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ᐅ Dämmung alte Scheune: 2 Architekten, 2 Meinungen


Erstellt am: 17.09.17 12:12

R
rungholt78
17.09.17 12:12
Hallo,

ich plane eine alte Scheune (Bj. 70) zum Wohnhaus umzubauen.
Die Außenwände bestehen teilweise aus 24 cm Hohlblocksteine und teilweise aus 24 cm Ziegelsteine.

Ich hatte jetzt zwei Architekten Vorort, die eine ganz unterschiedliche Herangehensweise an das Projekt haben. Der eine würde eine klassische Außendämmung vornehmen, der andere eine Dämmung von innen über Holzelemente (Haus in Haus -Konstruktion). Die Dämmung über eine Holzbaukonstruktion innen begründet er mit den Kältebrücken, die er anders nicht beseitigt bekäme. Der andere Architekt möchte diese über "Verzögerungsstreifen" eliminieren.

Ich bin etwas verunsichert. Bevor es in die konkrete Planungsphase geht,müsste ich mich für einen Architekten und damit für eine Vorgehensweise entscheiden.

Hat jemand Erfahrung mit der Dämmung beim Scheunenausbau?

Viele Grüße
Sascha Lohaus
1
11ant
17.09.17 12:46
Ich sähe für diese Frage einen Energieberater als geeigneter als einen Architekten (obwohl es unter denen auch welche gibt, die sich da Expertise draufgeschafft haben, aber manchen langt auch ihr Mitschrieb aus einer einzigen Vorlesung dazu).

Scheunen sind ja nicht selten grenzständig, womit eine Wandverdickung nach Außen meist schon vom Tisch sein dürfte - abgesehen von dem Fragezeichen, das das hinter eine Umnutzungsgenehmigung setzt. Mal so rein nachbarrechtlich gesehen, selbst wenn die Gemeinde vielleicht tendenziell pro Wohnumnutzung eingestellt ist.
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K
Kaspatoo
25.09.17 09:58
das Thema Kältebrücken ist hierbei tatsächlich schon ganz wichtig. Insofern stimmt es dass hier einer Ahnung von Energie haben sollte. Die Verbraucherzentrale bietet kurze kostenlose telefonische Beratungen dazu an und auch für eine Spende von 10€ auch eine persönliche Beratung von einer Stunde.

Ich würde den Architekten der sagt, er könne die Kältebrücken nicht abschaffen fragen wie genau er das meint und wo das Problem sei.
Den andern würde ich fragen ob und wie er die Kältebrücken bei seiner Vorgehensweise eliminieren kann und ihn ggf. mit den gesehenen Problemen des ersten Architekten konfrontieren.

Mit dem Wissen würde ich mir eine dritte Meinung bei der Energieberatung einholen. Wobei man muss sagen, der Herr von der Energieberatung wollte es 100% energetisch machen, Kfw55 war gefordert, ich hatte den Eindruck er wollte mir KfW0 verordnen weil er selbst sehr davon überzeugt ist.
Auch gute Hilfe (auch hier zunächst unverbindlich und kostenlos, später mit transparenten Kosten) habe ich beim Bauherren-Schutzbund gefunden. Hier gibt es "freiwillige" Ingineure und Architekten die Ihre Fachkenntnis zur Beratung und Bauüberwachung anbieten.

Du kannst aber auch über ein zweischaliges Mauerwerk nachdenken. Dazu müsste dein Dachüberstand aber noch groß genug sein.
Wenn die Dämmung außen vor kommt, ist auch die Frage, wie sieht der Abschluss zum Boden hin aus? Du hast ja keine überstehende Bodenplatte mehr. Deine Kältebrücke wäre also unten im Knick zur Bodenplatte. Ggf. müsste man die Dämmung noch nen halben Meter tiefer ins Erdreich ziehen oder so ähnlich....
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