ᐅ Zentrale und dezentrale Lüftung, kurzer Erfahrungsbericht
Erstellt am: 11.07.15 13:12
H
hexentrics11.07.15 13:12Hallo,
nachdem ich 1 Jahr passiv viele Beiträge las, wir vor einem Jahr in einen Neubau einzogen, ein subjektiver Bericht zu der Frage, welche mich lange beschäftigte.
Wir wohnen in einem Flachdachhaus, massiv. Kfw 70, Blower door Test knapp an der Passivhausgrenze. Unrichtigkeit über Grundofen mit Frischluftzufuhr.
Ich wollte nach vielen Überlegungen eine Lüftung. Letztendlich haben wir für unseren Wohnbereich eine Comfoair 350 mit Soleerdwärme, aufgrund akustischer Entkopplung für die Einliegerwohnung eine Inverter Twin Anlage (sind ca. 25m2) angeschafft. Die Kosten waren höher als hier im Durchschnitt gepostet.
Meine rein subjektive Einschätzung nach 1 Jahr:
zentral: deutlich leiser, eher Strömungsgeräusch. Mit der Hand am Auslass merkt man den Luftzug gut, es zieht aber nicht. Zentrale Steuerungsmöglichkeit ist komfortabel. Soleerdwärmetauscher ist nice to have, habe die Temperaturgrenzen ausgereizt. In schwülen Hochsommertagen ist es nicht so "dämpfig", trockener von der Luft. Im Winter habe ich noch keine ausreichenden Erfahrungen. Die Luft im ersten Winter war schon trocken (25-35%), ich werde diesen Winter die Feuchtigkeitsrückgewinnende Membran kaufen. Störung bisher keine. Wartung: Kegelfilter im Auslass alle 3 Monate Austauschbedürftig (keine Originalprodukte), also eher günstig. Grob und Feinfilter habe ich beides, Grobfilter wird alle 3 Monate entstaubt, alle 6 Monate gewechselt. F7 1/Jahr. Originalprodukte bisher teuer. Habe günstigere bestellt (deutsche Fa., 5 Buchstaben, beginnt mit S.), werde diese versuchen.
dezentral: trotz innerem Schallschutz für mich unangenehmes Lüftergeräusch, Luftzug verspüre ich kaum, Grobfilter lässt sich auswaschen, daher bisher keine Wartungskosten. "Schweizer Käse" Problem, da akustische Öffnung nach außen.
Mein Fazit fürs Haus: zentrale Lüftung sinnvoll, SoleErdwärme nice to have. Hoher Komfortgewinn (keine Moskitos z.B.). Dezentrale eher für kleine Wohneinheiten.
Vielen Dank für die vielen Hilfreichen Beiträge, welche ich las.
hexentrics
nachdem ich 1 Jahr passiv viele Beiträge las, wir vor einem Jahr in einen Neubau einzogen, ein subjektiver Bericht zu der Frage, welche mich lange beschäftigte.
Wir wohnen in einem Flachdachhaus, massiv. Kfw 70, Blower door Test knapp an der Passivhausgrenze. Unrichtigkeit über Grundofen mit Frischluftzufuhr.
Ich wollte nach vielen Überlegungen eine Lüftung. Letztendlich haben wir für unseren Wohnbereich eine Comfoair 350 mit Soleerdwärme, aufgrund akustischer Entkopplung für die Einliegerwohnung eine Inverter Twin Anlage (sind ca. 25m2) angeschafft. Die Kosten waren höher als hier im Durchschnitt gepostet.
Meine rein subjektive Einschätzung nach 1 Jahr:
zentral: deutlich leiser, eher Strömungsgeräusch. Mit der Hand am Auslass merkt man den Luftzug gut, es zieht aber nicht. Zentrale Steuerungsmöglichkeit ist komfortabel. Soleerdwärmetauscher ist nice to have, habe die Temperaturgrenzen ausgereizt. In schwülen Hochsommertagen ist es nicht so "dämpfig", trockener von der Luft. Im Winter habe ich noch keine ausreichenden Erfahrungen. Die Luft im ersten Winter war schon trocken (25-35%), ich werde diesen Winter die Feuchtigkeitsrückgewinnende Membran kaufen. Störung bisher keine. Wartung: Kegelfilter im Auslass alle 3 Monate Austauschbedürftig (keine Originalprodukte), also eher günstig. Grob und Feinfilter habe ich beides, Grobfilter wird alle 3 Monate entstaubt, alle 6 Monate gewechselt. F7 1/Jahr. Originalprodukte bisher teuer. Habe günstigere bestellt (deutsche Fa., 5 Buchstaben, beginnt mit S.), werde diese versuchen.
dezentral: trotz innerem Schallschutz für mich unangenehmes Lüftergeräusch, Luftzug verspüre ich kaum, Grobfilter lässt sich auswaschen, daher bisher keine Wartungskosten. "Schweizer Käse" Problem, da akustische Öffnung nach außen.
Mein Fazit fürs Haus: zentrale Lüftung sinnvoll, SoleErdwärme nice to have. Hoher Komfortgewinn (keine Moskitos z.B.). Dezentrale eher für kleine Wohneinheiten.
Vielen Dank für die vielen Hilfreichen Beiträge, welche ich las.
hexentrics
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Mr.Martin06.08.15 11:17Wir haben seit 3 Jahren eine zentrale Lüftungsanlage von Weißhaupt und sind damit zufrieden. Wir lassen die Lüftung immer auf der niedrigsten Stufe laufen, da wir auch ab und zu noch die Fenster aufmachen. Im Sommer hat es den Vorteil, dass man die Fenster nicht aufmachen muss und somit keine Fliegen oder Güllegestank ins Haus kommt.
Im Winter verschwendet man nicht die gute Warme Luft nach draußen.
Ich behaupte ja, dass es auch ohne Lüftung gehen würde..aber so ist es einfacher und angenehmer... also auch etwas Luxus
Im Winter verschwendet man nicht die gute Warme Luft nach draußen.
Ich behaupte ja, dass es auch ohne Lüftung gehen würde..aber so ist es einfacher und angenehmer... also auch etwas Luxus
S
Sebastian7906.08.15 11:19Seit wann filtern Lüftungsanlagen Gerüche raus ?
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Musketier06.08.15 12:56Mr.Martin schrieb:
Wir lassen die Lüftung immer auf der niedrigsten Stufe laufen, da wir auch ab und zu noch die Fenster aufmachen. Im Sommer hat es den Vorteil, dass man die Fenster nicht aufmachen muss und somit keine Fliegen oder Güllegestank ins Haus kommt.Und gegen Fliegen gibts auch Fliegengitter.
Gegen die Hitze dürfte es sogar kontraproduktiv sein, den ganzen Tag die Lüftung auf der niedrigsten Stufe laufen zu lassen.
Meiner Meinung nach tagsüber keine Luftaustausch und abends/morgens/nachts soviel wie möglich. Da sind aber offene Fenster mit Durchzug einfach effektiver und geräuschärmer, statt einer Lüftung auf Volllast.
Sebastian79 schrieb:
Seit wann filtern Lüftungsanlagen Gerüche raus ?Bei Bedarf kann man AK-Filter einsetzen
Musketier schrieb:
Und gegen Fliegen gibts auch Fliegengitter.Durch das Fliegengitter kommt aber auch der Staub und die Pollen rein, die der F7 Filter sonst raus filtert...
Musketier schrieb:
Gegen die Hitze dürfte es sogar kontraproduktiv sein, den ganzen Tag die Lüftung auf der niedrigsten Stufe laufen zu lassen.
Meiner Meinung nach tagsüber keine Luftaustausch und abends/morgens/nachts soviel wie möglich. Da sind aber offene Fenster mit Durchzug einfach effektiver und geräuschärmer, statt einer Lüftung auf Volllast.Aber auch tagsüber muss ich doch mein Haus lüften und gegen die Wärmerückgewinnung gibts einen Bypass im Gerät (sollte zumindest)
Der sorgt dann auch nachts für Abkühlung ohne das das Gerät auf der höchsten Stufe läuft. Der Soleerdwärmetauscher unterstützt das ganze noch zusätzlich, indem er der Außenluft Feuchtigkeit entzieht und sie (leicht) abkühlt. Die Luft ist so deutlich angenehmer als die feuchte Außenluft, die durchs Fenster rein kommt.
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