ᐅ Stromumlage: Fluch oder Segen für den Strompreis?
Erstellt am: 10.07.24 11:59
A
AndreasRK10.07.24 11:59Hallo zusammen,
ich habe kürzlich über die geplante Stromumlage gelesen, die vom Bundeswirtschaftsministerium, unter der Führung von Robert Habeck, ins Spiel gebracht wurde. Es scheint, dass die Idee darin besteht, die Kosten der Netzentgelte, die bisher von den Verbrauchern getragen werden, auf die Umlage umzuverteilen. Damit soll wohl eine Entlastung bei den Strompreisen bewirkt werden, insbesondere für Privathaushalte. Doch ich frage mich, ob diese Maßnahme tatsächlich den gewünschten Effekt haben wird oder ob sie nur eine kurzfristige Lösung ist, die langfristig andere Schwierigkeiten verursachen könnte? Wie seht ihr das, ist die Stromumlage eher ein Fluch oder ein Segen für unseren Strompreis? Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht, wenn ähnliche Maßnahmen ergriffen wurden? Freue mich auf eure Meinungen!
Viele Grüße!
ich habe kürzlich über die geplante Stromumlage gelesen, die vom Bundeswirtschaftsministerium, unter der Führung von Robert Habeck, ins Spiel gebracht wurde. Es scheint, dass die Idee darin besteht, die Kosten der Netzentgelte, die bisher von den Verbrauchern getragen werden, auf die Umlage umzuverteilen. Damit soll wohl eine Entlastung bei den Strompreisen bewirkt werden, insbesondere für Privathaushalte. Doch ich frage mich, ob diese Maßnahme tatsächlich den gewünschten Effekt haben wird oder ob sie nur eine kurzfristige Lösung ist, die langfristig andere Schwierigkeiten verursachen könnte? Wie seht ihr das, ist die Stromumlage eher ein Fluch oder ein Segen für unseren Strompreis? Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht, wenn ähnliche Maßnahmen ergriffen wurden? Freue mich auf eure Meinungen!
Viele Grüße!
B
Buchsbaum06610.07.24 13:02Die Infrastruktur in Deutschland ist hoffnungslos veraltet und völlig auf Verschleiß gefahren.
Die Stromnetze sind den neuen Gegebenheiten nicht gewachsen. Der Netzausbau soll nach verschiedenen Meinungen irgendwo 700 Milliarden kosten. Ohne drastische Erhöhung der Netzentgelte, also am Ende des Strompreises wird man dies nicht finanzieren können.
Da brauch sich keiner etwas vormachen. Dazu haben wir ja auch enorme Kostensteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Da wird nun der ein oder andere sagen stimmt doch gar nicht. Vielleicht nicht im Moment. Was aber wenn unsere amerikanischen Freunde mit einem D. Trump als neuen Präsidenten mal nicht mehr so freundlich zu uns sein werden.
Steigender Strompreis voraus.
Ich habe heute gelesen, dass allein VW 400 Milliarden Schulden in der Bilanz stehen hat. Das ist gigantisch.
Ich bin mir heute nicht sicher ob die deutsche Industrie den Mangel an Rohstoffen und günstiger Energie sowie die fehlende Innovationskraft überleben wird.
Der Ausbau der Solarenergie scheitert aktuell ja oft an fehlenden Netzkapazitäten. Ich war die Tage bei einem Landwirt. Der wollte eine 100 kWp Anlage auf sein Dach machen lassen. Geht nicht weil es keinen Einspeisepunkt für diese Kapazität gibt. Maximal 30 kWp sind möglich und selbst da muss er noch 300 m Erdkabel verlegen.
Die Stromnetze sind den neuen Gegebenheiten nicht gewachsen. Der Netzausbau soll nach verschiedenen Meinungen irgendwo 700 Milliarden kosten. Ohne drastische Erhöhung der Netzentgelte, also am Ende des Strompreises wird man dies nicht finanzieren können.
Da brauch sich keiner etwas vormachen. Dazu haben wir ja auch enorme Kostensteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Da wird nun der ein oder andere sagen stimmt doch gar nicht. Vielleicht nicht im Moment. Was aber wenn unsere amerikanischen Freunde mit einem D. Trump als neuen Präsidenten mal nicht mehr so freundlich zu uns sein werden.
Steigender Strompreis voraus.
Ich habe heute gelesen, dass allein VW 400 Milliarden Schulden in der Bilanz stehen hat. Das ist gigantisch.
Ich bin mir heute nicht sicher ob die deutsche Industrie den Mangel an Rohstoffen und günstiger Energie sowie die fehlende Innovationskraft überleben wird.
Der Ausbau der Solarenergie scheitert aktuell ja oft an fehlenden Netzkapazitäten. Ich war die Tage bei einem Landwirt. Der wollte eine 100 kWp Anlage auf sein Dach machen lassen. Geht nicht weil es keinen Einspeisepunkt für diese Kapazität gibt. Maximal 30 kWp sind möglich und selbst da muss er noch 300 m Erdkabel verlegen.
N
nordanney10.07.24 13:31Buchsbaum066 schrieb:
Ich habe heute gelesen, dass allein VW 400 Milliarden Schulden in der Bilanz stehen hat. Das ist gigantisch.Und das ist für die hohen Stromkosten von Relevanz?Und was sagen die 400 Mrd. jetzt aus - was für Schulden sind es (vieles kommt aus dem Finanzbereich, VW ganz stark im Leasing und in der PKW-Finanzierung ist - dagegen stehen dann entsprechende Kreditverträge und Rückflüsse)? Sind immerhin auch 200 Mrd. Eigenkapital und 27 Mrd. Gewinn in 2023.
Wenn, dann wirf nicht einfach nicht zum Thema passende Zahlen ohne jeglichen Wertung ein.
Ach ja. Apple hat übrigens auch gut 300 Mrd. Schulden, aber nur 62 Mrd. Eigenkapital. Also ist Apple ja noch viel schlechter dran als VW. Oder vielleicht doch nicht?
AndreasRK schrieb:
Freue mich auf eure Meinungen!Völlig egal, was sich die Politik ausdenkt, um den dringend nötigen Netzausbau zu bezahlen. Es führt kein Weg daran vorbei, dass es für den Verbraucher teurer wird.rick2018 schrieb:
Daher hilft nur weniger verbrauchen und wenn möglich Photovoltaik.So sieht es aus.M
MachsSelbst11.07.24 17:09Buchsbaum066 schrieb:
Die Infrastruktur in Deutschland ist hoffnungslos veraltet und völlig auf Verschleiß gefahren.
(...)Jep. Das darf sich aber vor allem die Boomer-Generation auf den Deckel schreiben.
Spätestens in den 90ern hätte mit der Sanierung von Brücken, Trassen, usw. begonnen werden müssen.
Das ist nicht passiert. Nun haben wir den Salat, weil wir die Kapazitäten nicht haben um tausende Projekte gleichzeitig abzuarbeiten. Das kann man aber nun wirklich nicht der Generation von Habeck und Baerbock (und mir) ankreiden.
Denn "wir" gehen das jetzt ja alles an, was "ihr" liegen gelassen habt all die Jahre...
Problem ist dass man vieles in Soziales versenkt hat oder sonst wo auf der Welt.
Würde man z.B. die KFZ-Steuer zweckgebunden einsetzen hätten wir die besten Straßen…
Wir haben ein Ausgabenproblem. Den Sozialstaat in der heutigen Form können wir uns nicht leisten.
Aber viele möchten ja dass der Staat alles regelt und für alles gerade steht.
Der politische Versuch die Menschen zu E-Mobilität und Wärmepumpen zu zwingen kann man der jetzigen Regierung ankreiden.
Würde man z.B. die KFZ-Steuer zweckgebunden einsetzen hätten wir die besten Straßen…
Wir haben ein Ausgabenproblem. Den Sozialstaat in der heutigen Form können wir uns nicht leisten.
Aber viele möchten ja dass der Staat alles regelt und für alles gerade steht.
Der politische Versuch die Menschen zu E-Mobilität und Wärmepumpen zu zwingen kann man der jetzigen Regierung ankreiden.
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