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ᐅ Baubeginn September 2021 - Wann um Finanzierung kümmern?


Erstellt am: 20.10.20 16:42

Altai18.11.20 08:56
Also ich habe Montag bei der Bank unterschrieben und Mittwoch beim Notar.

Wenn ich einen Vertrag unterschreibe, möchte ich persönlich auch sicher wissen, dass ich die daraus folgenden Verpflichtungen erfüllen kann. Ergo gehörte für mich die unterschriebene Finanzierung vor den Hauskauf. Aber das ist ja anscheinend durch, wenn der Bauvertrag schon unterschrieben ist.

Ansonsten... Wohin sollen die Zinsen noch sinken? "Ende 15", wie schreibt, gab es durchaus noch Luft nach unten. Meine Finanzierung habe ich fast genau vor zwei Jahren (19.11.18) unterschrieben, die Zinsen wären heute sicher nochmal fast 1% niedriger. Aber ein Poker um 0,5% ist heute wohl nicht mehr möglich (jedenfalls nicht binnen wenigen Wochen/Monaten).

Ich würde also die Zeitplanung so legen, dass ich entspannt alle Unterlagen organisieren und ggf. auch noch eine Ehrenrunde drehen kann, falls die Bank, die jetzt blanko zugesagt hat, dann doch kein so tolles Angebot macht. Also so grob 3-6 Monate vor Baubeginn kann man dann schon aktiv werden.
AllThumbs20.11.20 09:02
Ich dachte immer eine Finanzierungsbestätigung gibt es von der Bank nach Unterschrift des Kreditvertrages? Was ist so ein Schreiben denn sonst wert? Wenn ich mir die aktuellen Durchlaufzeiten bei den Banken so anschaue, wird dafür doch niemals eine vollständige Kreditprüfung gemacht, oder?
nordanney20.11.20 09:11
AllThumbs schrieb:

Was ist so ein Schreiben denn sonst wert? Wenn ich mir die aktuellen Durchlaufzeiten bei den Banken so anschaue, wird dafür doch niemals eine vollständige Kreditprüfung gemacht, oder?
Eine Finanzierungsbestätigung gibt es ganz zu Beginn. Ist aber das Papier nicht wert, auf der sie abgegeben wird. "Wir können uns, vorbehaltlich einer weitergehenden Objekt- und Bonitätsprüfung vorstellen,...".
Die echte Finanzierungsbestätigung, die quasi einer Kreditzusage entspricht, löst z.B. Kosten aus. Die Bank muss dafür Eigenkapital unterlegen usw. Und die vollständige Objekt- und Bonitätsprüfung muss gelaufen sein (inkl. Gutachten).
Gibt dem Verkäufer aber ein gutes Gefühl 😉
AllThumbs schrieb:

Ich dachte immer eine Finanzierungsbestätigung gibt es von der Bank nach Unterschrift des Kreditvertrages?
Dann brauchst Du keine Bestätigung mehr, denn Du kannst ja den Kreditvertrag zeigen.
AllThumbs20.11.20 09:31
nordanney schrieb:

Dann brauchst Du keine Bestätigung mehr, denn Du kannst ja den Kreditvertrag zeigen.
Also wir brauchten zum Glück keine Finanzierungsbestätigung. Das war aber eine der ersten Fragen vom Finanzierungsberater, da machne GUs wohl sehr eigen sind und dafür ein separates Schreiben möchten. Machen wohl nicht alle Banken (glaube die Hypo wurde genannt?) und noch weniger akzeptieren dafür einen Vordruck vom GU.
nordanney schrieb:

Eine Finanzierungsbestätigung gibt es ganz zu Beginn. Ist aber das Papier nicht wert, auf der sie abgegeben wird. "Wir können uns, vorbehaltlich einer weitergehenden Objekt- und Bonitätsprüfung vorstellen,...".
In dem Fall würde ich wahrscheinlich auch nicht pokern und einfach die Bereitstellungszinsen akzeptieren. Je nach Zinsbindung macht es auch keinen Sinn (gegen Zinsaufschlag) eine Erweiterung der bereitstellungszinsfreien Zeit vorzunehmen.
MayrCh20.11.20 11:08
AllThumbs schrieb:

In dem Fall würde ich wahrscheinlich auch nicht pokern und einfach die Bereitstellungszinsen akzeptieren. Je nach Zinsbindung macht es auch keinen Sinn (gegen Zinsaufschlag) eine Erweiterung der bereitstellungszinsfreien Zeit vorzunehmen.
Naja, so ganz ohne sind die Bereitstellungszinsen nicht, irgendwo zwischen 1,8 - 3,0% p.a., dass sind im Monat dann schnell >500€. Ohne jeglichen Gegenwert. (Ruhigerer Schlaf mal ausgenommen)
Vor dem Hintergrund, dass im Forum manche um die 2. Nachkommastelle beim effektiver Zinssatz feilschen, doch eher verwunderlich, da das Eigenkapital ja vorrangig einzubringen ist. Also wieso (wenn die Voraussetzungen das hergeben) erst "teures" FK reinholen, bevor das Eigenkapital überhaupt angetastet ist? Ein nach oben schnalzen der Zinsen ist gegenwärtig wohl eher nicht absehbar. Zumindest laut meiner Kristallkugel.
AllThumbs20.11.20 11:26
MayrCh schrieb:

Naja, so ganz ohne sind die Bereitstellungszinsen nicht, irgendwo zwischen 1,8 - 3,0% p.a., dass sind im Monat dann schnell >500€. Ohne jeglichen Gegenwert. (Ruhigerer Schlaf mal ausgenommen)
Vor dem Hintergrund, dass im Forum manche um die 2. Nachkommastelle beim effektiver Zinssatz feilschen, doch eher verwunderlich, da das Eigenkapital ja vorrangig einzubringen ist. Also wieso (wenn die Voraussetzungen das hergeben) erst "teures" FK reinholen, bevor das Eigenkapital überhaupt angetastet ist? Ein nach oben schnalzen der Zinsen ist gegenwärtig wohl eher nicht absehbar. Zumindest laut meiner Kristallkugel.
Ja, bei den meisten leider eher 3%
Wir haben uns angeschaut, wie hoch der Anteil der Darlehenssumme ist, der nach 1 Jahr abgerufen sein "müsste" und auf den verbleibenden Betrag die 3% Zinsen ausgerechnet. Das dann gegenübergestellt mit dem erhöhten Zinssatz für 18 Monate bereitstellungsfreie Zeit. Das war es uns dann letztlich nicht Wert. Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir uns auch für eine sehr lange Zinsbindung entschieden haben, da gehen die Meinungen ja auch auseinander.

Jetzt mit dem Bau beginnen und vor Kreditzusage schon einmal fröhlich das Eigenkapital verpulvern wäre mir tatsächlich zu riskant. Die Grundlage für die ursprüngliche Finanzierungsbestätigung ändert sich damit ja auch. Ich tausche meine Barmittel gegen Bodenplatte, Rohbau, was auch immer. Das bewertet die Bank "vielleicht" wieder ganz anders und setzt auf einmal eine andere Beleihung an?!
Letztlich kommt es aber auf die eigene Fähigkeit ruhig zu schlafen an. Ich gehe auch nicht von einem Zinssprung in die eine oder andere Richtung aus, die Bewertungskriterien könnten sich jedoch ändern.
finanzierungsbestätigungbereitstellungszinseneigenkapitalbonitätsprüfungkreditzusagezinsbindungzinssatz