ᐅ Vertikaler Abstand Kiesbett / Spritzschutz zur Putzfassade
Erstellt am: 15.03.22 10:55
Hi,
ich habe eine Putzfassade. Der Sockel ist gedämmt. Die Außenwand ist in Holzständerbauweise, nach unten zur Bodenplatte abgedichtet. Ich habe von meiner Hausfirma ein Beiblatt zur Sockelausführung erhalten. Demnach empfiehlt man mindestens 15-30cm vertikalen Abstand von Kiesbett zur Unterkante der Außenwand. Ich kenne das aber eher so, dass einfach Kies zur gewünschten Höhe aufgeschüttet wird und gut ist.
Z.B. gerade im Terrassenbereich ist ja die Pflasterung ebenerdig. Mit der o.g. Empfehlung wäre links und rechts ein Graben (der sich so komplett ums Haus zieht). Ich möchte eigentlich nur wissen WIESO ich die 15-30cm einhalten sollte. Das wird leider nicht erklärt und die Hausfirma verweist stur auf dieses Beiblatt ohne weitere Erklärung. Geht es hierbei nur um Spritzwasser (Dreck)? Um Feuchtigkeit wird es denke ich nicht gehen, denn 1) Das Wasser läuft ja ab und 2) Der Putz ist ja eine Abdichtung 3) Nach unten ist es auch abgedichtet
Außerdem wäre ich dankbar über Erfahrungsberichte von Leuten die ebenfalls eine Putzfassade haben, wie die das gelöst haben und ob sich da schon irgendwas negatives "gezeigt" hat, wenn man einfach aufschüttet.

ich habe eine Putzfassade. Der Sockel ist gedämmt. Die Außenwand ist in Holzständerbauweise, nach unten zur Bodenplatte abgedichtet. Ich habe von meiner Hausfirma ein Beiblatt zur Sockelausführung erhalten. Demnach empfiehlt man mindestens 15-30cm vertikalen Abstand von Kiesbett zur Unterkante der Außenwand. Ich kenne das aber eher so, dass einfach Kies zur gewünschten Höhe aufgeschüttet wird und gut ist.
Z.B. gerade im Terrassenbereich ist ja die Pflasterung ebenerdig. Mit der o.g. Empfehlung wäre links und rechts ein Graben (der sich so komplett ums Haus zieht). Ich möchte eigentlich nur wissen WIESO ich die 15-30cm einhalten sollte. Das wird leider nicht erklärt und die Hausfirma verweist stur auf dieses Beiblatt ohne weitere Erklärung. Geht es hierbei nur um Spritzwasser (Dreck)? Um Feuchtigkeit wird es denke ich nicht gehen, denn 1) Das Wasser läuft ja ab und 2) Der Putz ist ja eine Abdichtung 3) Nach unten ist es auch abgedichtet
Außerdem wäre ich dankbar über Erfahrungsberichte von Leuten die ebenfalls eine Putzfassade haben, wie die das gelöst haben und ob sich da schon irgendwas negatives "gezeigt" hat, wenn man einfach aufschüttet.
M
Myrna_Loy15.03.22 12:40Das Wasser läuft zwar ab, aber Feuchtigkeit kann länger stehen und so in den Putz ziehen. Der Putz bekommt dann früher oder später Risse, platzt ab und Moos und Algen kann gut wachsen.
Meine Lesetipps für Dich (und für Mitleser dieses Threads) lauten: https://www.hausbau-forum.de/threads/bodenplatte-sockelhoehe-vermessung.42114/#post-546969 sowie https://www.hausbau-forum.de/threads/grundriss-bauen-leichten-hang-nicht-genug-fuer-keller-wegen-aushub.42583/ und https://www.hausbau-forum.de/threads/sockelabdichtung-gemaess-technischer-zeichnung.42700/ - da wurde das Thema bereits aus allen Perspektiven eingekreist ...
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K
KingJulien15.03.22 16:14Die vom BDF werden schon wissen was sie schreiben.
Die Nahtstelle Sockelputz/Hausputz ist wahrscheinlich auch bei dir OKRFB.
Auf ebenjenem steht normalerweise die Holzkonstruktion, relativ ungeschützt.
Durch die Tropfkante kann es da nicht rein regnen. Wenn du jetzt auffüllst, spritzt dir da Wasser in die Hinterlüftung und kann evtl. nicht mehr abtrocknen.
Kies hält Wasser außerdem sehr gut! Fasse mal tief in einen oberflächlich trockenen Kieshaufen.
Ich habe den Streifen nach vorgabe ausgeführt und an der Terrasse mit einem (nicht gerade billigen) Gitterrost eben gemacht.
Die Nahtstelle Sockelputz/Hausputz ist wahrscheinlich auch bei dir OKRFB.
Auf ebenjenem steht normalerweise die Holzkonstruktion, relativ ungeschützt.
Durch die Tropfkante kann es da nicht rein regnen. Wenn du jetzt auffüllst, spritzt dir da Wasser in die Hinterlüftung und kann evtl. nicht mehr abtrocknen.
Kies hält Wasser außerdem sehr gut! Fasse mal tief in einen oberflächlich trockenen Kieshaufen.
Ich habe den Streifen nach vorgabe ausgeführt und an der Terrasse mit einem (nicht gerade billigen) Gitterrost eben gemacht.
Dirk__82 schrieb:
2) Der Putz ist ja eine AbdichtungNein und genau deshalb muss die Fassade (von unten) vor Nässe geschützt werden.Lies hier mal quer, wo schon nach wenigen Monaten/Jahren der Putz abfällt, weil dieser Feuchtigkeit zieht (von unten).
Wie andere bereits geschrieben haben, geht es hier um Vermeidung des Stauwassers.
Ist übrigens nicht nur eine Empfehlung des BDF o.ä., sondern eine DIN-Anforderung und gilt nicht nur bei verputzten, sondern genauso auch bei verklinkerten Häusern. Machen viele nur nicht, wie es bauphysikalisch eigentlich richtig wäre.

Ist übrigens nicht nur eine Empfehlung des BDF o.ä., sondern eine DIN-Anforderung und gilt nicht nur bei verputzten, sondern genauso auch bei verklinkerten Häusern. Machen viele nur nicht, wie es bauphysikalisch eigentlich richtig wäre.
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