ᐅ Grundstück und Haus Finanzieren? Grundschuld aufnehmen? Baukosten?
Erstellt am: 12.03.19 08:35
B
Bayerin
Hallo liebe Forumsgemeinde,
Seit ca einem halben Jahr lese ich eifrig mit, da wir ein Grundstück in Bayern gekauft haben.
Aber jetzt ist es soweit, ich verzweifle...
Folgende Situation:
Wir (35, 38 mit zwei Kindern, 8, 12, keine weiteren geplant) haben letztes Jahr ein Grundstück gekauft:
190.000 € voll erschlossen inkl Kaufnebenkosten, davon 150.000 Kredit, der schon abgezahlt wird, 40.000 aus dem Eigenkapital;
Finanzielle Situation:
Einkommen ca. 6.000 netto
Ausgaben:
Kreditrate Grundstück 600€
Bausparer gesamt 600€ (einer mit 400€ wird dann in die Hausfinanzierung eingebracht)
Kaltmiete 500€ (Sehr günstig erwischt)
Nebenkosten 300€
Ansonsten monatliche Kosten variabel; Wichtig hierzu: es werden jeden Monat 1000€ aufs Extrakonto gepackt und wir müssen uns dafür nicht sonderlich einschränken.
Eigenkapital 135.000€ aktuell. (Abzüglich 40.000 für Grundstück, also noch 85.000)
Jetzt wollen wir logischerweise ein Haus darauf setzen. Der Entwurf ist fertig und gefällt uns extrem gut:
145qm mit überlanger Doppelgarage ohne Keller, Satteldach, E+1, Kniestock bei 1,0 Meter (Vorgaben durch Bebauungsplan: Dach, Kniestock, E+1); Grundstück muss ca 1 Meter aufgeschüttet werden auf Straßenhöhe; KfW55
Mein Mann ist Architekt und wir vergeben alle Gewerke selbst.
Eigentlich dachten wir, das muss ja gut hinhauen, keine riesige Wohnfläche, kein Keller usw.
Jetzt kommt aber der Preishammer: Das Haus allein wird auf 405.000€ kommen. ?!?!?
Ich weiß gerade nicht weiter. Wir haben schon beim Grundstückskauf eine Grundschuld von 400.000 eintragen lassen, weil das im Kopf auch unser Limit war, was wir ausgeben wollten. Das würde jetzt nicht mehr reichen...
Von den Eltern würden wir noch 20.000 leihen können, aber sogar das reicht ja nicht.
Ich falle echt vom Glauben ab.
Hier mal noch die Gewerke:
Rohbau mit Putz und Estrich 150.000 (inkl. Bodenarbeiten)
Dach 40.000
Trockenbau 30.000
Kaminofen 10.000
Fenster, Türen (Holz- Aluminium mit Raffstoren) 50.000
Sanitär 40.000 (Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Kontrollierte-Wohnraumlüftung) ohne Sanitärgegenstände (die kaufen wir selbst und lassen von Bekannten anschließen)
Fliesen 10.000 (das ist noch geschätzt, Angebot liegt noch nicht vor)
Hausanschlüsse 10.000
Garagentor 4.000
Statik 2.400
Küche und Schreiner 20.000 (geschätzt)
Elektro 16.000
Treppengeländer aus Stahl 3.500
Wir haben bestimmt im höheren Standard geplant, aber das ist jetzt doch zu extrem...
Meine Fragen an euch sind nun, nachdem ihr tapfer alles gelesen habt
Wo kommt der krasse Endpreis her?
Was machen wir mit der Finanzierung? Kann man ggf mehr als die Grundschuld aufnehmen? Und ist das dann mit unserem Einkommen noch darstellbar? Aktuell kämen wir auf knapp 1.700 Rate, wenn wir bei den 400.000 bleiben.
Danke schon mal an alle, die sich hier so viel Mühe geben!!!
Seit ca einem halben Jahr lese ich eifrig mit, da wir ein Grundstück in Bayern gekauft haben.
Aber jetzt ist es soweit, ich verzweifle...
Folgende Situation:
Wir (35, 38 mit zwei Kindern, 8, 12, keine weiteren geplant) haben letztes Jahr ein Grundstück gekauft:
190.000 € voll erschlossen inkl Kaufnebenkosten, davon 150.000 Kredit, der schon abgezahlt wird, 40.000 aus dem Eigenkapital;
Finanzielle Situation:
Einkommen ca. 6.000 netto
Ausgaben:
Kreditrate Grundstück 600€
Bausparer gesamt 600€ (einer mit 400€ wird dann in die Hausfinanzierung eingebracht)
Kaltmiete 500€ (Sehr günstig erwischt)
Nebenkosten 300€
Ansonsten monatliche Kosten variabel; Wichtig hierzu: es werden jeden Monat 1000€ aufs Extrakonto gepackt und wir müssen uns dafür nicht sonderlich einschränken.
Eigenkapital 135.000€ aktuell. (Abzüglich 40.000 für Grundstück, also noch 85.000)
Jetzt wollen wir logischerweise ein Haus darauf setzen. Der Entwurf ist fertig und gefällt uns extrem gut:
145qm mit überlanger Doppelgarage ohne Keller, Satteldach, E+1, Kniestock bei 1,0 Meter (Vorgaben durch Bebauungsplan: Dach, Kniestock, E+1); Grundstück muss ca 1 Meter aufgeschüttet werden auf Straßenhöhe; KfW55
Mein Mann ist Architekt und wir vergeben alle Gewerke selbst.
Eigentlich dachten wir, das muss ja gut hinhauen, keine riesige Wohnfläche, kein Keller usw.
Jetzt kommt aber der Preishammer: Das Haus allein wird auf 405.000€ kommen. ?!?!?
Ich weiß gerade nicht weiter. Wir haben schon beim Grundstückskauf eine Grundschuld von 400.000 eintragen lassen, weil das im Kopf auch unser Limit war, was wir ausgeben wollten. Das würde jetzt nicht mehr reichen...
Von den Eltern würden wir noch 20.000 leihen können, aber sogar das reicht ja nicht.
Ich falle echt vom Glauben ab.
Hier mal noch die Gewerke:
Rohbau mit Putz und Estrich 150.000 (inkl. Bodenarbeiten)
Dach 40.000
Trockenbau 30.000
Kaminofen 10.000
Fenster, Türen (Holz- Aluminium mit Raffstoren) 50.000
Sanitär 40.000 (Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Kontrollierte-Wohnraumlüftung) ohne Sanitärgegenstände (die kaufen wir selbst und lassen von Bekannten anschließen)
Fliesen 10.000 (das ist noch geschätzt, Angebot liegt noch nicht vor)
Hausanschlüsse 10.000
Garagentor 4.000
Statik 2.400
Küche und Schreiner 20.000 (geschätzt)
Elektro 16.000
Treppengeländer aus Stahl 3.500
Wir haben bestimmt im höheren Standard geplant, aber das ist jetzt doch zu extrem...
Meine Fragen an euch sind nun, nachdem ihr tapfer alles gelesen habt
Wo kommt der krasse Endpreis her?
Was machen wir mit der Finanzierung? Kann man ggf mehr als die Grundschuld aufnehmen? Und ist das dann mit unserem Einkommen noch darstellbar? Aktuell kämen wir auf knapp 1.700 Rate, wenn wir bei den 400.000 bleiben.
Danke schon mal an alle, die sich hier so viel Mühe geben!!!
Doch es ist für Privatleute sicherlich relevant.
Fritzbox im Hauswirtschaftsraum und dann wundern dass das Wifi und den oberen Stockwerken langsam (nur 2,4 Ghz) oder nicht vorhanden ist. Streaming läuft nicht richtig usw. Dann wird mit Krückenlösungen (Powerlan oder Repeater) versucht zu verbessern was nicht richtig funktioniert.
Zwei weitere Landosen auf den Stockwerken mit eigenem Accesspoint und alles würde funktionieren.
Fritzbox im Hauswirtschaftsraum und dann wundern dass das Wifi und den oberen Stockwerken langsam (nur 2,4 Ghz) oder nicht vorhanden ist. Streaming läuft nicht richtig usw. Dann wird mit Krückenlösungen (Powerlan oder Repeater) versucht zu verbessern was nicht richtig funktioniert.
Zwei weitere Landosen auf den Stockwerken mit eigenem Accesspoint und alles würde funktionieren.
D
Deliverer13.03.19 11:30wurmwichtel schrieb:
Habe selber eine FritzBox 7490, die im Hauswirtschaftsraum steht und das einzige Funknetz im Umkreis von 40m erzeugt.
Warum funktioniert das WLAN im darüber befindlichen Bad nicht?
Mir ist die Ursache bekannt - völlig banal und nicht abänderbar. Trotzdem wäre ich über eine Antwort eurerseits erfreut, damit ihr zeigen könnt, dass ihr wisst wovon ihr schreibt.Dann versuche ich es halt mal:
Da die Fritze über eine Rundstrahlantenne verfügt, schließe ich mal aus, dass es an der Abstrahlung selber liegt.
Da ihr den Fußboden im Bad wahrscheinlich auch nicht mit Bleiplatten belegt habt, bleibt nur noch der Hauswirtschaftsraum als Problemquelle übrig.
Mein Tipp ist also, dass die Verteilung der Leitungen der Fußbodenheizung fürs OG zufällig an der Unterseite des Bades im OG vorbeigeführt werden. Das sind dann massiv viele Wasserführende Bauteile, deren Dämpfung einfach zu hoch ist. Das 2,4 GHz-Band liegt zufällig fast genau auf der Frequenz von Microwellen - und das die gerne die Enerige ans Wasser abgeben ist ja bekannt. Die 7490 kann zwar auch auf 5 gHz senden - damit ist aber eh meistens auch nach der ersten massiven Wand Schluss. Ganz sicher aber nach armiertem Beton.
W
wurmwichtel13.03.19 11:49So ist es.
Weitestgehend.
Der Aufbau unseres Hauses benötigte vergleichsweise viel Stahl zur Abstützung der Dachkonstruktion und dämpft das Signal auf nicht mal 3m Entfernung so stark, das der Empfang in Kombination mit der Fußbodenheizung unmöglich wird.
Im EG ist die Dämpfung in die bewohnten Bereiche ebenfalls sehr hoch weil das Signal durch mindestens 35cm Kalksander plus mindestens 8cm Putz durch muss (zwei, beziehungsweise 3 Wände)
Per se ist gegen WLAN nichts einzuwenden, jedoch eine Konzentration der gesamten Datenverkehre darauf eine störanfällige Einbahnstraße.
In unserer alten Wohnung hatten wir leitungsgebunden nie Probleme, mit WLAN jedoch immer wieder mal.
Im Haus wird es nicht anders sein.
Weitestgehend.
Der Aufbau unseres Hauses benötigte vergleichsweise viel Stahl zur Abstützung der Dachkonstruktion und dämpft das Signal auf nicht mal 3m Entfernung so stark, das der Empfang in Kombination mit der Fußbodenheizung unmöglich wird.
Im EG ist die Dämpfung in die bewohnten Bereiche ebenfalls sehr hoch weil das Signal durch mindestens 35cm Kalksander plus mindestens 8cm Putz durch muss (zwei, beziehungsweise 3 Wände)
Per se ist gegen WLAN nichts einzuwenden, jedoch eine Konzentration der gesamten Datenverkehre darauf eine störanfällige Einbahnstraße.
In unserer alten Wohnung hatten wir leitungsgebunden nie Probleme, mit WLAN jedoch immer wieder mal.
Im Haus wird es nicht anders sein.
hampshire schrieb:
Wenn Du "agil" baust, musst Du Dir das leisten können oder Du gehst hoffnungslos unter. Da Du offenbar Geld aufnehmen musst, kannst Du Dir eine agile Vorgehensweise (--> wir lösen die Herausforderung wenn sie kommt und bleiben flexibel in der Planung und Anpassung) nicht leisten, denn ruckzuck wird das Projekt sechsstellig teurer als ursprünglich gedacht. Darüber muss man lächeln können, dann macht es echt Spaß.
Da diese Vorgehensweise bei Dir nicht angezeigt scheint: Mache Dir eine möglichst vollständige Liste der anzugehenden "Teilprojekte". Du kannst diese Liste hier ja abgleichen. Alle Vorschläge in die Liste aufnehmen, die für Dich nicht so relevanten kennzeichnest Du als "abgelehnt". Ist eine Merkhilfe und "Abgehaktes" entlastet den Kopf.
Was macht bauen "überraschend teuer"?
- Vergessene nötige Aufwendungen
- Spontane Änderungen von Details in der Bauphase
- Konsequente Kalkulation mit den "billigsten" Optionen
- Schlechte Baupartner
- Überbewertung der Eigenleistung
- "Champagner-Geschmack" aber "Bier-Portemonnaie"
Den Hinweis finde ich „leider“ richtig gut.Ich vermute leider das Ihr es nicht schafft im Budget zu bleiben. Da wird die Konsequenz fehlen. Und ihr werdet es noch nicht mal sofort merken.
Außerdem Tiefbauarbeiten und Aufschüttungsmöglichkeiten als in der Phase planbar zu empfinden. Alter Schwede, was macht dein Ehemann noch mal? Wer muss denn die Erfahrung haben? Ich oder dein Ehemann?
Frag mal deinen Ehemann wie viele der Grossbauvorhaben nach der Angebotsphase kostentechnisch aus dem Ruder laufen! Sieht im privaten Sektor größtenteils nicht anders aus.
H
HilfeHilfe13.03.19 12:58SORRY ICLH FINDE DEN THREAD HIER LANGSAM ABSURD. WAS SAGT DEN DEIN HAUSPLANER DAZU ???
M
Mottenhausen13.03.19 13:05Zaba12 schrieb:
Außerdem Tiefbauarbeiten und Aufschüttungsmöglichkeiten als in der Phase planbar zu empfinden. Alter Schwede, was macht dein Ehemann noch mal?Aus eigener Erfahrung: Erdarbeiten: schriftliche Einschätzung der Baufirma VOR Vertrgasunterschrift aber NACH Vorlage des Baugrundgutachtens: 3000€ reichen zzgl. Entwässerungsrohrleitungen. Jetzt wo es konkret ist: 10000€ incl. Entwässerung und Baustraße usw. schwarz auf weiß. Aber nein, wir brauchen jetzt ja 3x soviel Mineralgemisch wie geschätzt, also rechne ich jetzt aktuell mit 13000€. Dank dem Forum wusste ich aber, das genau das passieren wird und habe entsprechend in der Gesamtkalkulation schon so geplant. DANKE DANKE DANKE, normalerweise hätte ich für den Posten neimals 10000€ Puffer eingeplant, nachdem wir die Baufirma ja konkret gefragt hatten.
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