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ᐅ Holz-Bodenplatte mit Stroh dämmen


Erstellt am: 29.06.20 21:01

L
landhausbauer
29.06.20 21:01
Hallo Zusammen,

die Idee:
  • Einfamilienhaus in Massivholzbauweise
  • Holz Bodenplatte
  • Keine Unterkellerung
  • Dämmen mit Stroh weil es nachhaltig ist und sich auch mit sehr hohen Dämmstärken günstig umsetzen lässt
Hat jemand Erfahrungen damit? Spontane Einfälle?

Was ich mich spontan frage:
  • Wie sieht es mit dem Brandschutz aus?
  • Wie garantiert man, dass sich kein Ungeziefer ins Stroh setzt? Auch wenn alles mit Holz beplankt ist, können sich evtl. Würmer oder ähnliches durchfressen?
Für jede konstruktive Antwort bin ich dankbar!
Besten Gruß
N
nordanney
29.06.20 21:14
landhausbauer schrieb:

Spontane Einfälle?
Spezialisten fragen, die für solch exotischen Wünsche bezahlt werden
P
pagoni2020
29.06.20 21:18
Keine Sorge, mit Stroh brennts dann wenigstens schneller ab-
Quark - aber ich glaube, dass ich kein Stroh wollte.
In unserem alten Haus hatte ich 30 Jahre lang folgende Version (entgegen alle damaligen Vorurteile, Horrorszenarien.......
Es war ein Massivbau mit Rohbetondecke. Direkt auf die Decke haben wir dann zuerst eine Folie gelegt und darauf ich glaube 8 oder 10cm Balken geschraubt. In die Zwischenräume haben wir Korkschüttung eingebracht und darauf dann 28mm Massivholzdielen geschraubt. Dieser Boden ist heute noch im Haus und bleibt es wohl auch nochmal 30 Jahre (inzwischen Haus verkauft). Die Dielen aus Kiefer (das war damals in) hatte ich einmal abgeschliffen bzw. lassen und danach graubraun lasiert. In der Mitte total schick an den Rändern sah es aus wie nach einem Zimmerbrand, weil die Farbpogmente je nach Schliff anders angenommen wurden. Seither schleife ich keinen Boden mehr ab, sodnern tausche aus.
Aus der Not heraus ging dann nur ein deckender Anstrich (Dekowachs von Osmo) und das war die beste Lösung ever.
Unter den Dielen hatte wir noch dünne Korkstreifen gelegt, dass nicht knarrt. Da wir Alles geschraubt hatten war das nie der Fall.
Heute nimmt man meist Fußbodenheizung, weshalb das wohl eher seltener benutzt wird. Schade. Ich war in so vielen Häusern, meinen Fußboden hätte ich nie getauscht.
Mein damaliger Bauspezialist (oldschool) empfahl mir, das teure Kork wegzulassen und einfach Sand dazwischen zu machen.
Ich denke mir, dass Mancher darüber den Kopf schütteln wird aber ehrlich gesagt wäre das genauso gegangen; der Sand dämmt nämlich gut den Schall.
Vlt. kannst ja damit etwas anfangen; heute habe ich Fußbodenheizung und schickes Eiche-Parkett aber ehrlich gesagt vermisse ich manchmal diesen urigen, Massivholzboden, der mit Kratzern och besser aussah als vorher.
Ein bekannter hatte sich auf seinen Massivdielenboden Kies geschüttet und ist danach 3 Wochen lang auf dem Kies gelaufen, um einen rustikalen Effekt zu erzielen (auf so ne Idee muss man erst mal kommen).
Anschlieüßend abgesaugt und auch mit einem Osmo-Wachs o.ä. geölt bzw. gewachst. Das sah mal richtig Klasse aus auch wenn das keiner aus der Nachbarschaft verstehen konnt.
Mut zur individuellen Entscheidung !!!
H
haydee
29.06.20 22:09
Google nach Baustroh und frage Fachleute.

Ich hätte Bauchschmerzen, die Bodenplatte damit zu bauen. An die kommt man nur durch Abbruch ran. Wandisolierung kann man einfacher austauschen
L
landhausbauer
30.06.20 00:16
Ich stelle mir eher eine Holzkonstruktion als Bodenplatte vor, die an wenigen Punktfundamenten aufliegt und daher zumindest durch "kriechen" noch von unten zugänglich ist.

Ich denke in Sachen Rohstoffen müssen alle zukünftig Umdenken und natürliche Dämmstoffe bieten eine nachhaltige Lösung.

Diese typische "google doch" bekommt man wohl immer.. Auch wenn man explizit nach konstruktiven Ratschlägen fragt.

Danke für die Antoworten
P
pagoni2020
30.06.20 00:38
Naja, jetzt steht Deine Frage mal einen Tag, da solltest mal nicht so ungeduldig sein. Dazu ist es eben eine sehr ungewöhnliche Anfrage, die dann bei solch einer Investition doch mit Fachleuten geklärt werden sollte; dazu Dämmstandards, Statik etc.
Diese Bauweise kenne ich teilweise aus anderen Ländern. So besitzt z.B. eimn Bekannter ein Haus in Schweden, das mit Punktfundamenten und in Leichtbauweise gebaut wurde.
Was mich aber ein bisschen verwundert ist, dass Du Alles in Naturbauweise realisieren willst, dann aber doch größere Sorge vor dieser Natur hast.
Ich habe so ähnlich bereits gewohnt im Ausland aber da sind Tiere im und am Hauis eben an der Tagesordnung.
Dazu widersprichst Du Dir etwas, wenn Du die Besuchstiere "Ungeziefer" nennst, das Du nicht im Haus haben willst, das Stroh aber als optimal gilt und Du es aber nicht "UN-kraut" nennst.
Bei so einer Bauweise wirst Du selbstverständlich mit Insekten, Käfern u.a. Tierchen zu tun haben, wie auch Mäusen oder evtl. sogar Ratten oder Marder unter dem Haus kannst Du nicht ausschließen. Katzen verrichten dort gerne ihre Notdurft u.a. Tiere ebenfalls aber das wird Dir wohl geläufig sein.
Wie gesagt kenne ich solche Wohnumstände aus dem Ausland und kenne daher auch die regelmäßigen Gäste am und im Haus. Kolibris waren ja nett aber auf manch anderes Getier hätte ich verzichten können.
Das wiederum kann man dann nur durch gezielte, teilweise drastische Gegenmaßnahmen verhindern, dann aber ist ja der von Dir angestrebte, ökologische und freie Gedanke ad absurdum geführt.
Auch dürften mit Deiner angesprochenen Konstruktion aus statischen Gründen nur begrenzte Baumasse umsetzbar sei.
Bezüglich Brandschutz wird es bei Versicherungen evtl. teurer (siehe Reetdach); auch sollte der heutzutage sehr häufige Fall der Allergieproblematik bedacht sein.
Mein großes Gartenhaus bzw. Gartensauna baue ich auf ähnliche Weise, das Wohnhaus u.a. aus genannten Gründen nicht.
Es gibt ja eine Vielzahl von kleineren Anbietern von Holzhäusern oder auch Holzstammhäusern, auch aus en USA und den baltischen Staaten. Ich denke, dass Du dort Deine gesuchten Antworten bekommst.
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