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ᐅ Sondertilgung, sparen oder Konsum?


Erstellt am: 02.02.20 19:14

Bookstar09.10.20 10:32
Stonymelony schrieb:

Sehe ich genau so. Jeder so wie er es für richtig hält und sich gut dabei fühlt. Ich bin halt jemand, der einfach keine Schulden haben möchte und wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollen sie so schnell wie möglich weg. Mit fast 40 habe ich bisher nur 2 Dinge finanzieren müssen: Mein Studium und das Haus und ich hoffe das bleibt auch so.

Freiheit und Leben bedeutet für mich eben auch sorgenfrei und unbelastet ohne Schulden zu leben. Ich hasse Schulden und will keinen Gläubiger an der Backe haben
Das ist leider eine Einstellung die vor 50 Jahren sehr lobenswert war. Aus finanzpolitischer Sicht aber mit der aktuellen und zukünftigen Geldpolitik nicht vereinbar ist. Du musst immer Schulden haben um zu Vermögen zu kommen. Mit sparen klappt das nicht mehr bzw. Bezweckst du das Gegenteil. Das hat große Nachteile für dich, aber wenn du diese bewusst im Kauf nehmen willst ok.
exto179109.10.20 10:39
Bookstar schrieb:

Das ist leider eine Einstellung die vor 50 Jahren sehr lobenswert war. Aus finanzpolitischer Sicht aber mit der aktuellen und zukünftigen Geldpolitik nicht vereinbar ist. Du musst immer Schulden haben um zu Vermögen zu kommen. Mit sparen klappt das nicht mehr bzw. Bezweckst du das Gegenteil. Das hat große Nachteile für dich, aber wenn du diese bewusst im Kauf nehmen willst ok.

Vielleicht reicht ihm eine 500k finanzielle Investition mit hohem Risiko (da eventuell Kredit über ähnliche Summe) in seinem Leben? Zusätzliche Geldanlagen und etwas diversifizieren wird er sicherlich tun.

Ich frage dich dann nochmal danach, ob du das immer noch komplett als Vorteil siehst wenn du dich:

- scheiden lässt und Kinder in die Welt gesetzt hast
- bei der aktuellen Rentenlage mit 65 verreisen willst (ja durchaus machbar, da das zukünftige 65-70 nicht mehr das aktuelle 65-70 ist)
- du deinen Job verlierst
- die Zinsen so enorm ansteigen, dass du deinen Kredit nicht mehr getilgt bekommst

Aus rein wirtschaftlicher Sicht, magst du größtenteils Recht haben, jedoch denken viele Privatpersonen nicht unbedingt wie ein Unternehmen, das investieren muss um erfolgreich zu sein.

Wir sind nun mal Menschen, haben keine Angstellten die für uns arbeiten, sondern möchten auch glücklich und zufrieden leben ohne ein Leben lang hundertausende von Schulden zu haben.

Mir kommt es immer so vor als rechnen sich heuztutage die Menschen immer die Schulden "gut", so dass man sich nicht mies fühlt, wenn man sich total überschuldet hat, kaum mehr den Kredit bezahlen kann, oder eine Laufzeit von 45 Jahren hat. Meine Vermutung ist einfach, dass das die Menschen allesamt irgendwann einholen wird.

meine Meinung... Aber wie du beschreibst, dass hier "große Nachteile" entstehen, ist einfach nicht richtig. Du gehst mit deinen Einstellungen einfach ein enormes Risiko ein.

Wenn solch eine Zeit wie Corona (oder gar noch deutlich schlimmer) kommt und deine Schulden sich aber nicht verringern, du deinen Job verlierst, würdest du dir wünschen du hättest so getilgt wie "Stonymelony".

Stonymelony ist eher der risikoarme Typ und du der total risikofreudige Typ - ist einfach ein Unterschied - aber zu sagen, dass er enorme Nachteile dadurch hat ist wirklich auf kompletter Ebene falsch!
guckuck209.10.20 10:55
Ich verstehe die Arugmentation "Risikofreudiger Typ" nicht. Vielleicht ist es auch nur ein Missverständnis?
Es geht nicht darum, dass man nicht tilgen soll und das dadurch frei werdende Geld verballert. Man soll es anliegen, zu einem höheren Zins als dem Hauskredit. Es gibt nach wie vor Festgeldprodukte (sicher!), die höhere Zinsen abwerfen als der Baukredit kostet (Rechenexempel ein paar Seiten vorher). Das kann jeder, ohne irgendwelche Angst haben zu müssen.

Das ist wie das Beispiel der Sondertilgung, die auf Laufzeit 10.000€ spart. Das ist schön, aber angelegt über die entsprechende Zeit kämen da 20.000€ raus, mal als Beispiel. Natürlich mit gewisser Risikobehaftung (Aktien(fonds)).
Man braucht in dem Szenario aber keine Angst vor dem teuren Anschlusskredit haben, wenn die zuvor ausgelassene Sondertilgung kann ja mittels Kapital nachgeholt werden, um die Schuld zu reduzieren. Zudem bedeuten steigende Immobilienzinsen auch steigende Festverzinsung auf (sichere) Kapitalanlagen, sowie einsetzende Inflation (=Gegenwert der Schuld sinkt von alleine, Gehälter steigen).
chamäleon09.10.20 11:07
Welche sichere, risikolos Anlage bringt mehr als als eine Baufinanzierung kostet?
exto179109.10.20 11:07
guckuck2 schrieb:

Ich verstehe die Arugmentation "Risikofreudiger Typ" nicht. Vielleicht ist es auch nur ein Missverständnis?
Es geht nicht darum, dass man nicht tilgen soll und das dadurch frei werdende Geld verballert. Man soll es anliegen, zu einem höheren Zins als dem Hauskredit. Es gibt nach wie vor Festgeldprodukte (sicher!), die höhere Zinsen abwerfen als der Baukredit kostet (Rechenexempel ein paar Seiten vorher). Das kann jeder, ohne irgendwelche Angst haben zu müssen.

Das ist wie das Beispiel der Sondertilgung, die auf Laufzeit 10.000€ spart. Das ist schön, aber angelegt über die entsprechende Zeit kämen da 20.000€ raus, mal als Beispiel. Natürlich mit gewisser Risikobehaftung (Aktien(fonds)).
Man braucht in dem Szenario aber keine Angst vor dem teuren Anschlusskredit haben, wenn die zuvor ausgelassene Sondertilgung kann ja mittels Kapital nachgeholt werden, um die Schuld zu reduzieren. Zudem bedeuten steigende Immobilienzinsen auch steigende Festverzinsung auf (sichere) Kapitalanlagen, sowie einsetzende Inflation (=Gegenwert der Schuld sinkt von alleine, Gehälter steigen).

Völlig verständlich, alles auch rein wirtschaftlich total richtig - siehe Leverage Effekt.

Jede Geldanlage die mehr Geld abwirft als Sondertilgung rechnet sich nur, wenn ich diese Anlage für mehr als 10-15 Jahre abschließe, ist einfach Fakt...

Rein wirtschaftlich gesehen bei jedem Investor völlig einleuchtend und machbar. Ein Privatunternehmen ist langfristig angelegt, existiert schon mehrere Jahrzehnte, fordert Wachstum und hat komplett andere Mittel um dies zu steuern.

Bei einer 4-köpfigen Familie mit Normalverdienern und Einfamilienhaus habe ich intern eine ganz andere Struktur. Ich habe ganz andere Bedürfnisse und Eigenschaften.
Hier muss ich Dinge mit einbeziehen, über die sich ein Kapitalunternehmen niemals nur ansatzweise Gedanken machen muss. Deshalb finde ich diesen Vergleich nicht unbedingt treffend.

Wenn ich nach 15 Jahren sagen kann, dass mein Kredit getilgt ist und ich 600€ weniger im Monat abzubezahlen habe, dann ist das nicht vergleichbar mit:

--> Währenddessen arbeitet aber mein Geld und in 10 Jahren ist es deutlich mehr wert als hätte ich das Geld nicht in Sondertilgung gesteckt. Hier können sich Lebensumstände ändern, Krisen ergeben usw... Außerdem spielt auch der emotionale Faktor eine riesige Rolle! Das was du betitelst, mag nicht risikobehaftet wirken, ist es aber! Nicht auf unternehmerische Sicht gesehen, jedoch auf private Sicht!

Denk auch immer dran: Sondertilgung geht immer nur mit %-Anteil pro Jahr... Ich kann nicht irgendwann meinen Kredit einfach von heute auf morgen ablösen, sobald ich nach 15 Jahren mein langfristig angelegtes Kapital abholen kann.

Und wie du ja auch selbst erwähnt hast: "Aktienfonds, mit gewissem Risiko". Eine Sondertilgung hat 0% Risiko. Sollte ich nach 10 Jahren das Geld benötigen, ich mich dann aber in einer Krise befinden muss ich diese Krise aussitzen können. Geld, das ich in Aktienfods investiere, muss mMn Geld sein, das ich nicht benötige und was mir prinzipiell erstmal "egal" ist. Das kann es durchaus für einige Kreditnehmer aber definitiv nicht sein!
Musketier09.10.20 11:11
guckuck2 schrieb:

Ich verstehe die Arugmentation "Risikofreudiger Typ" nicht. Vielleicht ist es auch nur ein Missverständnis?

Es waren ja auch einige Meinungen hier, dass man jetzt leben sollte.
Ich finde immer den Mittelweg sinnvoll. Jetzt leben ja, aber nicht im Überschwang. Sondertilgen ja, aber nicht bis zum letzten € vom Konto, sondern auch noch Rücklagen auf Konto, Tagesgeld und ETFs.
Damit wird man sicherlich nicht reich, ist aber gut gerüstet für Krisen.

Solange auch in Krisenzeiten das Vermögen> Darlehen ist, ist man zwar verschuldet, aber nicht überschuldet.
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