ᐅ Trittstufe zur Terrasse befestigen
Erstellt am: 24.03.26 14:41
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und wollte auf diesem Wege um Rat fragen. Ich hoffe, ich habe die Frage jetzt ins richtige Thema gepostet, aber bin zuversichtlich, dass mir hier geholfen werden kann.
Wir haben vor 2 Jahren unser Haus gebaut und nach dem Terrassenbau im letzten Jahr, wollte ich mich dieses Jahr an die dazugehörige Stufen von der Terrassentür und 2 bodentiefen Fenstern aus dem Haus heraus machen.
Meine Frage lautet: Wie wird die Trittstufe auf dem vorhandenen Belag (siehe Fotos) befestigt? Offensichtlich handelt es sich um eine Art Bitumenfolie, welche auf die darunter liegenden Steine (keine WDVS) geklebt wurde. Laut unserem Bauleiter ist es so wasserdicht und unsere Baubetreuerin hatte damals auch nichts bemängelt.
Als Stufe hatte ich mir eine 3 cm starke Platte / Fensterbank aus Granit oder bruchrauhem Schiefer vorgestellt. Leichtes Gefälle, nach vorne 4 cm überstehend und an der Unterseite eine Tropfkante.
Der Außenputz unterhalb der Stufe wird anschließend noch aufgebracht.
Meine Frage ist halt, ob ich darauf jetzt einfach so ein Bett aus Trasszementmörtel aufbringen kann und darauf dann die Fensterbank / Trittstufe setzen kann und es am Ende auch dauerhaft und zuverlässig hält und nicht irgendwann anfängt sich voneinander zu lösen.




Danke im voraus und Grüße aus Thüringen.
ich bin neu hier und wollte auf diesem Wege um Rat fragen. Ich hoffe, ich habe die Frage jetzt ins richtige Thema gepostet, aber bin zuversichtlich, dass mir hier geholfen werden kann.
Wir haben vor 2 Jahren unser Haus gebaut und nach dem Terrassenbau im letzten Jahr, wollte ich mich dieses Jahr an die dazugehörige Stufen von der Terrassentür und 2 bodentiefen Fenstern aus dem Haus heraus machen.
Meine Frage lautet: Wie wird die Trittstufe auf dem vorhandenen Belag (siehe Fotos) befestigt? Offensichtlich handelt es sich um eine Art Bitumenfolie, welche auf die darunter liegenden Steine (keine WDVS) geklebt wurde. Laut unserem Bauleiter ist es so wasserdicht und unsere Baubetreuerin hatte damals auch nichts bemängelt.
Als Stufe hatte ich mir eine 3 cm starke Platte / Fensterbank aus Granit oder bruchrauhem Schiefer vorgestellt. Leichtes Gefälle, nach vorne 4 cm überstehend und an der Unterseite eine Tropfkante.
Der Außenputz unterhalb der Stufe wird anschließend noch aufgebracht.
Meine Frage ist halt, ob ich darauf jetzt einfach so ein Bett aus Trasszementmörtel aufbringen kann und darauf dann die Fensterbank / Trittstufe setzen kann und es am Ende auch dauerhaft und zuverlässig hält und nicht irgendwann anfängt sich voneinander zu lösen.
Danke im voraus und Grüße aus Thüringen.
Hi,
so wie du das beschreibst, willst du die Platte quasi einfach auf den vorhandenen Belag setzen und hoffen, dass das schon hält… das funktioniert in der Praxis eher mittelgut, auch wenn die 3cm erstmal massiv wirken. Gerade außen hast du halt Temperaturwechsel, Feuchte, Frost, das arbeitet alles mehr als man denkt.
Wichtiger Punkt ist der Untergrund. Wenn der Belag darunter nicht absolut fest, tragfähig und frostbeständig ist, bringt dir die schönste Granitplatte nix, die löst sich dann irgendwann im Verbund. Normalerweise setzt man solche Trittstufen in ein Mörtelbett, gern Trasszement-Mörtel, damit du Ausblühungen reduzierst und eine vollflächige Auflage hast. Kleben allein ist da eher so die „geht schon irgendwie“-Variante.
Die Tropfkante ist gut gedacht, aber der Überstand sollte auch nicht zu knapp sein, so 2–3cm sind üblich, sonst läuft dir das Wasser doch wieder zurück. Und ganz nebenbei, hast du an ein leichtes Gefälle gedacht, so 1–2% nach vorne? Wird gern vergessen und dann steht das Wasser genau da, wo du es nicht willst.
Mich würde interessieren, was genau dein vorhandener Belag ist. Beton, Estrich, Platten? Davon hängt nämlich ab, ob du direkt drauf kannst oder ob du doch nochmal ran musst, auch wenn man das ungern hört.
Und noch so ein Detail, wie willst du die seitlichen Anschlüsse lösen, dicht oder offen? Da passieren später die meisten unschönen Überraschungen.
so wie du das beschreibst, willst du die Platte quasi einfach auf den vorhandenen Belag setzen und hoffen, dass das schon hält… das funktioniert in der Praxis eher mittelgut, auch wenn die 3cm erstmal massiv wirken. Gerade außen hast du halt Temperaturwechsel, Feuchte, Frost, das arbeitet alles mehr als man denkt.
Wichtiger Punkt ist der Untergrund. Wenn der Belag darunter nicht absolut fest, tragfähig und frostbeständig ist, bringt dir die schönste Granitplatte nix, die löst sich dann irgendwann im Verbund. Normalerweise setzt man solche Trittstufen in ein Mörtelbett, gern Trasszement-Mörtel, damit du Ausblühungen reduzierst und eine vollflächige Auflage hast. Kleben allein ist da eher so die „geht schon irgendwie“-Variante.
Die Tropfkante ist gut gedacht, aber der Überstand sollte auch nicht zu knapp sein, so 2–3cm sind üblich, sonst läuft dir das Wasser doch wieder zurück. Und ganz nebenbei, hast du an ein leichtes Gefälle gedacht, so 1–2% nach vorne? Wird gern vergessen und dann steht das Wasser genau da, wo du es nicht willst.
Mich würde interessieren, was genau dein vorhandener Belag ist. Beton, Estrich, Platten? Davon hängt nämlich ab, ob du direkt drauf kannst oder ob du doch nochmal ran musst, auch wenn man das ungern hört.
Und noch so ein Detail, wie willst du die seitlichen Anschlüsse lösen, dicht oder offen? Da passieren später die meisten unschönen Überraschungen.
Ich würde auf so einer Bitumenbahn ehrlich gesagt kein klassisches Mörtelbett aufbauen, weil du da keine richtige kraftschlüssige Verbindung bekommst und die Abdichtung im Zweifel beschädigst. Besser ist entweder eine mechanisch entkoppelte Lösung oder vorher eine tragfähige, mineralische Schicht herzustellen, auf die du dann sauber im Trassmörtel setzen kannst. Sonst hast du genau das Problem, dass sich die Stufe mit der Zeit löst oder hohl liegt. Wichtig ist auch, dass die Abdichtung vorne sauber angeschlossen bleibt und nicht durch die Last oder den Mörtel punktuell leidet.
Hallo und Danke für die Antworten.
Hatte eigentlich an Natursteinsilikon gedacht und damit die Kanten wie im Bad abgedichtet.
Und wie würde die entkoppelte Lösung oder die tragfähige Schicht aussehen?
Die Putzreste vom Außenputz halten zumindest seit fast 3 Jahren bombenfest auf der Bahn und lösen sich nicht.
Nauer schrieb:
Und noch so ein Detail, wie willst du die seitlichen Anschlüsse lösen, dicht oder offen? Da passieren später die meisten unschönen Überraschungen.
Hatte eigentlich an Natursteinsilikon gedacht und damit die Kanten wie im Bad abgedichtet.
faustus schrieb:
Besser ist entweder eine mechanisch entkoppelte Lösung oder vorher eine tragfähige, mineralische Schicht herzustellen, auf die du dann sauber im Trassmörtel setzen kannst.
Und wie würde die entkoppelte Lösung oder die tragfähige Schicht aussehen?
Die Putzreste vom Außenputz halten zumindest seit fast 3 Jahren bombenfest auf der Bahn und lösen sich nicht.
M
MachsSelbst25.03.26 08:31Das sah bei mir nach dem Einbau der Fenster genauso aus und ich würde meine geliebte Bleistückensammlung verwetten, dass der Fensterbauer die Granitfensterbank da einfach mit Mörtel oder Kleber draufgesetzt hat.
Das hält seit 3 Jahren und ich bin wahrlich keine zarte Elfe, die über die Fensterbank schwebt...
Was sollte da schiefgehen? Silikon würde ich aber nicht hernehmen, nimm PU, sowas wie Illbruck SP925 o.ä.
Es war ja jetzt offenbar 2 Jahre dicht, trotz drauf rumlatschen. Solange du die Bitumenbahn nicht beschädigst und die Anschlussfugen vernünftig abdichtest... und Gefälle einbaust...
Es wird immer gerne erzählt auf Bitumen hielte gar nix... aber selbst der Buntsteinputz, den ich beim Sockel schön machen teilweise bis auf die Bitumenschicht gezogen habe, klebt dort seit nunmehr 2 Jahren wie Hupatz.
Das hält seit 3 Jahren und ich bin wahrlich keine zarte Elfe, die über die Fensterbank schwebt...
Was sollte da schiefgehen? Silikon würde ich aber nicht hernehmen, nimm PU, sowas wie Illbruck SP925 o.ä.
Es war ja jetzt offenbar 2 Jahre dicht, trotz drauf rumlatschen. Solange du die Bitumenbahn nicht beschädigst und die Anschlussfugen vernünftig abdichtest... und Gefälle einbaust...
Es wird immer gerne erzählt auf Bitumen hielte gar nix... aber selbst der Buntsteinputz, den ich beim Sockel schön machen teilweise bis auf die Bitumenschicht gezogen habe, klebt dort seit nunmehr 2 Jahren wie Hupatz.
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