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ᐅ Schnellestrich, Vorteile - Nachteile, Mehrpreis, Erfahrungen?


Erstellt am: 02.08.23 12:51

Harri_Bayer5502.08.23 12:51
Hallo Forum Gemeinde,

ich habe hier ein Mehrpreis Angebot für Schnellestrich bekommen, Mehrpreis liegt bei 1500 Euronen bei ca. 120 m², lt. Angebot steht hier:

Der Zement-Schnellestrich ( VELOX 7 Zement-Schnellestrich ) bietet Ihnen daher zum üblichen Estrichsystem den Vorteil, dass dieser bereits 24 Stunden nach Einbau begehbar
ist und ab dem 4 Tag nach Einbau belastbar mit 70% der vertraglichen Last. Durch den Einsatz von schnelltrocknendem Estrich können Sie somit ca. 4 Wochen Trocknungszeit einsparen.


Von der Rechnung her (4 Wochen), hätte ich 1 Monat Miete und 1 Monat Darlehenszins gespart, das wären ca. ca. 1900 Euronen, würde sich sowas lohnen? zumal ich nicht weiß ob dann die Anschlussgewerke passend verfügbar wären und der Vorsprung hinüber wäre.

Lt. Google :
Ein gewöhnlicher Zementestrich ist zwar bereits nach 3 Tagen begehbar und nach ca. 1 Woche leicht belastbar, seine Belegreife bzw. volle Belastbarkeit erreicht er aber erst nach frühestens 4 Wochen. Belegreife hat der Estrich dann, wenn seine Restfeuchte der Luftfeuchtigkeit der Raumluft entspricht.

Während der Trocknungsphase wollte ich die Wände mindestens Q3 oder Q4 spachteln, das heißt das ich nach einer Woche da rein kann oder gibt es da Probleme von der begehbarkeit aus?

P.S. der Trockenbau im Haus ist schon fertig, ich hoffe das das kein Nachteil ist.

Es ist ja auch nicht so das ich den Betrag so aus dem Ärmel schütteln kann. Ich bin mir da noch nicht so sicher. Wer von euch hat da schon Erfahrung gemacht?.
allstar8302.08.23 13:26
Bei uns standen 5 Bautrockner noch 4 Wochen drin bis Freigabe und Messung ok war (normaler Estrich)
Bei Kollegen war es trocken bei erster Messung durch Fliesenleger, als dann Woche später oder so sich der Schreiner sich auf das verlassen hatte, hat sicher später der Parkett gewölbt (durch wohl neue Feuchte in der Zwischenzeit) und musste wieder raus.

... zu deiner Frage kann ich nicht viel beitragen, wollte nur nochmals verdeutlichen, dass hier besser die Werte stimmen sollten 🙂
KarstenausNRW02.08.23 13:54
Normaler Estrich braucht tatsächlich gut drei Wochen, bevor du mit dem Heizprogramm beginnen kannst (dauert noch einmal mindestens drei Wochen).
Ab wann und wie kannst du mit deinem Estrich arbeiten? Welches Protokoll hast du vom Estrichleger für die Fußbodenheizung?
Der Aufpreis ist allerdings mehr als heftig!

Ich hatte eine Variante, da konnte ich nach etwas über einer Woche bereits das Parkett verkleben. Hat mir also sechs Wochen gespart.
Costruttrice02.08.23 13:59
Ob es dir die Mehrkosten wert sind, musst du entscheiden.
Wir hatten beim ersten Haus schnelltrocknenden Estrich nehmen müssen, weil es Verzögerungen gab, die Nachfolgegewerke aber terminiert waren und der Auszug aus der Mietwohnung auch immer näher rückte, so dass wir keine andere Wahl hatten.
Natürlich entscheiden am Ende die tatsächlich gemessen Werte über die Belegreife und nicht die allgemeine Angabe des Herstellers, bei uns hat das aber ziemlich genau zusammen gepasst.
Wir werden jetzt wieder schnelltrocknenden Estrich nehmen, weil ich endlich zum Ende kommen will und die Schnauze von der ewigen Warterei voll habe 😉 .
xMisterDx02.08.23 14:47
allstar83 schrieb:

Bei uns standen 5 Bautrockner noch 4 Wochen drin bis Freigabe und Messung ok war (normaler Estrich)
Bei Kollegen war es trocken bei erster Messung durch Fliesenleger, als dann Woche später oder so sich der Schreiner sich auf das verlassen hatte, hat sicher später der Parkett gewölbt (durch wohl neue Feuchte in der Zwischenzeit) und musste wieder raus.
(...)

Ich würde da eher vermuten, dass der Fliesenleger im Badezimmer gemessen hat und dort, aus welchen Gründen auch immer, der Estrich bereits belegreif war.
Im Badezimmer liegt eine Fußbodenheizung in der Regel dichter, weil man auf eine höhere Temperatur auslegt.

Der Parkettleger hat dann im Wohnzimmer einfach draufgelegt, obwohl er dort selber noch mal hätte messen müssen... aufgeführt hat er die CM-Messung bestimmt in seinem Angebot.

Ich halte nix von diesem ganzen schnell schnell und würde das Geld lieber sparen.
Denn du sagst es ja selbst:
Am Ende kommen die Folgegewerke doch nicht direkt danach, dann steht der Bau 4 Wochen und du hast den Mehrpreis UND die Miete/Bauzeitzinsen an der Backe. Du kannst auch auf normalem Zementestrich nach ein paar Tagen rumlaufen. Wie sollte man sonst ab dem vierten, fünften Tag 3x täglich lüften...
Nur Punklast soll vermieden werden einige Zeit, also solltest du nicht mit nem 50kg Sack auf den Schultern auf eine Leiter steigen.

Wenn du ohnehin Eigenleistung machen willst, dann besteht kein Grund den Bauablauf durch Schnellestrich zu beschleunigen?
Alle Wände auf Q4 spachteln und schleifen, das wird dich bestimmt 2, 3 Wochen kosten. Kannst du das denn?
KlaRa04.08.23 17:22
Der Begriff "Schnellestrich" sagt ohne Zusatzinformationen des Herstellers nichts aus.
Worin besteht die "Schnelligkeit"?
Ist es die frühe Abbindung, damit schnelle Nutzungsmöglichkeit durch beispielsweise Folgegewerke, oder ist es die schnelle Wasserbindung, welche schnell zur Belegreife führt?
Es gibt Estrich-Bindemittel, die beides können.
Aber die sind naturgemäß teurer als ein Standard-Bindemittel.
Während man sich bei der schnellen Festigkeitsentwicklung durchaus auf die Herstellerangaben verlassen kann sieht es bei der schnellen Belegreife doch etwas anders aus.
Weil die Trocknungsbedingungen auch vom Umfeld, somit den klimatischen Bedingungen im Bauobjekt, abhängen.
Herrschen beispielsweise durch neu aufgebrachten Wandputz o.ä. rel. Luftfeuchten von 80% im Objekt, kann und wird da nichts trocknen.
Insofern muss nach Kenntnis der Herstellervorgaben quergelüftet werden - und die raumklimatischen Bedingungen auch über ein Thermometer/Hygrometer verfolgt (und besser auch dokumentiert) werden.
Der Estrichleger hat auf das Trocknungsverhalten genau so wenig Einfluss wie der Bindemittelhersteller!
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Rihtig ist auch, dass sich zementgebundene Estriche bei hoher umgebender Raumluftfeuchte wieder auffeuchten können, nachdem bereits zuvor durch CM-Prüfung die Verlegereife festgestellt wurde.
In einem von mir bearbeiteten Vorgang, einer luxuriös ausgestatteten, denkmalgeschützten Villa, musste das hochwertige Parkett komplett herausgerissen werden, nachdem der Parkettleger erst 7 Monate nach seiner (handwerklich ansonsten hervorragenden) Verlegung das Parkett einbrachte. Viel zu spät nach der CM-Messung,
Insofern sind die zu diesem hier besprochenen Thema aufgeführten Hinweise schon zu beachten, dass ein schnell trocknender Estrich nicht sinnvoll eingesetzt werden kann, wenn denn die Folge-Ausbaugewerke nicht zeitschlüssig anbinden können.
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Bauwesen - ein komplexes, hoch interessantes und für den technischen Laien mit vielen Fußangeln behaftetes Gebiet!
Gruß: KlaRa
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