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ᐅ Bebauungsplan mit Vorstellungen kombinieren - Brainstorming

Erstellt am: 16.04.20 23:04
S
Stefan001
Hallo zusammen,
bei den ersten groben Planungen zu unserem geplanten Einfamilienhaus bin ich auf der Suche nach Vorschlägen bzw. Tipps wie man das Grundstück sinnvoll nutzen kann. Insb. im Einklang mit dem Bebauungsplan.
Noch ist nichts festgelegt, aber die Grundidee ist ein klassisches Satteldach-Haus mit ca. 140qm in dem später einmal eine 4 Köpfige Familie aufwachsen soll. Grober Plan sieht eine Grundfläche von ca. 9x12m vor.
Das Grundstück ist prinzipiell sehr gut geschnitten, aber alles in Allem stellen sich dann doch die Fragen wie man alles unter einen Hut bringen soll.

Was wir idealerweise gerne unterbringen würden:
- besagtes Haus
- 2 überdachte Stellplätze, ruhig auch als Carport, ohne rangieren zu müssen wenn einer herausfahren will.
- eine Werkstatt die gemauert sein soll. Ideal wären 16qm.
- eine Terrasse nach Westen
- Durchgang von den Stellplätzen zum hinteren Bereich des Grundstücks (Mülltonnen?!)

Folgende Infos zum Grundstück:

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks 599qm
Grundflächenzahl 0,35
Geschossflächenzahl 0,6
Baufenster, Baulinie und -grenze: Baulinie 5m von Plan-Unten/ungefähr Süden, Baufenster 13m tief über die gesamte Breite
Randbebauung: Für Garagen und Nebenanlagen auf maximal 9m
Nebenanlagen (nicht Garagen und Stellplätze) auch außerhalb des Baufensters. Aber insgesamt auf 10qm begrenzt.

Anforderungen der Bauherren
Garage, Carport: idealerweise 2 überdachte Stellplätze
Gemauerte "Werkstatt", schön wären >16qm

Hausentwurf
Grober Entwurf "Klassisches Satteldach-Haus" um die 140qm

Der erste Ansatz sah vor, das wir natürlich eine sonnige Terrasse haben wollen. Da die Baulinie allerdings vorschreibt an der Straße (Planunten) zu bauen, bleibt dafür nur die Westseite übrig. Da das Grundstück nicht sehr breit ist, folgt daraus die Ausrichtung des Hauses hochkant. Um eine möglichst große Terrasse/Spielbereich zu realisieren erfolgt der Carport im Osten als direkte Grenzbebauung und Überdachung des Eingangbereichs. Nun erschien es mir klug die gemauerte Werkstatt als Rückwand des Carports auszuführen, so lässt sich der Carport für die dreckigen arbeiten als überdachten Bereich nutzen. Auf Grund der maximalen Grenzbebauung von 9m (und 6 für den Carport darauf gehen) würde hier eine Werkstatt von 3x5m gut passen, man hätte dann noch 1m Durchgangsbreite zum Hinterhof.

Grundriss eines Grundstücks: weißes Haus, braune Werkstatt rechts, grauer Carport, grüne Fläche.

Das war leider, bevor ich im Bebauungsplan darauf gestoßen bin, dass Nebenanlagen insgesamt auf 10qm zu begrenzen sind. Damit fällt der Plan für eine eigenständige Werkstatt flach, da nur 10qm zu klein für eine sinnvolle Nutzung sind.

Die Frage die ich mir nun Stelle ist, wie bekomme ich möglichst kostengünstig und erlaubt meine Werkstatt?
Ich sehe folgende Möglichkeiten:

1. Doppelgarage + 1er Carport:
Die Werkstatt findet in der einen Seite der Garage Platz, zum Werken stehen beide Autos draußen. Das zweite Auto steht dauerhaft unter dem 1er Carport (oder auch 2er, je nach Kosten). Hier kann ich dann aber nur hoffen dass der Nachbar nicht verlangt das ich beide Autos gleichzeitig in die Garage fahre. Außerdem erhalte ich keinen Durchgang in den Hof (außer durch die Garage), da ansonsten das Haus wieder noch weiter nach Westen versetzt werden muss und der eh schon schmale Streifen Garten dort noch schmaler wird.

2. Große Einzelgarage + 1er Carport:
Um das rechtliche Problem zu umgehen, lässt sich eventuell eine sehr große Einzelgarage 6x4 oder 6x5m realisieren? Wobei auch dort dürfte ich eigentlich ja nichts lagern außer Autozubehör... immerhin würde man auf jeden Fall den Durchgang zum hinteren Bereich erhalten.

3. Werkstatt als Erker ins Haus integrieren + 2erCarport:
Wenn die Werkstatt keine Nebenanlage ist, gibts auch kein Problem. Also Werkstatt als weiteren Raum ins Haus integrieren und zusätzlich einen 2er Carport.
Das gefällt der Dame des Hauses leider nicht so gut (Lärm), außerdem schätze ich das hierfür die höchsten Kosten entstehen.

Seht ihr noch weitere Optionen/Lösungsmöglichkeiten?
Insbesondere auf den Hinblick der Kosten fehlt mir momentan ein Gefühl für die beste Lösung.
Da es sich um ein Neubaugebiet handelt, habe ich irgendwie etwas Angst davor die Garage direkt als Werkstatt zu nutzen. In 10 Jahren interessiert das sicherlich niemanden mehr...


(Und davon völlig unabhängig, sollten wir vielleicht doch eine Nordterrasse andenken mit einem waagerecht gestellten Haus um einen größeren rechteckigen Garten zu bekommen, siehe Bild 2?)

3D-Plan eines Hausgrundstücks mit Haus, Werkstatt, Carport und Grünfläche, Maßangaben.


Schon mal vielen Dank für eure Gedanken und Anregungen
kaho67417.04.20 20:21
Wenn Du Streit mit den Nachbarn vermeiden willst, soltest du vor allem darauf achten, dass Deine Werkstatt maximal schallisoliert ist. Unsere Werkstatt ist massiv mit 24er Steinen gebaut. Außerdem gedämmte Decke und Fußboden. Trotzdem hört man es, wenn mein Schatzi seine Säge anwirft deutlich. Unser nächster Nachbar ist über die Straße vielleicht 20m entfernt. Wenn mein Mann länger als 30 Minuten sägt, fang ich aber schon an zu meckern, weil ich es mir mit den Nachbarn nicht verderben will.
11ant17.04.20 20:24
Escroda schrieb:

sobald das Grundstück im Kataster gebildet wurde.
Ja, da ist im Bebauungsplan ja tatsächlich noch so garnichts erkennbar. Immerhin sieht es nebenan in der Beckstraße recht eben aus. Dennoch gefiele mir nicht, daß man zu Höhen noch wenig sieht.
Stefan001 schrieb:

Wie sieht denn ein Kaufvertrag aus wenn das Grundstück noch hergestellt werden muss?
Weiß man denn überhaupt schon wie die Quote Bewerber : Grundstücke ausfallen mag ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
S
Stefan001
18.04.20 12:13
Danke schon mal an Alle.
Ich denke es gibt dann einfach keinen Zaubertrick für eine Lösung. Ich werde sehen was die Bauprofis sagen und dann zusehen das ich Zahlen an die verschiedenen Varianten bekomme, sonst diskutiert man vermutlich ewig im Kreis.

11ant schrieb:

Ja, da ist im Bebauungsplan ja tatsächlich noch so garnichts erkennbar. Immerhin sieht es nebenan in der Beckstraße recht eben aus. Dennoch gefiele mir nicht, daß man zu Höhen noch wenig sieht.

Weiß man denn überhaupt schon wie die Quote Bewerber : Grundstücke ausfallen mag ?
Zur Quote kann ich nichts sagen.
Zu den Höhenlinien wird sich denke ich aber das meiste noch klären lassen (bzw. wird natürlich nur gekauft, wenn es geklärt wurde).
S
Stefan001
21.04.20 21:08
Kleines Update:
Wir haben ein Grundstück bekommen! ops: ops: ops:
Und nicht nur irgendeines! Sondern das was wir gerne wollten. Damit haben wir etwas mehr Spielraum

Technische Schnittzeichnung eines Gebäudes: geneigtes Dach, brauner Block, grüne Flächen.

(weiß Baufenster, dieses mal ohne Baulinie, und dunkel grün die verpflichtende Hecke, Straße/priv. Stichweg Planunten)
Jetzt heißt es alle Details sammeln und dann schauen was der Kaufvertrag sagt!

Noch 1-2 Fragen an die Profis.
Der Bebauungsplan sieht vor, dass zu allen öfftetl. Verkehsflächen eine spezielle Hecke zu pflanzen ist (Bebauungsplan §12.6). Dieses Grundstück liegt aber nur an dem privaten Stichweg. Daraus würde ich schließen das ich zu dem Stichweg pflanzen darf was ich will?

Außerdem, was ist mit §12.8 gemeint, dass Erdanschüttungen auf das Niveau der außerhalb des Plangebiet liegenden Höhe zu verziehen sind?
E
Escroda
22.04.20 04:57
Stefan001 schrieb:

Wir haben ein Grundstück bekommen!
Herzlichen Glückwunsch.
Stefan001 schrieb:

Daraus würde ich schließen das ich zu dem Stichweg pflanzen darf was ich will?
Sehe ich genauso.
Stefan001 schrieb:

Außerdem, was ist mit §12.8 gemeint, dass Erdanschüttungen auf das Niveau der außerhalb des Plangebiet liegenden Höhe zu verziehen sind?
Dass Anschüttungen an der Geltungsbereichsgrenze des Bebauungsplan nicht erlaubt sind, also keine Stützmauern, Hangflorsteine, L-Steine o.ä.
kaho67422.04.20 07:54
Stefan001 schrieb:


Wir haben ein Grundstück bekommen! ops: ops: ops:
Sekt raus!
bebauungsplanwerkstattgrundstückhecke