ᐅ Neubau-Heizung?
Erstellt am: 28.05.15 13:05
eve2728.05.15 13:05
Wir sind gerade mitten in der Planung unseres Neubaus und jetzt bei der Auswahl der Heizung. Wir haben gelesen, dass man mittlerweile auch mit Erdwärme heizen kann, haben allerdings keinerlei Erfahrungen. Wie funktioniert das genau und würdet ihr uns das empfehlen?
Doc.Schnaggls28.05.15 13:46
Hallo Eve,
man sollte bei den Erdwärmeheizungen unterscheiden, ob eine Bohrung erforderlich ist oder Flächenkollektoren eingesetzt werden.
Wir hatten auch über Bohrungen nachgedacht, aber sehr schnell davon Abstand genommen, als im Nachbarort eine solche Bohrung schief ging. Dort kam es durch die Bohrung zu Verwerfungen im Untergrund, was dann wiederum zu Schäden an etlichen Häusern (Risse) führte.
Bei unproblematischem Untergrund würde ich mir dennoch auch wieder überlegen mit dieser Technik zu heizen.
Grundsätzlich solltet Ihr Eure Heizung jedoch nicht auf Verdacht kaufen, sondern die Auswahl auf Grund der Heizlastberechnung des Gebäudes vornehmen.
Grüße,
Dirk
man sollte bei den Erdwärmeheizungen unterscheiden, ob eine Bohrung erforderlich ist oder Flächenkollektoren eingesetzt werden.
Wir hatten auch über Bohrungen nachgedacht, aber sehr schnell davon Abstand genommen, als im Nachbarort eine solche Bohrung schief ging. Dort kam es durch die Bohrung zu Verwerfungen im Untergrund, was dann wiederum zu Schäden an etlichen Häusern (Risse) führte.
Bei unproblematischem Untergrund würde ich mir dennoch auch wieder überlegen mit dieser Technik zu heizen.
Grundsätzlich solltet Ihr Eure Heizung jedoch nicht auf Verdacht kaufen, sondern die Auswahl auf Grund der Heizlastberechnung des Gebäudes vornehmen.
Grüße,
Dirk
nordanney28.05.15 14:48
Erdwärme funktioniert über eine Wärmepumpe. Funktionsweise umgekehrt wie im Kühlschrank --> die Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Bohrung oder Fläche) Wärme und transportiert sie ins Haus (ganz vereinfacht gesprochen).
Bieber081528.05.15 23:03
eve27 schrieb:
Wir haben gelesen, dass man mittlerweile auch mit Erdwärme heizen kann, haben allerdings keinerlei Erfahrungen. Wie funktioniert das genau und würdet ihr uns das empfehlen?Wie nordanney schrieb ... Eigentlich findest Du die Antwort auf Deine Frage mit der Suchmaschine Deiner Wahl. Links sind ja hier nicht zulässig, also selbst googeln musst Du alleine :PBohrungen: Genehmigungspflichtig, teuer, nicht immer möglich, ...
Flächenkollektoren: Über den Daumen benötigst Du im Garten dieselbe Fläche, die Dein Haus aufweist. Dort wird in geringer Tiefe (eben frostsicher) eine lange Leitung schlaufenförmig verlegt, in der ein Wärmeträger zirkuliert. Darüber kannst Du nicht bauen und keine tiefwurzelnden Bäume pflanzen. Dafür ist es eher billig und im Grunde trivial (kannst Du ggf. selbst verlegen, kleiner Bagger genügt).
Beides geht in normalem Erdreich oder in grundwasserführenden Schichten. Unterschiede im Detail ...
Würde ich dazu raten? Kommt darauf an, je nach Bodenbeschaffenheit. Ich persönlich würde das eher nicht machen. Lieber eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und ein gut gedämmtes Haus. Oder Gasbrennwert, was aber dummerweise wieder andere Maßnahmen erfordert (wenn Du in D-Land baust), ggf. wird eine Luft-Wasser-Wärmepumpe dann wirtschaftlicher. Kommt darauf an.
HTH
MichiQM20.06.15 09:33
Laufen diese Pumpen alle auch bei einer kalten Woche, die im Schnitt -20 Grad hat problemlos und liefern genug Energie für Heizung und Brauchwasser?
Man findet öfter mal das sie "nur" bis -5 Grad ordentlich arbeiten...
Man findet öfter mal das sie "nur" bis -5 Grad ordentlich arbeiten...
Sebastian7920.06.15 10:29
Luftwärmepumpen arbeiten in dem Bereich dann recht ineffektiv. Wärmen können alle, aber Luftwärmepumpe brauchen dann den Heizstab, d. h. man muss teuer mitheizen.
Ist aber auch nicht pauschal so zu sagen - kommt immer auf Auslegung, Modell und Konfiguration an.
Sole-WPs haben mit den Temperaturen gar kein Problem, weil sie unabhängig von der Außentemperatur arbeiten - im "warmen" Boden, der aber mit der Zeit dann auch vereist. Ich glaube, dass monatelange Frostperioden auch dann zu Problemen führen könnten (reine Theorie) 😉
Ist aber auch nicht pauschal so zu sagen - kommt immer auf Auslegung, Modell und Konfiguration an.
Sole-WPs haben mit den Temperaturen gar kein Problem, weil sie unabhängig von der Außentemperatur arbeiten - im "warmen" Boden, der aber mit der Zeit dann auch vereist. Ich glaube, dass monatelange Frostperioden auch dann zu Problemen führen könnten (reine Theorie) 😉
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