ᐅ Schallschutz im Reihenhaus: Interpretation der Baubeschreibung
Erstellt am: 29.07.22 14:09
Hallo zusammen,
Ich hoffe ich bin hier in der richtigen Kategorie gelandet.
Wir überlegen ein Reihenmittelhaus von einem Bauträger zu kaufen. Der Bau ist noch nicht gestartet. Es handelt sich um einen neuen Haustyp des Bauträgers, der so noch nicht gebaut wurde.
Wir haben einen Punkt in der Baubeschreibung gefunden, über den wir gestolpert sind, Thema Schallschutz.
"Folgende Anforderungen an Luft- Trittschalldämmung bzw. Schalldruckpegel zwischen Reihenhäusern werden eingehalten:
Decke: Ln, w kleiner 41 dB
Treppen: Ln, w kleiner 46 dB
Haustrennwände: Rw kleiner 63 dB bzw. 67 dB
Wasserinstallation: L kleiner 27 db (A)
Sonstige haustechnische Anlage: L kleiner 30dB (A)
Baurechtliche Mindestanforderung nach DIN 4109-1 erfüllt
Erhöhter Schallschutz DIN 4109- Teil 5 nicht erfüllt
Luftschallschutz: Schalldämmwerte bleiben deutlich hinter den Vorschlägen für erhöhten Schallschutz zurück
Trittschall und Isolation gehen deutlich darüber hinaus
Geräusche aus anderen Reihenhäusern werden auch bei der täglichen Nutzung deutlich stärker wahrgenommen
Unterschied zwischen Trittschallpegel von 41db und 46db wird auch von einem unbefangenen Nutzer als deutlich lauteres Geräusch wahrgenommen
Der vereinbarte Schallschutz bleibt hinter dem für Reihenhäuser üblichen zurück, der zu erwarten gewesen wäre"
Verstehe ich das richtig, dass der Schallschutz zwischen den Häusern als sehr schlecht bewertet wird, auch schlechter als bei vergleichbaren Reihenhäusern?
Kann mir jemand sagen wie ich die dB Werte zu interpretieren habe (Vergleichswerte zu anderen RMHs?).
Vielen Dank für eure Hilfe!
Ich hoffe ich bin hier in der richtigen Kategorie gelandet.
Wir überlegen ein Reihenmittelhaus von einem Bauträger zu kaufen. Der Bau ist noch nicht gestartet. Es handelt sich um einen neuen Haustyp des Bauträgers, der so noch nicht gebaut wurde.
Wir haben einen Punkt in der Baubeschreibung gefunden, über den wir gestolpert sind, Thema Schallschutz.
"Folgende Anforderungen an Luft- Trittschalldämmung bzw. Schalldruckpegel zwischen Reihenhäusern werden eingehalten:
Decke: Ln, w kleiner 41 dB
Treppen: Ln, w kleiner 46 dB
Haustrennwände: Rw kleiner 63 dB bzw. 67 dB
Wasserinstallation: L kleiner 27 db (A)
Sonstige haustechnische Anlage: L kleiner 30dB (A)
Baurechtliche Mindestanforderung nach DIN 4109-1 erfüllt
Erhöhter Schallschutz DIN 4109- Teil 5 nicht erfüllt
Luftschallschutz: Schalldämmwerte bleiben deutlich hinter den Vorschlägen für erhöhten Schallschutz zurück
Trittschall und Isolation gehen deutlich darüber hinaus
Geräusche aus anderen Reihenhäusern werden auch bei der täglichen Nutzung deutlich stärker wahrgenommen
Unterschied zwischen Trittschallpegel von 41db und 46db wird auch von einem unbefangenen Nutzer als deutlich lauteres Geräusch wahrgenommen
Der vereinbarte Schallschutz bleibt hinter dem für Reihenhäuser üblichen zurück, der zu erwarten gewesen wäre"
Verstehe ich das richtig, dass der Schallschutz zwischen den Häusern als sehr schlecht bewertet wird, auch schlechter als bei vergleichbaren Reihenhäusern?
Kann mir jemand sagen wie ich die dB Werte zu interpretieren habe (Vergleichswerte zu anderen RMHs?).
Vielen Dank für eure Hilfe!
H
hauskauf198729.07.22 14:41BAUSTOLZ Häuser?
Kommt mir bekannt vor. Kann aus der Praxis das nicht beurteilen, aber normalerweise bauen "normale" Bauträger nach Teil 2 bzw. Teil 5 nach neuer DIN
Kommt mir bekannt vor. Kann aus der Praxis das nicht beurteilen, aber normalerweise bauen "normale" Bauträger nach Teil 2 bzw. Teil 5 nach neuer DIN
hauskauf1987 schrieb:
BAUSTOLZ Häuser?
Kommt mir bekannt vor. Kann aus der Praxis das nicht beurteilen, aber normalerweise bauen "normale" Bauträger nach Teil 2 bzw. Teil 5 nach neuer DINGanz genau... Erfahrungen mit diesem Bauträger sind auch sehr willkommen! Ok die DIN Norm recherchiere ich nochmal.
H
hauskauf198729.07.22 14:54Namine1 schrieb:
Ganz genau... Erfahrungen mit diesem Bauträger sind auch sehr willkommen!
Ok die DIN Norm recherchiere ich nochmal.Hätten wir fast gekauft. Da haben mich sehr viele Dinge an der BBS gestört. Mangels Alternativen hätten wir aber fast zugeschlagen.WEG, Schallschutz, keinerlei Veränderungen möglich, keine Kellerfenster, tlw. kein Estrich. Dünne Wände.
Also ich stells mir aufgrund des Schallschutzes schon "laut" vor.
Und den Preisvorteil mit dem Baustolz wirbt gibts nicht wirklich... viel zu teuer für die Bauqualität.
H
heinersay05.05.25 22:24Hallo,
Wurde das Haus am Ende gekauft und wenn ja, wie sieht es mit dem gefühlten Lärmpegel im Haus aus? Es sollte eigentlich recht viele von den Baustolz-Häusern geben aber leider kann ich wenig öffentliche Erfahrungen dazu finden.
Danke
Wurde das Haus am Ende gekauft und wenn ja, wie sieht es mit dem gefühlten Lärmpegel im Haus aus? Es sollte eigentlich recht viele von den Baustolz-Häusern geben aber leider kann ich wenig öffentliche Erfahrungen dazu finden.
Danke
Moin,
ja, du hast das schon ganz richtig verstanden. Die Baubeschreibung sagt im Grunde sehr offen, dass der Schallschutz unter dem Niveau liegt, das man heutzutage bei Reihenhäusern eigentlich erwarten würde. Die halten zwar die baurechtlichen Mindestanforderungen nach DIN 4109-1 ein, aber das ist eben auch wirklich nur das absolute Minimum.
Gerade der Punkt mit dem Luftschallschutz zwischen den Reihenhäusern ist kritisch, denn da geht es darum, wie viel man vom Alltag der Nachbarn mitbekommt, also Gespräche, Fernseher oder Musik. Wenn da nur ein Rw < 63 dB (oder sogar < 67 dB, was schlechter ist) erreicht wird, ist das in etwa das, was man bei günstigen Mehrfamilienhäusern aus den 90ern gewohnt ist – heute will man eigentlich mehr Ruhe, und das bieten die Werte nicht. Zum Vergleich: Für erhöhten Schallschutz wären Werte um die 72 dB und mehr das Ziel.
Trittschall (Ln,w < 41 dB bzw. Treppe < 46 dB) ist zumindest okay bis gut, das ist sogar über den Mindestanforderungen. Aber das hilft dir wenig, wenn du den Nachbarn abends bei der Netflix-Session mitschaust.
Wenn das ein neuer Haustyp ist und noch kein Musterhaus gebaut wurde, dann ist Vorsicht angesagt. Bauträger schreiben gerne, dass sie die Mindestanforderungen einhalten – aber das sagt nichts über Qualität und Wohnkomfort. Du solltest auf jeden Fall mal mit jemandem sprechen, der schon in einem Baustolz-Haus wohnt, und dich nicht nur auf die Papierlage verlassen.
Wenn ihr Ruhe wollt, lieber mal schauen, ob sich da etwas an der Wandkonstruktion machen lässt, oder ob ihr nicht doch eine Alternative findet.
LG
ja, du hast das schon ganz richtig verstanden. Die Baubeschreibung sagt im Grunde sehr offen, dass der Schallschutz unter dem Niveau liegt, das man heutzutage bei Reihenhäusern eigentlich erwarten würde. Die halten zwar die baurechtlichen Mindestanforderungen nach DIN 4109-1 ein, aber das ist eben auch wirklich nur das absolute Minimum.
Gerade der Punkt mit dem Luftschallschutz zwischen den Reihenhäusern ist kritisch, denn da geht es darum, wie viel man vom Alltag der Nachbarn mitbekommt, also Gespräche, Fernseher oder Musik. Wenn da nur ein Rw < 63 dB (oder sogar < 67 dB, was schlechter ist) erreicht wird, ist das in etwa das, was man bei günstigen Mehrfamilienhäusern aus den 90ern gewohnt ist – heute will man eigentlich mehr Ruhe, und das bieten die Werte nicht. Zum Vergleich: Für erhöhten Schallschutz wären Werte um die 72 dB und mehr das Ziel.
Trittschall (Ln,w < 41 dB bzw. Treppe < 46 dB) ist zumindest okay bis gut, das ist sogar über den Mindestanforderungen. Aber das hilft dir wenig, wenn du den Nachbarn abends bei der Netflix-Session mitschaust.
Wenn das ein neuer Haustyp ist und noch kein Musterhaus gebaut wurde, dann ist Vorsicht angesagt. Bauträger schreiben gerne, dass sie die Mindestanforderungen einhalten – aber das sagt nichts über Qualität und Wohnkomfort. Du solltest auf jeden Fall mal mit jemandem sprechen, der schon in einem Baustolz-Haus wohnt, und dich nicht nur auf die Papierlage verlassen.
Wenn ihr Ruhe wollt, lieber mal schauen, ob sich da etwas an der Wandkonstruktion machen lässt, oder ob ihr nicht doch eine Alternative findet.
LG
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