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ᐅ Erschließungskosten für Wirtschaftlichkeitsanalyse Bauland


Erstellt am: 28.06.20 12:26

Londonderry8028.06.20 12:26
Hallo liebes Forum,

habe mich hier angemeldet, weil ich seit Tagen nach aufwändiger Recherche im Internet dazu keine Aussagekräftigen Informationen finden konnte.

Ein guter Freund der Familie, bereits im Rentenalter, hat nach Rückfrage auf ein Bauland angedeutet, es sich vorstellen zu können, sein Bauland ausschliesslich mir und keinem Bauträger oder der Gemeinde zu verkaufen jedoch nur als Gesamte Fläche von ca. 6000m2

Ich habe lediglich Interesse an einem Grundstück, um darauf ein Einfamilienhaus zu errichten mit einer Größe von ca. 700 m2 Grundstück.

dazu habe ich nach Antworten für folgende Fragen gesucht:

  • Welche Kosten erwarten mich für die Planung der Erschliessung?
  • Welche Kosten erwarten mich für die Erschliessung selbst? (Straßenbau ca.100 Meter lange Strasse)
  • Welches Angebot kann ich dem Eigentümer als Preis / m2 maximal anbieten?
  • Kann die Teilung der Grundstücke individuell vorgenommen werden?
  • Ist es überhaupt möglich, das in Eigenregie zu bewältigen?

  • Das Grundstück liegt in Niedersachsen und grenzt an eine voll erschlossene Strasse an. "Innerhalb Bebauungsplan"
  • Der Bodenrichtwert liegt bei 120€/m2.
  • Verkaufspreis für erschlossenes Bauland pro m2 liegt ohne Probleme bei 160€
  • Das Grundstück befindet sich am Rand einer Siedlung.
  • Eine Zeichnung ist im Anhang vorhanden. (20 Jahre alt kommt von der Gemeinde)
  • Eigenkapital ist vorhanden, um einen Großteil der geschätzten Investition selbst zu finanzieren.
  • Fläche für die Strasse inkl. Kreisel 16 Meter Durchmesser ca. 1000 m2
Ich bitte darum Rücksicht zu nehmen, da mir bewusst ist, aufgrund mangelnder Erfahrungen völligen Schiffbruch zu erleiden.
Jedoch treibt mich der Gedanke an, ein seltenes Grundstück zu erwerben, um endlich meinen Traum der Immobilie zu verwirklichen.


Ich möchte daher bei den hier außerordentlich erfahrenen Mitgliedern im Forum einmal ausloten, ob ich mich darauf einlasse und ggf. einen Profi beauftrage oder lieber die Finger davon lasse.


Vielen Dank im Voraus!

Lageplan: schraffierte Grundstücksfläche mit Gebäuden, Parkplatz und rundem Innenhof.
nordanney28.06.20 13:42
Bevor ich auf Deine Frage eingehe, bitte ich um eine Info. Ist die Fläche tatsächlich ausgewiesenes Bauland mit einem Bebauungsplan? Also kein Bebauungsplan Verfahren nötig?
Vielleicht noch ergänzend die Frage, warum Du Dir den Stress antun möchtest? Du sagst selbst, dass Du über enormes Vermögen verfügst und die Maßnahme größtenteils aus Eigenkapital finanzieren könntest. Da würde ich das Grundstück einfach durchhandeln. Großes Geld zu verdienen winkt ja nicht, das macht man mit dem Bau der Häuser.
Londonderry8028.06.20 15:47
Danke für die schnelle Rückmeldung, es gibt einen Bebauungsplan für das Grundstück. Das Foto welches ich angehängt habe, kommt aus diesem Plan.

Ja, durchhandeln ist auch eine Option, ich möchte aber vorher in alle Richtungen prüfen.
nordanney28.06.20 15:51
Londonderry80 schrieb:

Ja, durchhandeln ist auch eine Option,
... ansonsten musst Du 7-stellig rechnen und es muss Dir auch klar sein, dass Dir sehr wahrscheinlich keine Bank einen Kredit geben wird und Du komplett in Vorleistung treten musst.
Londonderry8028.06.20 16:09
ok, damit hätte ich nicht gerechnet.
Meine Prognose für ca. 100 Meter Strasse inkl. Wasserversorgung, Abwasser, Strom, Gas liegen bei max. 300.000,- Euro
nordanney28.06.20 17:25
Na ja, Du fängst an mit dem Kauf des Grundstücks und bezahlt dafür wieviel €? Bekommst es doch bestimmt nicht geschenkt. Sagen wir mal für 100€ den qm und schon sind die ersten 600.000€ weg.
Dann brauchst Du noch Vermesser, Planer, Versicherungen, Vertrieb für die Grundstücke, Bodengutachten usw.
Denk daran, dass Du erst Geldrückflüsse hast, wenn die Erschließung komplett fertig ist. Damit meine ich baureife und vermessene Grundstücke. Die fertige Straße = Asphalt oder Pflaster kommt danach noch. Bitte auch an Parkbuchten, Straßenlaternen usw. denken.
Du wirst also auch ordentlich Bauzeitzinsen für die nächsten Jahre einplanen müssen, denn der Verkauf der Grundstücke geht auch nicht locker flockig mal eben so.
Ach ja, für das, was am Ende als Gewinn über ist, bitte auch noch Steuern einplanen. Solltest Du die Baugrundstücke einzeln verkaufen, sieht es auch noch nach einer gewerblichen Tätigkeit aus, also auch Gewerbesteuer.

Nur mal so ein paar Stichpunkte. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass (wenn die Kommune baut) in NRW rd. 11-12 T€ je lfd. m Straße angesetzt werden (all in).
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