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ᐅ Fachgerechte Umsetzung einer angebauten Gartenmauer


Erstellt am: 16.09.25 23:56

M
Mike1701
16.09.25 23:56
Liebes Forum,

ich möchte in meinem Garten eine Wand an eine auf der Grundstücksgrenze stehende Nachbargarage anbauen und hoffe, dass Ihr mir auf einige Fragen mit Antworten helfen könnt.

Im Anhang findet Ihr eine Skizze, die zum besseren Verständnis den Zustand vor und nach dem geplanten Umbau zeigt.

Im Vorab einige Randbedingungen:

  • Eine Baugenehmigung liegt vor
  • Der Nachbar wünscht keine Bohrungen oder Verklebungen an seiner Wand
  • Die Auswahl der Steine für die Mauer ist noch offen – es könnte z.B. Porenbeton, Naturstein, Ziegel, etc. werden
Der Plan ist, das aktuell bestehende Erdreich zunächst abzutragen und den Boden einzuebnen, dann das Fundament in der erforderlichen Tiefe auszuheben und schließlich auf dem Fundament die Mauer zu errichten.

Die Mauer soll aus einem relativ schmalen, hohen hinteren Teil bestehen, der an beiden seitlichen Enden sozusagen L-förmig um die Ecke gebaut werden soll. Davor soll ein niedrigerer Teil entstehen, auf welchem später ein Grill stehen soll.

Folgende Fragen treiben mich hierbei um:

  • Wie führt man eine geeignete Trennfuge zwischen meinem Betonfundament und der Betonwand der Nachbargarage aus, ohne dass z.B. durch Kapillarwirkung Feuchtigkeit in den Spalt gezogen wird?
  • Vor dem Projekt konnte Regenwasser entlang des Erdreich-Gefälles von der Nachbargarage wegfließen. Im Rahmen des Projekts wird an der Garage zunächst eine Grube ausgehoben, dabei wird ein Teil der Betonwand freigelegt. Die Grube wird dann mit Kies und Beton zwar aufgefüllt, bzgl. Wasserablauf wird sich die neue Ausführung aber sicher anders verhalten als die Ausführung im ursprünglichen Zustand. Wie ist daher die Nachbargarage im Fundamentbereich abzudichten, damit es dort nicht zu Staunässe und in der Folge zu eindringendem Wasser in den Beton kommt? Die Wand ist aktuell mit einem Dichtungsanstrich „abgedichtet“, der vor vielen Jahren vom Nachbar selbst angebracht wurde.
  • Wie kann man die Abdichtung zwischen meiner Mauer und der verputzten Garage des Nachbars umsetzen?
  • Lässt sich das Betonfundament so zweigeteilt ausführen, wie in der rechten Skizze dargestellt? Hintergrund: im rechten Bereich des Fundaments verlaufen ab einer Tiefe von ca. 40cm Kabel und eine Bewässerungspipeline. Daher würde ich den Beton-Teil im rechten Fundamentbereich gerne flacher ausführen. Gelernt habe ich bereits, dass hierfür ein Statiker eingebunden werden muss (ist noch nicht erfolgt). Mir geht es zunächst um die prinzipielle Darstellbarkeit.

Ich hoffe, Ihr könnt mir hierbei weiterhelfen. Im Vorab schonmal ganz herzlichen Dank für Eure Infos und Hinweise!

Viele Grüße
Mike
Technische Bauzeichnung Grundriss und Fundament mit Garage, Wänden und Maßen.
H
hanghaus2023
17.09.25 12:05
Welchen Zweck hat denn die 2,5m hohe Mauer? Da ist doch schon eine Wand?
M
Mike1701
17.09.25 21:43
hanghaus2023 schrieb:

Welchen Zweck hat denn die 2,5m hohe Mauer? Da ist doch schon eine Wand?

Die Frage ist schon berechtigt 🙂. Die "neue" Mauer ist im wesentlichen aus den folgenden Gründen geplant:
- Optische Verschönerung
- Schutz der Nachbarmauer vor Fettspritzern vom Grill (falls hier jemand eine andere / bessere Idee hat, bin ich daran natürlich interessiert)
- Eventuell soll die Mauer später eine Überdachung tragen bzw. die "hintere" Stütze hierfür bilden. Vorne kämen dann zusätzliche Pfosten dazu.
N
nordanney
18.09.25 07:44
Mike1701 schrieb:

Der Plan ist, das aktuell bestehende Erdreich zunächst abzutragen
Was hat der Statiker zum Thema Absicherung der Baugrube gegenüber dem Nachbarn eigentlich gesagt. Wir haben hier gerade einen Fall, wo die Aufsicht den Poolbau wenige Stunden nach Meldung des Sachverhalts (Ausbuddeln an der Garage) stillgelegt hat. Wird ein teures Unterfangen.
Mike1701 schrieb:

- Optische Verschönerung
Da fallen mir Dutzende andere Dinge ein, aber keine so hohe Mauer.
Mike1701 schrieb:

Schutz der Nachbarmauer vor Fettspritzern vom Grill (falls hier jemand eine andere / bessere Idee hat, bin ich daran natürlich interessiert)
Siehe vorherige Antwort. Dutzende Dinge - von kleiner Grillecke über Pflanzen bis hin zu Rhombusleistenverkleidung
J
Jesse Custer
18.09.25 08:25
Ich glaube, da übersiehst Du einen wichtigen Teil:
Mike1701 schrieb:

Der Nachbar wünscht keine Bohrungen oder Verklebungen an seiner Wand

Wenn man also etwas will, was die Wand nicht beeinflusst, wird die Wahl enger...

Nebenbei bitte ich hier, den Nachbarn auch zu verstehen. Wir haben quasi die gleiche Situation - da wollte der Nachbar in unsere Wand (sie selbst haben nur einen lummeligen Stelzen-Carport, der daran angrenzt) seine Wallbox samt kompletter Unterputzverkabelung und Wasseranschluss versenken. Den Zahn musste ich ihm erst mal ziehen. Auf den Einwand, da müsse er ja sonst die Außenwand seines Hauses mit verunstalten (andere Seite des Carports), habe ich ihm ein "schön, dass Du die Alternative selber herausgefunden hast" zurück schicken...
Y
ypg
18.09.25 21:13
Mike1701 schrieb:

Eine Baugenehmigung liegt vor
Wofür genau?

So wie ich es verstehe, planst Du einen gemauerten Grill mit Hinterschürze? Und das muss genau und direkt an der Nachbargarage sein? Was war denn zuerst da? Der Wunsch nach optischer Verschönerung oder einem Grill? Oder gar, mal eine Mauer selbst zu mauern?
Bei einer Verschönerung denke ich allererst an Pflanzen wie auch einen Sichtschutz, der jetzt nicht unbedingt aus massiven Steinen besteht. Ich würde wohl auch eher einen einfach durchzuführenden Weg suchen.

Was Grill oder Mauer betrifft: auch da würde ich ja eher eine Position suchen, wo mir andere Eigentümer nicht in die Quere kommen. Ggf nutze ich dann die gewollte Mauer (Hinterschürze), um noch einen Sicht- oder Windschutz im Garten irgendwo unterzukriegen, aber nicht, wo eigentlich alles danach schreit: das gibt Ärger mit dem Eigentum des Nachbarn. Schon allein das Abtragen Deines Erdreichs (80cm? 100cm?) birgt Gefahren. Gesamte Hindernisse: Regenwasserversickerung, Freilegung von Nachbars Eigentum, Trennfuge/Feuchtigkeit, vorhandene Elektrik.
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