Hallo zusammen, ich habe seit Kurzem ein Kallax-Regal von Ikea und bemerke, dass sich an der Rückwand, die ja aus dünnem Holz oder Pressspan besteht, besonders in den kühleren Nächten Kondenswasser zu bilden scheint. Meine eigentliche Frage ist: Hat jemand von euch Erfahrung mit solchen Kondenswasseransammlungen an der Kallax-Rückwand und kann berichten, ob dadurch langfristig Schäden am Material entstanden sind? Mich interessiert vor allem, ob die Feuchtigkeit tatsächlich zu Verformungen, Schimmelbildung oder anderen strukturellen Problemen geführt hat. Gibt es vielleicht schon bewährte Methoden, um das Problem zu vermeiden oder zu mindern? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und Tipps!
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pinJustin08.09.17 18:45Ich hatte das Problem damals auch. Kondenswasser kann bei Kallax Rückwänden schonmal zu Quellungen führen. Einfach trocknen lassen und feuchtigkeitsabsorbierende Pads nutzen, dann bleibt es meist ohne größere Schäden.
pinJustin schrieb:
Kondenswasser kann bei Kallax Rückwänden schonmal zu Quellungen führen.Das ist richtig, und zwar hängt das sehr stark von der Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und der Art der Rückwand ab. Kallax-Rückwände bestehen häufig aus einer dünnen Holzfaserplatte ohne Schutzlack oder Versiegelung, weshalb sie Feuchtigkeit sehr schnell aufnehmen.
Daran anschließend quillt das Material, was man eindeutig durch anschwellende Kanten oder veränderte Ebenheit der Platte erkennt.
Der wichtigste Punkt wäre die Darstellung der genauen Umgebungsbedingungen: Steht das Regal unweit einer Außenwand? Wie ist die Lüftung im Raum geregelt? Gibt es Heizquellen in der Nähe?
Die Ursache für Kondensatbildung an dieser Stelle ist meist ein Temperaturunterschied zwischen Hinterseite der Rückwand und Raumluft, der bei hoher Raumfeuchtigkeit zu Kondensation führt. Besonders in ungeheizten oder schlecht belüfteten Räumen kann das massiv sein.
Langfristige Schäden ergeben sich nicht nur durch Quellung, sondern auch durch Schimmelbefall, wenn die Feuchtigkeit länger bestehen bleibt. Eine Behandlung der Rückwand mit einem wasserabweisenden Lack, oder sogar das Nachrüsten einer hellen, diffusionsoffenen Dampfbremse hinter dem Regal, kann die Feuchteeinwirkung vermindern.
Ich würde dich bitten, etwas mehr darüber zu schreiben, wie dein Kallax steht, ob du regelmäßig lüftest und welche Luftfeuchtigkeit im Raum herrscht.
fidasi schrieb:
Der wichtigste Punkt wäre die Darstellung der genauen UmgebungsbedingungenDanke für den Hinweis! Das Regal steht bei mir in einem Wohnzimmer mit Südfenstern, die auch nachts manchmal nur leicht gekippt sind. Die Luftfeuchtigkeit liegt laut Hygrometer meist zwischen 45 und 55 Prozent, in der Nacht kann es durchaus auf 60 steigen. Die Rückwand ist standardmäßig, also keine besondere Versiegelung.
Ich habe bislang nicht speziell gelüftet, außer normale Stoßlüftung am Tag. Heizquellen sind etwa 2-3 Meter entfernt, ca. 20 Grad Raumtemperatur. Ich nehme an, dass die recht kühle Außenwand hier eine Rolle spielt.
Lorahau schrieb:
Die Rückwand ist standardmäßig, also keine besondere Versiegelung.Genau hier liegt doch meistens der Hund begraben. Solche dünnen Rückwände sind ohnehin schon knapp dimensioniert und dann Feuchtigkeit schutzlos ausgesetzt – das ist fast zwangsläufig eine Einladung zur Materialschädigung.
fidasi schrieb:
Eine Behandlung der Rückwand mit wasserabweisendem Lack kann die Feuchteeinwirkung vermindern.Das ist zwar eine Möglichkeit, aber in einem Wohnraum mit wechselnder Luftfeuchte und Temperatur könnte man argumentieren, dass man statt der üblichen Rückwand besser eine dampfdiffusionsoffene Platte einsetzen müsste. Etwas, das Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann, ohne Schaden zu nehmen.
Gibt es konkrete Erfahrungsberichte, wie lange so eine nicht behandelnde Rückwand tatsächlich durchhält, wenn die Kondensbildung regelmäßig auftritt?
Aus technischer Sicht ist zu sagen, dass Kallax-Rückwände meist aus dünnem MDF oder Spanholz bestehen, das nicht für Feuchtigkeitsbelastung ausgelegt ist.
Feuchtigkeit, vor allem Kondenswasser, kann innerhalb von Monaten zu Quellungen führen. Besonders kritisch wird es, wenn das Regal in direkt feuchtigkeitsbelasteten Zonen steht oder im Winter die Temperaturdifferenz groß ist.
Eine einfache Maßnahme ist, die Rückwand vor der Montage mit einem wasserabweisenden Lack oder Holzschutzmittel zu behandeln. Alternativ bieten sich Diffusionsoffene Folien oder dünne Hartfaserplatten an, die besser mit Feuchtigkeit umgehen.
Langfristige Schäden wie Verformungen und Schimmel sind bei unbehandelter Rückwand leider keine Seltenheit. Daher empfehle ich, das Regal nicht direkt an kalte Außenwände zu stellen und für ausreichende Durchluftung zu sorgen.
Feuchtigkeit, vor allem Kondenswasser, kann innerhalb von Monaten zu Quellungen führen. Besonders kritisch wird es, wenn das Regal in direkt feuchtigkeitsbelasteten Zonen steht oder im Winter die Temperaturdifferenz groß ist.
Eine einfache Maßnahme ist, die Rückwand vor der Montage mit einem wasserabweisenden Lack oder Holzschutzmittel zu behandeln. Alternativ bieten sich Diffusionsoffene Folien oder dünne Hartfaserplatten an, die besser mit Feuchtigkeit umgehen.
Langfristige Schäden wie Verformungen und Schimmel sind bei unbehandelter Rückwand leider keine Seltenheit. Daher empfehle ich, das Regal nicht direkt an kalte Außenwände zu stellen und für ausreichende Durchluftung zu sorgen.
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