die Tiefe des Hauses von knapp 16m, ergeben sich zwischen Ringanker und Dachschalung trapezförmige Zwischenräume, die irgendwie ausgefüllt werden müssen. Hier guckt man praktisch von außen direkt in die Räume. Hier mal in der seitlichen Ansicht als Ausgangssituation:


Architektonische Fassadenzeichnung mit Fenstern, Türen und Maßangaben.


Und hier die Detailansicht für die Ausführung:


Querschnitt eines Wand- und Dachaufbaus mit Dämmung, Dampfsperre, OSB und Fundament.


Die Zimmerei möchte diese Zwischenräume mit Holzrahmenbau auffüllen und davor eine 60mm Holz-Weichfaserplatte mit Putzträger anbringen. Darauf kommt dann von außen eine belüftete Holzfassade und an manchen Stellen Putz.


Schnitt durch Wandaufbau mit Dämmung, Holzfaserplatten und Betonfundament


Frontal:


Querschnitt durch Baukonstruktion mit Porenbetonwand, Ringanker und Daemmung


Da kamen nun Diskussionen auf, dass man nun die ganzen kleinen "Fachwerke" ausdämmen müsste, da die 60mm Holzfaserplatte natürlich keinen ausreichenden Dämmwert hätte.
Da es dutzende kleine Fachwerke sind, wäre das eine elendige Arbeit und das Ausstopfen mit Steinwolle oder Einblasen von Dämmung oder Ausschäumen mit PU Schaum wäre alles irgendwie müßig und ggf. unsauber und man würde im schlimmsten Fall nicht gleichmäßig dämmen und Lücken erzeugen.

Daher habe ich mir folgendes überlegt. Statt der 60mm Holzfaserdämmung eine 25mm OSB4 Platte als Schalung zu nutzen und eine 140mm XPS Dämmung anzubringen. Damit wäre die gesamte Holzkonstruktion auf der warmen Seite, analog zum Dachaufbau.


Querschnitt durch Wandaufbau mit Dämmung, Dampfbremsen, OSB und XPS



Schnitt durch Wandaufbau mit Dämmung, OSB, Pfetten, Ringanker und Porenbeton


Wenn die Dämmung sauber ausgeführt wird (keine Luftströmung von außen nach innen, Stöße und Lücken ausschäumen), gehe ich davon aus, dass es dann zu keiner Tauwasserbildung im Bereich des Holzes kommen kann, da sich der Taupunkt auch unter extremen Bedingungen (innen 20°C, außen -10°C) immer im Bereich der Dämmung befindet. Am Ende ist es ja dieselbe Situation wie auf dem Dach, nur, dass die Dampfsperre hier fehlt und implizit durch das XPS übernommen wird.

Kritische Punkte sehe ich in den rot markierten Bereichen.

Hier ist die Dämmung des Ringankers nur 100mm stark, der Stahlbeton ist hier also kühler, ggf. im Taupunkt-Bereich in extremen Situationen.
An Stellen wo Balkenköpfe (zB durch Dachüberstand) nach außen ragen, ist die Dämmung unterbrochen. Die Balken werden innen kälter sein als die Dämmung selbst. Tauwasser-Bildung?

Könnt ihr mir bitte eine Einschätzung geben, ob mein Ansatz funktionieren kann und wo ihr Risiken seht?

Eine Alternative wäre natürlich auch, statt 60mm Holzfaserdämmplatte auf 140mm oder so zu gehen. Hier wären diese Zwischenräume dann etwas schlechter wärmegedämmt, aber diffusionsoffen, sodass entstehende Feuchtigkeit ggf. auch wieder nach außen abtrocknen kann.
T
tenspoplin5s
23.11.25 20:33
Alternative: könnte man anstelle der 140mm XPS auch eine WLS 036 Holzfaserdämmung in 160mm Stärke nehmen? Dann wäre die Dämmung diffusionsoffen, was das XPS ja nicht ist.
N
Nauer
23.11.25 20:42
Hi,

dein Ansatz ist durchaus denkbar, aber du bewegst dich an ein paar Stellen auf dünnem Eis. Wenn die Luftdichtheit am Übergang Sparren zu OSB nicht wirklich sauber wird, wandert dir der Taupunkt genau dahin, wo du ihn am wenigsten gebrauchen kannst. Die vielen kleinen Gefache machen’s auch nicht leichter, weil dort jede Ungenauigkeit sofort zur Kältefalle wird. Wäre eine durchgehende Vorwand mit einheitlicher Dämmstärke nicht die entspanntere Lösung?
Und der Ringanker mit nur 100 mm XPS bleibt halt ein Bereich, der thermisch wenig Reserve hat. Hast du das mal im Nachweis prüfen lassen oder verlässt du dich auf Bauchgefühl?

Viel Erfolg!
T
tenspoplin5s
23.11.25 20:46
"Wäre eine durchgehende Vorwand mit einheitlicher Dämmstärke nicht die entspanntere Lösung?"

das habe ich doch:


2D-Grundriss-Skizze mit markiertem Bereich im roten Quadrat



Querschnitt einer Wandkonstruktion mit Dämmung, Holzständer und Dachkonstruktion
N
Nauer
23.11.25 20:59
Du hast natürlich eine Vorwand, aber eben nur dort, wo dein XPS sauber durchläuft. Genau im rot markierten Bereich klemmt’s ja: Die Holzständer liegen teilweise in der Fläche, sind aber thermisch nicht sauber eingebunden. Dadurch entsteht keine wirklich homogene Dämmebene, sondern ein kleines Temperaturkarussel. Die Frage ist daher, ob du sicher bist, dass diese Zone wirklich durchgehend druckfest gedämmt ist und nicht nur optisch geschlossen wirkt.
T
tenspoplin5s
23.11.25 21:26
Wie würdest du diese Keilzone dämmen?
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