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ᐅ Dämmungsverbundsystem unterschiedlicher Hersteller Erfahrungen?


Erstellt am: 23.08.24 05:48

Z
Zizou_Bh
23.08.24 16:19
nordanney schrieb:

Rede doch erst einmal mit dem Unternehmen und Systemhersteller.

Wird es die Firma in 15 Jahren noch geben? Wäre für mich kein guter Kompromiss.

Ganz ehrlich? Die sch... Systemkacke ist am Ende nur Geldschneiderei. Wenn ordentlich geklebt und verdübelt ist, ist es so was von egal, was verwendet wurde. Die Probleme kommen eigentlich immer durch schlechte Arbeit, nicht durch schlechtes Material.
Sprichst du aus Erfahrung? Bist du im Bereich tätig?
N
nordanney
23.08.24 16:31
Zizou_Bh schrieb:

Sprichst du aus Erfahrung? Bist du im Bereich tätig?
Erfahrung. Bin "nur" in der Finanzierungsbranche tätig und betreute i.W. Bauträger und Projektentwickler für größere Maßnahmen.

Bei meinen eigenen Sanierungen kümmern mich solche Dinge auch nicht - und bisher hatte ich noch nie Probleme, ob ich jetzt Mörtel von Sakret, Sto oder von mir aus auch Knauff genommen habe. Man "darf" halt nicht mischen - können kann man schon.
Und wenn Du Dir noch genüsslich auf der Zunge zergehen lässt, dass verschiedene Systemhersteller bei einigen Dämmstofftypen ihr Dämmmaterial vom selben Hersteller bekommen, wird es noch schizophrener, dass Du für die Sto-Dämmung nur den Sto-Mörtel verwenden darfst, wenn die 100% identische Platte (die quasi vom selben Band läuft) bei Knauf ausschließlich mit Knauf-Mörtel geklebt werden darf.

Aber privat habe ich auch bei Eigenleistungen nicht das Haftungsthema.

Hast Du denn inzwischen mal mit dem Verarbeiter oder dem Vertriebler des Systemherstellers gesprochen?
Z
Zizou_Bh
25.09.24 11:09
nordanney schrieb:

Erfahrung. Bin "nur" in der Finanzierungsbranche tätig und betreute i.W. Bauträger und Projektentwickler für größere Maßnahmen.

Bei meinen eigenen Sanierungen kümmern mich solche Dinge auch nicht - und bisher hatte ich noch nie Probleme, ob ich jetzt Mörtel von Sakret, Sto oder von mir aus auch Knauff genommen habe. Man "darf" halt nicht mischen - können kann man schon.
Und wenn Du Dir noch genüsslich auf der Zunge zergehen lässt, dass verschiedene Systemhersteller bei einigen Dämmstofftypen ihr Dämmmaterial vom selben Hersteller bekommen, wird es noch schizophrener, dass Du für die Sto-Dämmung nur den Sto-Mörtel verwenden darfst, wenn die 100% identische Platte (die quasi vom selben Band läuft) bei Knauf ausschließlich mit Knauf-Mörtel geklebt werden darf.

Aber privat habe ich auch bei Eigenleistungen nicht das Haftungsthema.

Hast Du denn inzwischen mal mit dem Verarbeiter oder dem Vertriebler des Systemherstellers gesprochen?
Hallo, laut Bauleiter hätte dies nicht passieren dürfen. In der Ausschreibung steht es muss alles aus einem System sein. Aber funktional sieht er kein Problem, denn hochwertige Materialien verwendet wurden.Genau was du sagst, es ist das gleiche Zeug aber anders verpackt. Gewerk bietet verlängerte Gewährleistung.
Es bleibt offen für mich ist diese Zulassung gesetzlich oder ein muss. Was sind die Folgen wenn keine Zulassung vorliegt.
N
nordanney
25.09.24 13:20
Zizou_Bh schrieb:

Was sind die Folgen wenn keine Zulassung vorliegt.
Das WDVS ist mangelhaft und bedarf eines Abrisses (oder einer Heilung mit Einzelzustimmung durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde).

Zum Thema Mangel:


Wärmedämmverbundsystem WDVS-Dokument mit umfangreichem Textinhalt
1
11ant
25.09.24 15:10
Die Systeme können wie der Name schon sagt, nur als Systeme geprüft werden, um ihre bautechnischen Eigenschaften festzustellen. D.h. die Zulassung gilt dann nur für den Versuchsaufbau exakt wie im Testinstitut. Regelmäßig ist der Zulassungsbegehrer selber der Hersteller des Dämmaterials, der das Befestigungsmeterial zukauft. Entsprechend ist für die Zulassung diese Kombination anzugeben, damit in der Zulassung festgeschrieben, und der Dämmstoffhersteller dazu verdonnert, das Befestigungsmaterial auch weiterhin vom selben Vorlieferanten zuzukaufen. Der Zulieferer gibt dem Material meist "White Label" ein Branding des Dämmstoffherstellers und in dessen Programm eine Bestellnummer. Der Bauunternehmer weiß, welcher Doppelkeks hinter dieser Prinzenrolle steckt, bekommt häufig bei seinem Großhändler das OEM Material als "Original" günstiger bzw. nur auf diesem Wege in seine Mengenstaffel eingerechnet und kauft daher regelmäßig inhaltlich das exakt identische Zeug mit korinthenka**erisch betrachtet einer scheinbar "falschen" Bestellnummer. Wohlgemerkt, das ist der Regelfall, nicht nur "häufig". Formell entläßt er damit den "System"hersteller aus der Gewährleistung und tritt selber in diese ein (und stellt seine Bauherren mit einem Bein in die Grauzone). Daß ein Bauamt einen "Schwarzbau" abreißen ließe, weil die Platten mit den (vermeintlich) "falschen" Tellerdübeln angebracht wurden, habe ich zumindest noch nie gehört. Allerdings lese ich auch nicht die "nur wegen ihres Sportteils" beliebte sogenannte Zeitung.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
N
nordanney
25.09.24 15:23
11ant schrieb:

Daß ein Bauamt einen "Schwarzbau" abreißen ließe, weil die Platten mit den (vermeintlich) "falschen" Tellerdübeln angebracht wurden, habe ich zumindest noch nie gehört.
Wo kein Kläger, da kein Richter. Ich habe ja auch schon geschrieben, dass mich persönlich das "Problem" nicht sonderlich stören würde.
stoknauffzulassungmörtelgewährleistung