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ᐅ Hausbau mit Multiplikator > 30?


Erstellt am: 21.12.18 12:09

F
fab101
21.12.18 12:09
Hallo,

da wir als Familie (beide um die 40) mehr Platz benötigen und es in unserer Region leider keine uns ansprechenden Kaufobjekte gibt - vieles ist eher älter -, überlegen wir den Hausbau.

In Summe würden wir für 155qm mit Carport ca. 465.000 ausgeben inkl. Grundstück, Küche, Garten etc.

Jetzt ist es nur so, dass die Kaltmietpreise für (ältere) Bestandsimmobilien in unserer Region eher so bei 7-7,50€/qm liegen. D.h. der wirtschaftliche Multiplikator für unser Vorhaben liegt damit jenseits der 30.

Wir planen eigentlich keinen Verkauf, liegen in der o.g. Konfiguration aber ca. 120.000€ über (ehemals?) in der Praxis üblicheren Multiplikatoren von ca. 25.

Wie schätzt ihr das ein? Warum sollte an das machen / nicht machen? Herz über Kopf?
N
nordanney
21.12.18 12:24
Bitte nicht böse verstehen, aber über Eure Gedanken musste ich lächeln.
Bei uns auf dem Land (Niederrhein) läge der Faktor jenseits der 40, in großen Ballungsräumen noch deutlich darüber.

Eine Immobilie kauft man auch nicht nach dem Faktor, zumindest wenn es eine eigengenutzte ist. Da denkt man als Anleger dran bei einem Mehrfamilienhaus (wobei ein Faktor 30 da auch normal ist bei Neubauten). Eine eigene Immobilie hat immer etwas mit Lebensgefühl zu tun, für das man einen gewissen Preis zu zahlen bereit ist. Davon abgesehen bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.

Was ist denn die Alternative zu einem Kauf? Mieten und das ersparte Geld (Miete ist i.d.R. günstiger als die eigenen Immobilie) zur Seite legen? Ja, könntest Du machen, aber sparen wirst Du nicht, da der normale Mensch das Geld ausgibt, was er hat. Dann lieber kaufen und "zwangssparen" - meine Meinung.

Du kannst auch noch warten, bis die Preis wieder zurückgehen. Das werden sie auch tun (in nicht allzu ferner Zukunft). Dann ist der Faktor besser, aber die Finanzierungskosten werden diesen Vorteil wieder auffressen, da mit den sinkenden Preisen auch ein Zinsanstieg einher gehen wird. Hilft Dir nur, wenn Du massig Eigenkapital hast.
R
readytorumble
21.12.18 12:27
Mich würde irgendein Multiplikator einen feuchten Dreck interessieren.
Die einzige Frage die ich mir stellen würde: Ist euch die gesteigerte Lebensqualität 465.000 Euro wert?

In wie weit es eure Lebensqualität steigert, könnt nur ihr selber beantworten. Wenn es vergleichbare Objekte zu diesem günstigen Mietpreis geben würde, dann ist die Steigerung sicherlich gering. Wenn nicht, dann höher.

Andere Frage: Gibt es bei euch passende Grundstücke mit Preis maximal 100.000 Euro?
Denn teurer darf das Grundstück nicht sein, sonst klappt das mit den 465.000 Euro wahrscheinlich nicht.
H
HilfeHilfe
21.12.18 16:33
Ich würde mir die Gedanken machen welchen Betrag muss ich finanzieren und bis wann. Habt ihr mit 42 genug Eigenkapital ? Als IT Leiter bei solchen geringen Mietkosten würde ich es annehmen . Ansonsten die geringen Mietkosten genießen . In Ballungsräumen gibts nix für das
J
Jean-Marc
23.12.18 08:50
Dieses Problem hat wohl aktuell jeder Bauherr. In dem Ort, wo wir bauen werden, beträgt die Durchschnittsmiete auch nur 5-6 Euro, was bei uns dann einen Faktor von ca. 35 ergibt. Völlig normal derzeit. Da runzelt schon lange kein Finanzierungsberater mehr mit der Stirn, nur weil früher in der Branche max. 25 als Höchstwert galten.
G
ghost
23.12.18 14:54
Baust du eher ländlich oder in/an einer Großstadt?
immobiliegrundstückeigenkapitalmietkosten