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ᐅ Ringanker und Holzbalkendecke bei Walmdach - optimal?


Erstellt am: 02.02.19 20:31

U
ufr123
02.02.19 20:31
Hallo zusammen,

unser derzeitiger Plan für ein zweigeschossiges Haus mit Walmdach ("Toskanahaus") sieht folgende Dachkonstruktion vor:
Die oberste Geschossdecke ist als Holzbalkendecke ausgeführt. Die Dachbalken liegen auf einem Ringanker auf. Bauweise ansonsten in Ziegel massiv.

Nun haben uns zwei Generalunternehmer erzählt, dass diese Bauweise aufgrund des Ringankers deutlich zu teuer ist und eine massive Betondecke, auf der die Dachbalken aufliegen, die technisch und wirtschaftlich günstigere Variante wäre. Zudem sei der sommerliche Wärmeschutz dann aufgrund der Betondecke besser.
Damit würde das Haus jedoch höher werden als in unserem bisherigen Plan, der uns eigentlich ganz gut gefällt.

Was meint Ihr? Ist eine Ausführung mit Betondecke wirklich die vorteilhaftere Variante?

Vielen Dank für Eure Einschätzungen,
ufr
N
Nordlys
02.02.19 23:22
Nein. Quatsch. Ringanker und gedämmte Holzdecke oben ist günstiger. Wie kommen die da darauf?
Wärmeschutz ist auch null Problem.
D
dhd82
03.02.19 09:47
Hallo,

muss Nordlys zustimmen, normalerweise ist die Betondecke deutlich teurer (aber auch hochwertiger).
Wenn dein GU nun die Betondecke sogar günstiger anbieten kann, dann würde ich mir die Ausführung im Vertrag / Bauleistungsbeschreibung schriftlich geben lassen und mich über die Betondecke freuen.
Wir sind auch gerade am Bauen und haben im OG zu Spitzboden nur ne Holzdecke mit Rigipsplatten.
Wenn ich noch mal bauen würde, dann niemals mehr mit Holzdecke, die hat bis auf den Preis keine Vorteile.
A
Aliban2014
03.02.19 11:07
Betondecke sind in der Regel kostenintensiver (Materialanteil > Lohnanteil), die Holzbalkendecke sollte in der Regel etwas günstiger (Lohnanteil > Materialanteil) sein. Daher finde ich die Aussagen ungewöhnlich.


Was mir noch dazu einfällt:


Betondecke:
- meines Wissens nach kein Ringanker notwendig, dadurch können die Fenster höher werden wenn der Sturzverstärkung in die Decke kommt statisch, also Vorteil

- Dämmung mWn nur „oberhalb“ der Betondecke möglich, d.h. ihr verliert rund 20cm Höhe oben im Speicher und die 20cm Betondecke wird erst mal „sinnlos“ mitgeheizt, also beides eher Nachteil mMn

- „keine“ Bewegung zu Wänden also keine Risse wir bei Holzbalkendecke, also Vorteil

- einfachere Spotplanung und Installation weil keine Abstände der Holzbalken beachtet werden müssen


Holzbalkendecke:
- Gegenteil zu oben, Ringanker notwendig dadurch werden Fenster niedriger wenn nicht der Ringanker ausgespart wird.Wenn der ausgespart wird etwas kann das dann aber optisch von außen komisch aussehen, weil das Fenster dann „ins Dach“ rutscht. Wenn dann noch ein Dachkasten gemacht wird siehts bestimmt merkwürdig aus. Ähnlich hohe Fenster wie bei einer Betondecke könnte nur durch höhere Raumhöhe und abgehängte Decke erreicht werden mWn. Also eher Nachteil. Wenn die Fenster im OG genau so hoch wie im EG sein sollen, muss die Raumhöhe im OG viel höher als im EG sein weil der Ringanker Höhe braucht.

- Dämmung erfolgt idR zwischen den Sparren (zb Grundfläche aufgeteilt in 92% Dämmung 8% Holzbalken, also 8% „Heizverlust“). Trotzdem meiner Meinung nach eher Vorteil.

- Holz arbeitet, es kommt also im Lauf der Zeit normalerweise zu Rissen an den Übergängen zu den Wänden wenn man innen Rauputz machet. Bei Tapeten wohl nicht das Problem. Ganz klar Nachteil wenn man Rauputz macht. Kann man vlt abmildern wenn man Längslattung+OSB+Rigips macht statt nur Querlattung+Rigips als Deckenverkleidung.

- kniffligere Spotplanung und Installation weil Abstände der Holzbalken beachtet werden müssen



Fazit:
Wie oft beim Hausbau ist die Wahl der Decke mMn Geschmackssache.


Holzbalkendecke benötigt mehr Arbeitszeit mWn daher „wollen“ die das wohl eher schnell fertig haben und nicht ewig an der Holzbalkendecke arbeiten und bieten diese „auf dem Papier“ günstiger an.
U
ufr123
03.02.19 16:39
Vielen Dank schon mal für die Antworten, das hilft uns in der Entscheidung weiter!
dhd82 schrieb:
Hallo,
Wenn ich noch mal bauen würde, dann niemals mehr mit Holzdecke, die hat bis auf den Preis keine Vorteile.

Kannst Du noch kurz sagen, warum Du nicht mehr mit Holzdecke bauen würdest?
Danke!
D
dhd82
03.02.19 22:16
Bei einer Betondecke benötigst du keine Dampfbremse. Das Aufbringen ist eine Arbeit, die sehr gründlich ausgeführt werden muss, da du sonst Probleme mit Feuchtigkeit bekommen kannst.
Ich habe unsere Decke nach Aufbringen der Dampfbremse minutiös nach Undichtigkeiten abgesucht und auch welche gefunden und hoffe nun, dass ich nichts übersehen habe.

Es ist zudem wesentlich einfacher etwas an einer Betondecke zu befestigen als an einer Ripigsdecke (nicht im Sinne des notwendigen Kraftaufwands, der ist bei Beton natürlich wesentlich höher, sondern in der technischen Durchführung.

Du lebst in einem Haus mit Betondecke zwischen OG und Spitzboden sicher nicht anders als mit Holzdecke (außer du baust den Spitzboden aus, dann kommt der Aspekt Schallschutz noch hinzu), aber du hast mit einer Betondecke eine Konstruktion, die weniger fehleranfällig ist und mit der du flexibler bei der Anbringung von Gegenständen an der Decke bist.
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