Wirkung von Solaranlagen mit Speichern auf das Stromnetz

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B

Bauherr86

Hallo zusammen,

ich habe kürzlich darüber nachgedacht, wie effektiv solaranlagen mit Batteriespeichern wirklich sind und bin dabei auf eine interessante Überlegung gestoßen. Es scheint, dass private Solaranlagen, selbst in Kombination mit Batteriespeichern, dem Stromnetz nicht nennenswert weiterhelfen. Der Grund dafür ist, dass diese Systeme häufig nur geringe Mengen an Elektrizität ins Netz einspeisen, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Stattdessen speichern sie die Energie oft für den Eigenverbrauch, was zwar für den Einzelnen Nutzen bringt, aber kaum zur Stabilisierung des Stromnetzes beiträgt.

Was haltet ihr davon? Ist es wirklich so, dass Solaranlagen mit Speichern keine signifikante Hilfe für das Stromnetz sind? Könnten andere Maßnahmen effektiver sein, um unsere Energieinfrastruktur zu unterstützen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen und vielleicht auch auf eure Erfahrungen!

Beste Grüße
 
N

nordanney

vielleicht auch auf eure Erfahrungen!
Meinst Du wirklich, dass eine Privatperson hier im Forum Dir von persönlichen Erfahrungen bei der Stabilisierung des Stromnetzes berichten kann?

Ja, kleine Speicher können gut helfen. Aber nur dann, wenn die Netzbetreiber Zugriff erhalten und diese in ihre Netze integrieren können. Ansonsten sorgen die ganzen privaten Anlagen (egal ob mit oder ohne Speicher) für einige Probleme in den Netzen, die es ohne die Photovoltaik-Anlagen nicht gäbe.
 
R

RotorMotor

Ja und die Abschaffung der 70% Regel hat es leider nur schlimmer gemacht.
Mit der Regel war immerhin noch sinnvoll den Speicher dann zu laden wenn die Photovoltaik am meisten produziert.
Aktuell werden die Speicher doch alle morgens geladen wo eh ein Mangel herrscht...
 
M

MachsSelbst

Könnten andere Maßnahmen effektiver sein, um unsere Energieinfrastruktur zu unterstützen?
Ja. Smarte Zähler mit Durchgriffsmöglichkeiten des EVU zur Drosselung, smarte Verbraucher, die dann Wäsche waschen, wenn die Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach gerade Strom produziert und nicht um 23h35... und natürlich Speicherlösungen im Verteilungsnetz...
Der Speicher im eigenen Haus kann nur dann zur Stabilität des Netzes beitragen, wenn das EVU entscheidet, wann es den Inhalt abruft. Das wird aber kaum ein Häuslebauer zulassen, denn das bedeutet auch, dass man den Speicherinhalt nicht selbst verbrennen kann, weil das EVU damit ja in gewisser Weise rechnet. Ich denke niemand stellt sich einen Speicher für 5.000 EUR in den Keller, den das EVU dann über Nacht blockiert, weil durch eine Schwachwindphase gerade Kapazitäten vorgehalten werden müssen, während der Speicherbesitzer damit lieber das Auto laden möchte...

Die beste Lösung sind daher großtechnische Speicherlösungen im Verteilungsnetz selbst. Ein Speicher mit 5 GWh kostet viel weniger, als 1 Million Speicher mit 5kWh, ist darüber hinaus noch effizienter. Und der steuerungstechnische Aufwand, 1 Million Speicher zu koordinieren ist ungleich höher, als einen Großspeicher...

Aber ich gehe davon aus, dass mir gleich die Bankkaufleute und Hobbyelektriker hier erklären werden, warum das nicht stimmt...
Seis drum...
 
R

RotorMotor

Das Problem an diesem Beitrag sind ja gar nicht mal die Inhalte, sondern der Ton.
Immer diese Negativität und das gemeckere.

Man kann ja auch mal von Lösungen, Anreizen und co. sprechen.
Also einfach die Möglichkeit für Besitzer schaffen mit ihrem Speicher Geld zu verdienen.
Die Dinger immer nur im Sommer voll und im Winter leer rumstehen haben bringt ja auch keinem was.
 
Zuletzt aktualisiert 11.01.2026
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