ᐅ Heizleistungsberechnung und Auswahl der Wärmepumpe
Erstellt am: 14.11.23 22:13
Häuschenbauer402.02.25 11:11
Das stimmt auch wieder. Und wenn dann ist es vermutlich auch nicht so tragisch wenn er 1-2 Tage im Jahr dazu geschaltet wird.
Wie siehst du die Thematik mit der Warmwasserbereitung? Gibt es da Vorteile die für die 75/6 sprechen? Oder auch da nicht?
Wie siehst du die Thematik mit der Warmwasserbereitung? Gibt es da Vorteile die für die 75/6 sprechen? Oder auch da nicht?
nordanney02.02.25 11:50
Häuschenbauer4 schrieb:
Gibt es da Vorteile die für die 75/6 sprechenNein. Das ist die Kurzantwort. Aber leider sind hier noch ein paar Worte gefordert.Häuschenbauer402.03.25 13:01
Ich bin es noch einmal, habe heute mal in die Leistungsdiagramme von der 55/6 und 75/6 genommen und bei meinem Primärenergiebedarf (4,1kW Heizung + 1,5 kW Warmwasser = 5,6 kW) den Bivalenzpunkt für den Heizstab und die Temperatur ab der die Anlage zu takten anfängt eingezeichnet.
Demnach spricht tatsächlich alles für die 55/6. Gibt es da noch Anmerkungen eurerseits?

Demnach spricht tatsächlich alles für die 55/6. Gibt es da noch Anmerkungen eurerseits?
Daniel-Sp02.03.25 13:32
Moin,
da die Wärmepumpe entweder heizt oder Warmwasser bereitet, kannst du dich primär an den Heizlastbedarf für das Heizen halten.
da die Wärmepumpe entweder heizt oder Warmwasser bereitet, kannst du dich primär an den Heizlastbedarf für das Heizen halten.
derdietmar02.03.25 13:54
Hallo,
ganz straight forward ist die Auslegung der Wärmepumpe nicht. In der Vergangenheit war der übliche Konsens, die Wärmepumpe besser zu klein auszulegen, als zu groß. Damit sollte vermieden werden, dass die Maschine bei moderaten Temperaturen nicht ins Takten (häufiges ein- und ausschalten des Verdichters) gerät.
Allerdings haben sich die Wärmepumpen zwischenzeitlich weiterentwickelt. Standard sind mittlerweile modulierende - also verdichterdrehzahlvariable - Wärmepumpen. Die passen ihre Leistung an den erforderlichen Wärmebedarf an. Somit ist eine moderate Überdimensionierung einer Wärmepumpe unkritisch.
Eine Unterdimensionierung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe hat hingegen hat einen lange Zeit völlig vernachlässigten Nachteil. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe muss in regelmäßigen Abständen abtauen, da der Verdichter vereist. Das ist normal und physikalisch logisch nicht vermeidbar. Während des Abtauvorgangs wird dem Heizkreis / Pufferspeicher Wärmeenergie entzogen, die Wärmepumpe wird "umgepolt". Bei ungünstigen Witterungsbedingungen mit hoher Luftfeuchte und Außentemperaturen um den Gefrierpunkt können diese Abtauvorgänge in kurzen Abständen auftreten. Abhängig von der Maschine sind Abtauungen alle 30 Minuten keine Seltenheit.
Um den Energieentzug zu kompensieren muss die Wärmepumpe zwischen den Abtauvorgängen eine höhere Wärmeleistung generieren. Eine Wärmepumpe, welche eigentlich korrekt bzw. minimal zu klein ausgelegt ist, kann hier in Schwierigkeiten kommen und selbst bei höchster Modulationsstufe nicht mehr ausreichend Wärmemenge produzieren um die Abtauverluste auszugleichen. Im Ergebnis wird das Haus langsam auskühlen. Leider wird dieser Nachteil, bzw. diese wichtige Hintergrundinformation weder in den gängigen Berechnungsmethoden zur Auslegung noch in den Vorgaben der Hersteller berücksichtigt.
Viele Grüße
ganz straight forward ist die Auslegung der Wärmepumpe nicht. In der Vergangenheit war der übliche Konsens, die Wärmepumpe besser zu klein auszulegen, als zu groß. Damit sollte vermieden werden, dass die Maschine bei moderaten Temperaturen nicht ins Takten (häufiges ein- und ausschalten des Verdichters) gerät.
Allerdings haben sich die Wärmepumpen zwischenzeitlich weiterentwickelt. Standard sind mittlerweile modulierende - also verdichterdrehzahlvariable - Wärmepumpen. Die passen ihre Leistung an den erforderlichen Wärmebedarf an. Somit ist eine moderate Überdimensionierung einer Wärmepumpe unkritisch.
Eine Unterdimensionierung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe hat hingegen hat einen lange Zeit völlig vernachlässigten Nachteil. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe muss in regelmäßigen Abständen abtauen, da der Verdichter vereist. Das ist normal und physikalisch logisch nicht vermeidbar. Während des Abtauvorgangs wird dem Heizkreis / Pufferspeicher Wärmeenergie entzogen, die Wärmepumpe wird "umgepolt". Bei ungünstigen Witterungsbedingungen mit hoher Luftfeuchte und Außentemperaturen um den Gefrierpunkt können diese Abtauvorgänge in kurzen Abständen auftreten. Abhängig von der Maschine sind Abtauungen alle 30 Minuten keine Seltenheit.
Um den Energieentzug zu kompensieren muss die Wärmepumpe zwischen den Abtauvorgängen eine höhere Wärmeleistung generieren. Eine Wärmepumpe, welche eigentlich korrekt bzw. minimal zu klein ausgelegt ist, kann hier in Schwierigkeiten kommen und selbst bei höchster Modulationsstufe nicht mehr ausreichend Wärmemenge produzieren um die Abtauverluste auszugleichen. Im Ergebnis wird das Haus langsam auskühlen. Leider wird dieser Nachteil, bzw. diese wichtige Hintergrundinformation weder in den gängigen Berechnungsmethoden zur Auslegung noch in den Vorgaben der Hersteller berücksichtigt.
Viele Grüße
Yasper8102.03.25 14:06
ich würde bei der Heizlastberechnung die 55/6 nehmen.
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