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ᐅ Split Klimaanlage und Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Erstellt am: 16.03.23 11:30
R
Rafaelsen
Hallo zusammen.

Hat jemand Erfahrungen mit einer Split Klimaanlage in Verbindung mit einer zentralen kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung?

Die Grundfrage ist ob die Kontrollierte-Wohnraumlüftung die Kälte der Klimaanlage verteilen kann und wie gut oder schlecht das funktioniert.

Meine Idee: Aufgrund der Einfachheit und kurzer Wege denke ich über eine Split Klimaanlage mit 2 Innengeräten nach.
Das Außengerät würde auf die Garage kommen und von da aus sind es nur ca. 50cm durch die Wand ins Schlafzimmer oben und Wohnzimmer unten. Strom ist auch vorhanden. Ich will keinen großen Aufwand betreiben und lange Leitungen verlegen um alle Räume aktiv zu kühlen. Die Kinderzimmer sind nämlich nicht so leicht zu erreichen. Über einen Außenkanal an der Hauswand würde das funktionieren, allerdings will ich das aus optischen Gründen nicht.

Das Haus ist 2018 gebaut und übertrifft den KfW 55 Standard.
Der Primärenergiebedarf liegt bei berechneten 42 kWh/m² und die Werte der letzten Jahre bestätigen das.
Wir haben 178 m² Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung und ca. 212m² Grundfläche. Kein Keller und ein Satteldach. Daher die Diskrepanz.
Als Heizung tut eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ihren Dienst die auch mit einer Kühlfunktion ausgestattet ist.
Die Kühlung über die Fußbodenheizung funktioniert zufriedenstellend und hält die Temperatur auch im Hochsommer bei ca. 24 Grad.
Allerdings muss man konsequent verschatten und sich an die Empfehlungen halten. Ist die Wärme einmal drin dauert es mehrere Tage bis die Kühlung die Temperatur wieder senkt.
2022 haben wir 2169 kWh Strom verbraucht und daraus 9408 kWh Wärme gemacht für Heizung und Warmwasser.
Das Gebäude ist also vergleichsweise effizient wenn es um die Dämmung geht.

Zur Klimaanlage wollen wir uns noch beraten lassen. Beide Räume haben ca. 40 m² und es stellt sich die frage ob man eine stärkere Klimaanlage wählt um mehr kalte Luft zum verteilen zu haben?

Die Kontrollierte-Wohnraumlüftung hilft da auch ein Stück mit. Im Sommer kühlt die Außenluft um gute 8 Grad ab.
Der Luftdurchsatz liegt in der Auto-Einstellung bei ca. 180 m³ Luft pro Stunde.

Würde die Kontrollierte-Wohnraumlüftung jetzt die kalte Luft der Klimaanlage merklich verteilen und die anderen Räume kühlen oder bekommen wir eher Klimazonen im Haus?

Vielen Dank im Voraus.
S
steuerlexi
05.09.24 09:39
Wir haben auch bereits eine zentrale Kühlung in unserer Kontrollierte-Wohnraumlüftung bzw. Luft-Luftwärmepumpe. Diese bringt allerdings nicht viel. Sie wälzt pro Stunde 300m3 um. Daher wollten wir eine 7KW zur Unterstützung hinzuziehen, die in der Lage ist 1200m3 Luft umzuwälzen und dabei herunterzukühlen. Ich könnte mir vorstellen das dies schon funktionieren kann, wenn diese konstant läuft und versucht 22 grad im Haus zu halten. Das wären 3 grade weniger als die normale zentrale kühlung schafft. Sollte doch gehen oder habe ich einen Denkfehler?
rick201805.09.24 10:12
Wie kühlt ihr Zentral? Kältemaschine und Kaltwassersatz in der Kontrollierte-Wohnraumlüftung?
Oder meinst du über die Fußbodenheizung? Das kann eh nur 2-3 Grad puffern und entfeuchtet nicht.
Klimaanlagen an mehreren Punkten lassen sich genauer steuern und die Verteilung ist auch besser.
Wie groß ist das Haus? Lieber 2 x 3,5kw als 1 Mal 7kw.
andimann05.09.24 10:16
Moin,
steuerlexi schrieb:

Sollte doch gehen oder habe ich einen Denkfehler?

Wird leider nicht viel bringen. Die Kontrollierte-Wohnraumlüftung hat einfach nicht genug Luftdurchsatz um "die Kälte zu transportieren" (Korrekt ist: die Wärme raus zu transportieren).
Was du machen kannst, wäre eine kleine Klimaanlage in den Ansaugstrang zu integrieren und damit die angesaugte Luft zu entfeuchten. Unangenehm ist im Sommer eigentlich nicht die Temperatur sondern die hohe Luftfeuchtigkeit. 25 Grad im Haus bei 65-70 Prozent bedeuten übles Schwitzen, 25 Grad bei 45 Prozent fühlen sich fast schon kühl an.

Viele Grüße,

Andreas
rick201805.09.24 10:24
Das wäre zum Beispiel die Variante mit Kältemaschine und Kaltwassersatz.
Aber auch hier hat man bei den Leitungen eine Taupunktproblematik.
Und permanent 300m3 pro Stunde an Durchfluß zu kühlen benötigt man schon ordentlich Leistung.
Hat es draußen mal 30 Grad oder mehr muss man diese erstmal runterkühlen.
Empfehle mehrere Innengeräte als Multi oder Singlesplit. Kommt deutlich mehr Leistung an, effizienter und kann gezielter gesteuert werden.
Kontrollierte-Wohnraumlüftung an ganz heißen Tagen dann ausschalten.
S
steuerlexi
05.09.24 10:27
rick2018 schrieb:

Wie kühlt ihr Zentral? Kältemaschine und Kaltwassersatz in der Kontrollierte-Wohnraumlüftung?
Oder meinst du über die Fußbodenheizung? Das kann eh nur 2-3 Grad puffern und entfeuchtet nicht.
Klimaanlagen an mehreren Punkten lassen sich genauer steuern und die Verteilung ist auch besser.
Wie groß ist das Haus? Lieber 2 x 3,5kw als 1 Mal 7kw.

Die Wärmepumpe via Umkehr des Kältekreislaufs. Fußbodenheizung haben wir nicht. Es ist eine reine Luft-Luftwärmepumpe mit be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Unser Haus hat 168 m2 und ist offen gebaut.
rick201805.09.24 10:33
Und wie kommt die Kälte dann in die Kontrollierte-Wohnraumlüftung bzw Haus?
Bei 168m2 werden dir 7kw nicht reichen. Selbst wenn es beschattet ist.

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