ᐅ Bauunternehmer oder selber ausschreiben lassen
Erstellt am: 29.09.10 14:30
f-pNo22.11.13 11:35
Ich finde es jedes Mal sehr mutig, wenn jemand, der nicht vom Fach ist, sich eine solche Aufgabe zutraut.
Ich selber bin der Meinung, dass ich es nicht packen würde (fahre gg. 06:45 auf Arbeit und komme nach 19:30 wieder - wann soll ich da noch verhandeln?). Zudem hätte ich Angst, dass
1. ich den zeitlichen Ablauf der einzelnen Gewerke falsch (in der Reihenfolge) oder zu kurz oder zu lang kalkuliere,
2. ich irgendeine Leistung vergesse,
3. die Angebote, die ich erhalte, unvollständig oder nicht fachgerecht (einzuhaltende DIN-Vorgaben) sind
4. ich aufgrund meiner Unerfahrenheit preislich über den Tisch gezogen werde
Ich bin nicht vom Fach und fühle mich schon in der jetzigen Planungsphase oftmals überfordert, wenn die Frage im Raum steht: Was wäre besser?
Dabei wird mir öfters auch bescheinigt, dass ich über gar nicht so schlechte (angelesene) Kenntnisse verfüge (auch dank des Forums :cool - gestern erst wieder beim Sicherheits-Beratungsgespräch der Polizei.
Ich denke, dass hier neben dem möglichen Einsparpotenzial vor allem zwei wichtige Punkte entscheidend sein sollten (und Voraussetzung):
a) Hat man die notwendige Zeit für die Verhandlungen und um sich in die entsprechenden Themen weit genug einzuarbeiten.
b) Hat man die notwendigen Fachkenntnisse (oder jemanden mit entsprechenden Kenntnissen in der Hinterhand), um nicht plötzlich im Regen zu stehen.
Bei mir mangelt es (leider) an beiden Punkten .
Ich selber bin der Meinung, dass ich es nicht packen würde (fahre gg. 06:45 auf Arbeit und komme nach 19:30 wieder - wann soll ich da noch verhandeln?). Zudem hätte ich Angst, dass
1. ich den zeitlichen Ablauf der einzelnen Gewerke falsch (in der Reihenfolge) oder zu kurz oder zu lang kalkuliere,
2. ich irgendeine Leistung vergesse,
3. die Angebote, die ich erhalte, unvollständig oder nicht fachgerecht (einzuhaltende DIN-Vorgaben) sind
4. ich aufgrund meiner Unerfahrenheit preislich über den Tisch gezogen werde
Ich bin nicht vom Fach und fühle mich schon in der jetzigen Planungsphase oftmals überfordert, wenn die Frage im Raum steht: Was wäre besser?
Dabei wird mir öfters auch bescheinigt, dass ich über gar nicht so schlechte (angelesene) Kenntnisse verfüge (auch dank des Forums :cool - gestern erst wieder beim Sicherheits-Beratungsgespräch der Polizei.
Ich denke, dass hier neben dem möglichen Einsparpotenzial vor allem zwei wichtige Punkte entscheidend sein sollten (und Voraussetzung):
a) Hat man die notwendige Zeit für die Verhandlungen und um sich in die entsprechenden Themen weit genug einzuarbeiten.
b) Hat man die notwendigen Fachkenntnisse (oder jemanden mit entsprechenden Kenntnissen in der Hinterhand), um nicht plötzlich im Regen zu stehen.
Bei mir mangelt es (leider) an beiden Punkten .
Bauexperte22.11.13 11:50
Hallo,
Nach meiner Beobachtung wird es insgesamt gerade nicht preiswerter, alles in Einzelvergabe zu machen. Was aber gleichermaßen gilt, die Ausstattung ist zumeist höherwertig, als ein Angebot eines GU/GÜ. Und es trägt auf Jahre das Gefühl, selbst und verantwortlich am Neubau teilgenommen zu haben
Grüße, Bauexperte
nordanney schrieb:Was daran liegt, daß Du das - aus meiner Sicht - kostenintensivste Gewerk ebenfalls selbst vergeben hast. ABER - Du hast es professionell begleitet getan, bzw. tust es noch. Ein Laie und "allein auf weiter Flur" muß scheitern; nicht mehr und nicht weniger schreibe ich stets. Ein gewisses Maß an Verständnis in die Sache Neubau und deren Erfordernis sowie jede Menge Zeit - neben dem Job - ist ebenfalls wichtig.
Wir bauen auch mit kompletter Einzelgewerkevergabe und ich kann die Ersparnis bei uns bestätigen.
nordanney schrieb:Das ist das nächste Thema. Und ich bin - ehrlich - gespannt, was Du schreibst ... wenn Du es überhaupt öffentlich machst, wenn am Ende eine Gesamtsumme auf dem Papier steht; sowohl in beanspruchter Zeit als auch monetär.
Der Aufwand und Stress ist allerdings nicht zu unterschätzen! Wir haben den Rohbau jetzt fast fertig und es war eine Sehr stressige Zeit, trotz professioneller Begleitung.
Nach meiner Beobachtung wird es insgesamt gerade nicht preiswerter, alles in Einzelvergabe zu machen. Was aber gleichermaßen gilt, die Ausstattung ist zumeist höherwertig, als ein Angebot eines GU/GÜ. Und es trägt auf Jahre das Gefühl, selbst und verantwortlich am Neubau teilgenommen zu haben
Grüße, Bauexperte
nordanney22.11.13 13:12
Bauexperte schrieb:
Hallo,
Was daran liegt, daß Du das - aus meiner Sicht - kostenintensivste Gewerk ebenfalls selbst vergeben hast. ABER - Du hast es professionell begleitet getan, bzw. tust es noch. Ein Laie und "allein auf weiter Flur" muß scheitern; nicht mehr und nicht weniger schreibe ich stets. Ein gewisses Maß an Verständnis in die Sache Neubau und deren Erfordernis sowie jede Menge Zeit - neben dem Job - ist ebenfalls wichtig.
Das ist das nächste Thema. Und ich bin - ehrlich - gespannt, was Du schreibst ... wenn Du es überhaupt öffentlich machst, wenn am Ende eine Gesamtsumme auf dem Papier steht; sowohl in beanspruchter Zeit als auch monetär.
Nach meiner Beobachtung wird es insgesamt gerade nicht preiswerter, alles in Einzelvergabe zu machen. Was aber gleichermaßen gilt, die Ausstattung ist zumeist höherwertig, als ein Angebot eines GU/GÜ. Und es trägt auf Jahre das Gefühl, selbst und verantwortlich am Neubau teilgenommen zu haben
Grüße, BauexperteStimmt, ohne professionelle Hilfe (und eine Ehefrau, die mindestens einmal täglich auf der Baustelle zusätzlich noch nach dem Rechten schaut) könnten wir es auch nicht leisten.Die Gesamtsumme steht übrigens schon fast fest, da wir schon bei Baubeginn 80% der Gewerke inkl. aller Sonderwünsche vergeben hatten. Vielleicht kommen noch ein paar EUR dazu (aber keine 10tausende), aber wir WISSEN schon jetzt, dass es für uns deutlich günstiger ist. Sämtliche GUs hatte alle (auch kostenintensiven Positionen wie Erdwärme, EDV-Verkabelung, Spots, nur bodentiefe Fenster, Kontrollierte-Wohnraumlüftung + Wärmerückgewinnung etc.) Wünsche und Ausschreibungen vorliegen, konnten aber preislich nicht mithalten (oder wir hätten unsere Wünsche zurückschrauben müssen).
Zum Stressfaktor sage ich jetzt lieber nichts, damit andere Familien nicht abgeschreckt werden
ABER: Das Vorgehen ist nichts für Laien oder Familien, die wenig Zeit haben. Das kann ich nicht oft genug betonen.
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