Hallo,
nachdem wir jetzt fast 1 Jahr mit den verschiedensten Firmen gesprochen haben und uns auch intensiv mit dem Thema Fertighäusern und Massivbau beschäftigt haben, fiel unsere Wahl auf Massivbau. Das Grundstück haben glücklicherweise geerbt.
Nun haben wir konkrete Vorstellungen, wie unser Traumhaus aussehen soll (bildlich sowieso, danach sind unsere Zeichnungen entstanden):
- Haustyp Stadtvilla
- Größe ca. 140 m²
- viele und vor allem große Fenster, Eckverglasungen
- eine Anlage für kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
Nun haben wir mit jedem Gespräch die Anbieter aussortieren können und langsam wird es ernst :-) Wir haben ein Angebot eines Bauträgers vorliegen, der uns eigentlich zusagt. Er scheint seriös, man hört bisher nur Gutes über das Unternehmen, das Konzept scheint schlüssig, die Vorentwürfe/Zeichnungen sehen gut aus.
Er hat uns nun für unser Haus ein Angebot vorgelegt, welches eigentlich alle Arbeiten beinhaltet. Das Haus wird nach dem Bau Schlüsselfertig sein. Lediglich die Anschlüsse der Medien, Versicherungen und Behördengebühren usw. kommt für uns noch dazu. Da wir beruflich viel zu tun haben hatten wir uns bewusst gegen Eigenleistungen entschieden.
Wir hatten uns persönlich von Anfang an eine Grenze gesetzt, diese liegt bei ca. 200K. Dazu kommen noch die Medienanschlüsse, die Nebenkosten sodass wir uns am Ende bei ca. 220K einpendeln würden.
Nun haben wir schon mitbekommen, dass es ja den Kfw70 (oder noch bessere ) Standards gibt... Der Bauträger hat uns alles durchgerechnet, letztendlich haben wir folgende Optionen:
Angebot 1:
Kfw 70 Standard mit Fußbodenheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe, kontrollierter Be- u. Entlüftung+Wärmerückgewinnung, Kaminanschluss
=> 230K
Angebot 2:
Kein KfW70 Standard, ganz normaler Energieeinsparverordnung 2009 Standard, Fußbodenheizung, kontrollierter Be- u. Entlüftung+Wärmerückgewinnung, Kaminanschluss, Gasbrennwertkessel
=> 200K
Angebot 3:
Kein KfW70 Standard, ganz normaler Energieeinsparverordnung 2009 Standard, Fußbodenheizung, kontrollierter Be- u. Entlüftung+Wärmerückgewinnung, Kaminanschluss, Luft-Wasser-Wärme-Pumpe
=> 210K
Nun hatten wir anfangs mit den guten Konditionen beim KfW70 Standard geliebäugelt, letztendlich ist uns aber aufgefallen, dass die Zinsen ja nicht so viel besser sind als der derzeitige Markt, daher würden wir durch die Förderung „nur“ ca. 5000 EUR über die Jahre hinweg gesehen einsparen. Die Mehrinvestition für KfW70 hingegen ist schon ein Stück größer… Was man letztendlich durch KfW70 gegenüber Energieeinsparverordnung 2009 jährlich einspart kann einem keiner genau sagen... Solar fanden wir bisher immer nicht gut, da sich dies mittlerweile ja erst nach vielen vielen Jahren (wenn überhaupt) amortisiert.
Nun wollte ich euch einmal fragen, was ihr persönlich favorisieren würdet bzw. was man noch beachten sollte!?
Ich freue mich über jeden Tipp/Hinweis.
Viele Grüße,
Tim
nachdem wir jetzt fast 1 Jahr mit den verschiedensten Firmen gesprochen haben und uns auch intensiv mit dem Thema Fertighäusern und Massivbau beschäftigt haben, fiel unsere Wahl auf Massivbau. Das Grundstück haben glücklicherweise geerbt.
Nun haben wir konkrete Vorstellungen, wie unser Traumhaus aussehen soll (bildlich sowieso, danach sind unsere Zeichnungen entstanden):
- Haustyp Stadtvilla
- Größe ca. 140 m²
- viele und vor allem große Fenster, Eckverglasungen
- eine Anlage für kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
Nun haben wir mit jedem Gespräch die Anbieter aussortieren können und langsam wird es ernst :-) Wir haben ein Angebot eines Bauträgers vorliegen, der uns eigentlich zusagt. Er scheint seriös, man hört bisher nur Gutes über das Unternehmen, das Konzept scheint schlüssig, die Vorentwürfe/Zeichnungen sehen gut aus.
Er hat uns nun für unser Haus ein Angebot vorgelegt, welches eigentlich alle Arbeiten beinhaltet. Das Haus wird nach dem Bau Schlüsselfertig sein. Lediglich die Anschlüsse der Medien, Versicherungen und Behördengebühren usw. kommt für uns noch dazu. Da wir beruflich viel zu tun haben hatten wir uns bewusst gegen Eigenleistungen entschieden.
Wir hatten uns persönlich von Anfang an eine Grenze gesetzt, diese liegt bei ca. 200K. Dazu kommen noch die Medienanschlüsse, die Nebenkosten sodass wir uns am Ende bei ca. 220K einpendeln würden.
Nun haben wir schon mitbekommen, dass es ja den Kfw70 (oder noch bessere ) Standards gibt... Der Bauträger hat uns alles durchgerechnet, letztendlich haben wir folgende Optionen:
Angebot 1:
Kfw 70 Standard mit Fußbodenheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe, kontrollierter Be- u. Entlüftung+Wärmerückgewinnung, Kaminanschluss
=> 230K
Angebot 2:
Kein KfW70 Standard, ganz normaler Energieeinsparverordnung 2009 Standard, Fußbodenheizung, kontrollierter Be- u. Entlüftung+Wärmerückgewinnung, Kaminanschluss, Gasbrennwertkessel
=> 200K
Angebot 3:
Kein KfW70 Standard, ganz normaler Energieeinsparverordnung 2009 Standard, Fußbodenheizung, kontrollierter Be- u. Entlüftung+Wärmerückgewinnung, Kaminanschluss, Luft-Wasser-Wärme-Pumpe
=> 210K
Nun hatten wir anfangs mit den guten Konditionen beim KfW70 Standard geliebäugelt, letztendlich ist uns aber aufgefallen, dass die Zinsen ja nicht so viel besser sind als der derzeitige Markt, daher würden wir durch die Förderung „nur“ ca. 5000 EUR über die Jahre hinweg gesehen einsparen. Die Mehrinvestition für KfW70 hingegen ist schon ein Stück größer… Was man letztendlich durch KfW70 gegenüber Energieeinsparverordnung 2009 jährlich einspart kann einem keiner genau sagen... Solar fanden wir bisher immer nicht gut, da sich dies mittlerweile ja erst nach vielen vielen Jahren (wenn überhaupt) amortisiert.
Nun wollte ich euch einmal fragen, was ihr persönlich favorisieren würdet bzw. was man noch beachten sollte!?
Ich freue mich über jeden Tipp/Hinweis.
Viele Grüße,
Tim
H
Häuslebauer4013.10.11 06:10Was nicht im Angebot enthalten ist:
- Außenanlagen
- Garagen
- Kamin (nur der Anschluss + 2zügiger Schornstein)
- Eingangspodest
- Erschließung + Gebühren für BehördenWie ist es um den Untergrund bestellt? Gibt es schon ein Bodengrundgutachten? Ist daraus resultierend ggf. zusätzlicher Bodenaushub erforderlich und was kostet dessen Abfuhr? Daraus resultierende Mehrkosten aus einer tiefergehenden Frostschutzschicht? (Im Hauspreis sind meist nur 15 - 25 cm enthalten, was i.d.R. selten reicht).
Was ist mit der Schmutzwasserleitung, Übergabe-/Revisionsschacht und Anbindung der Leitung? Regenwasserleitung- u. Anbindung, ggf. Zisterne?
Alles recht kostspielige Sachen und das sind nur die Dinge, die mir jetzt mal aus dem Stegreif eingefallen sind. Du solltest prüfen, ob und welchem
Umfang all diese Punkte gemäß BB im Preis enthalten sind oder auch nicht.
B
Bauexperte13.10.11 11:39Hallo Tim,
HAR klingt plausibel, eine reine kontrollierte Be-/Entlüftungsanlage braucht nicht so viel Platz; der Aufpreis für die Dämmung im Dachboden kann ich nicht bewerten, es kommt bspw. auf die Dachform, Höhe bis First/Größe des Bodens an, wird die Standardtreppe in den Boden geführt usw. Bei der Installation solcher Techniken auf dem Spitzboden mußt Du bereits heute an morgen denken – was ist, wenn dieses System irgendwann ausgetauscht werden soll/muß?
Jein 🙂 Ich sprach zwei unterschiedliche Systeme an. Tecalor TVZ ist Bezeichnung für die kontrollierte Be-/Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung – Kosten rund TEUR 9**. Für das Kombigerät lautet die Bezeichnung Tecalor THZ 303 integral mit oder ohne den Zusatz „SOL“ – Kosten ohne SOL rund TEUR 10, mit SOL rund TEUR 13. Im Kombigerät sind folgende Techniken vereint: Luft-Wasser-Wärmepumpe, kontrollierte Be-/Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und je nach Wahl entweder eine solaranlage oder auch nicht. Wenn ich es richtig erinnere, bietet Buderus vergleichbare Technik zu vergleichbaren Preisen an; da wir selten mit Buderus arbeiten, habe ich die Typenbezeichnungen nicht präsent.
Entscheidest Du Dich jetzt für obige kontrollierte Be-/Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und separater Luft-Wasser-Wärmepumpe, kommen Kosten in ca. Höhe TEUR 14 auf Dich zu. Entscheidest Du Dich von Anfang an für das Kombigerät kommen entweder TEUR 10 ohne SOL oder TEUR 13 incl. SOL auf Dich zu. Bei der Integrale ist zu beachten, dass sie sehr viel Platz beansprucht, sie reicht von der Wand gemessen gute 80 cm in den Raum und braucht im Abstand von 3,5 m die Möglichkeit der Zu- und Abluft.
Die Gebäudehülle als Ganzes – auch die 3-fach Verglasung und Dachaufbau zählen hierzu – ergibt zunächst einmal die Basis für Kfw 70. Erst mit dem Einsatz erneuerbarer Energien wird dann – vorausgesetzt die einzelnen Bauteile sind in diesem Sinne aufeinander abgestimmt – ein zertifiziertes KfW 70-Effizienzhaus daraus.
Dämmung unter der Bodenplatte ist bei massiv errichteten Einfamilienhaus in aller Regel nur dann notwendig, wenn Du Dich für Gasbrennwert mit Solar und kontrollierter Be-/Entlüftung entscheidest. Bei beiden letztgenannten Techniken und freistehender Bebauung kann es mit dem KfW-Nachweis häufig sehr eng werden.
Dass Du mit den Nebenkosten nicht hinkommen wirst, habe ich Dir ja erklärt. Ich möchte Dich bitten – Du suchst hier ja Entscheidungshilfe – die Unterlagen Deines Wunschanbieters extern und unabhängig prüfen zu lassen und in diesem Zusammenhang ggfs. auch über eine externe Baubegleitung nachzudenken. Wir können hier nur partiell antworten, da wir nicht über die gleiche Kenntnis Deiner Unterlagen verfügen wie Du. Von daher sind alle Antworten – einschließlich meiner – nur Stückwerk ohne Gewähr 😉
** alle von mir genannten Preise verstehen sich als Aufpreise - die zumeist typenmäßig vorhandene Gasbrennwertherme nebst Solaranlage wurde gegengerechnet.
Freundliche Grüße
TimB schrieb:
Wenn ich das so lese, der Anbieter hat uns gesagt, die Be- u.Entlüftungsanlage wird im HAR installiert (Raum ist ca. 8qm). Man kann sie auch auf dem Dachboden installieren, dann müsste dieser aber besser gedämmt werden, was mit ca. 3500 EUR Aufpreis zu Buche schlägt (da aktuell nur Energieeinsparverordnung 2009 Dämmung).
HAR klingt plausibel, eine reine kontrollierte Be-/Entlüftungsanlage braucht nicht so viel Platz; der Aufpreis für die Dämmung im Dachboden kann ich nicht bewerten, es kommt bspw. auf die Dachform, Höhe bis First/Größe des Bodens an, wird die Standardtreppe in den Boden geführt usw. Bei der Installation solcher Techniken auf dem Spitzboden mußt Du bereits heute an morgen denken – was ist, wenn dieses System irgendwann ausgetauscht werden soll/muß?
TimB schrieb:
Heißt das, wenn ich eine Solaranlage zur Be- und Entlüftungsanlage dazunehme, entsteht nur ein relativ "geringer" Mehraufwand von ca. 3000 EUR ? Ich hatte diesen Posten immer als sehr viel höher angesehen...
Jein 🙂 Ich sprach zwei unterschiedliche Systeme an. Tecalor TVZ ist Bezeichnung für die kontrollierte Be-/Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung – Kosten rund TEUR 9**. Für das Kombigerät lautet die Bezeichnung Tecalor THZ 303 integral mit oder ohne den Zusatz „SOL“ – Kosten ohne SOL rund TEUR 10, mit SOL rund TEUR 13. Im Kombigerät sind folgende Techniken vereint: Luft-Wasser-Wärmepumpe, kontrollierte Be-/Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und je nach Wahl entweder eine solaranlage oder auch nicht. Wenn ich es richtig erinnere, bietet Buderus vergleichbare Technik zu vergleichbaren Preisen an; da wir selten mit Buderus arbeiten, habe ich die Typenbezeichnungen nicht präsent.
Entscheidest Du Dich jetzt für obige kontrollierte Be-/Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und separater Luft-Wasser-Wärmepumpe, kommen Kosten in ca. Höhe TEUR 14 auf Dich zu. Entscheidest Du Dich von Anfang an für das Kombigerät kommen entweder TEUR 10 ohne SOL oder TEUR 13 incl. SOL auf Dich zu. Bei der Integrale ist zu beachten, dass sie sehr viel Platz beansprucht, sie reicht von der Wand gemessen gute 80 cm in den Raum und braucht im Abstand von 3,5 m die Möglichkeit der Zu- und Abluft.
TimB schrieb:
Noch ein Nachtrag, da ich nicht mehr editieren kann:
- Außenwände: 36,5cm (Poroton T9)
- Innenwände: 11,5cm (11cm WLG040)
Das Einzige was m.M.n. zu einem KfW70 Standard fehlen würde, wäre die extra Bodenplattendämmung und die LWW-Pumpe?
Die Gebäudehülle als Ganzes – auch die 3-fach Verglasung und Dachaufbau zählen hierzu – ergibt zunächst einmal die Basis für Kfw 70. Erst mit dem Einsatz erneuerbarer Energien wird dann – vorausgesetzt die einzelnen Bauteile sind in diesem Sinne aufeinander abgestimmt – ein zertifiziertes KfW 70-Effizienzhaus daraus.
Dämmung unter der Bodenplatte ist bei massiv errichteten Einfamilienhaus in aller Regel nur dann notwendig, wenn Du Dich für Gasbrennwert mit Solar und kontrollierter Be-/Entlüftung entscheidest. Bei beiden letztgenannten Techniken und freistehender Bebauung kann es mit dem KfW-Nachweis häufig sehr eng werden.
Dass Du mit den Nebenkosten nicht hinkommen wirst, habe ich Dir ja erklärt. Ich möchte Dich bitten – Du suchst hier ja Entscheidungshilfe – die Unterlagen Deines Wunschanbieters extern und unabhängig prüfen zu lassen und in diesem Zusammenhang ggfs. auch über eine externe Baubegleitung nachzudenken. Wir können hier nur partiell antworten, da wir nicht über die gleiche Kenntnis Deiner Unterlagen verfügen wie Du. Von daher sind alle Antworten – einschließlich meiner – nur Stückwerk ohne Gewähr 😉
** alle von mir genannten Preise verstehen sich als Aufpreise - die zumeist typenmäßig vorhandene Gasbrennwertherme nebst Solaranlage wurde gegengerechnet.
Freundliche Grüße
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