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ᐅ Kontrollierte-Wohnraumlüftung - Ist Stufe 7 von 9 eine vertretbare Auslegung?


Erstellt am: 03.01.18 21:30

S
stefanc84
03.01.18 21:30
Hi Leute,

wir haben unsere Kontrollierte-Wohnraumlüftung in Eigenleistung montiert, geplant wurde sie von einer H******-Handelsvertretung.

Nennlüftung haben diese auf 147 m3/h berechnet und dazu das Gerät mit Max 300 m3/h ausgewählt. Ich kam mit eigener Rechnung zwar auf eine etwas höhere Nennlüftung, unter anderem weil wir einen gedämmten, unbewohnten Spitzboden ohne Fenster haben, den wir denke ich mit einbeziehen sollten (?). Auch weil sie Treppenräume nicht mitgerechnet haben und von einer etwas niedrigeren Deckenhöhe ausgingen. So weit nicht schlimm, ist keine riesige Abweichung und lässt sich bei der Inbetriebnahme immer noch problemlos über die Ventile passend einstellen.

Aber ich bin nun im Planungshandbuch über die Berechnung des Druckverlustes gestoßen. Eine solche Berechnung wurde nicht gemacht und ich hab, obwohl es mir jetzt vollkommen naheliegend erscheint, auch nicht daran gedacht. Ja ich weiß, eine Installationsfirma statt Handelsvertretung hätte das wahrscheinlich ordentlich berechnet.

Jedenfalls hab ich einen Druckverlust auf der längsten Leitung von ca. 94 Pa ermittelt. dem zufolge müsste das Gerät dauerhaft auf Stufe 7 von 9 laufen. Dabei entsteht natürlich mehr Lärm und Stromverbrauch als bei Verwendung eines leistungsstärkeren Gerätes, das dann nur auf Stufe 5 laufen müsste. Sagen zumindest die technischen Daten.

Nun könnten wir evtl das Gerät gegen ein größeres austauschen. Aber damit ist es leider nicht getan, da dadurch zwischen Verteilerkästen und Draußen auch Rohre mit größerem Durchmesser verwendet werden müssten. Die sind zwar noch nicht installiert, aber bereits gekauft.

Wie kritisch seht ihr das? Ist Stufe 7 von 9 eine vertretbare Auslegung? Immerhin wird in der Beispielrechnung des Planungshandbuchs bei annähernd gleichen Daten das gleiche Gerät verwendet.
Habt ihr Vergleichswerte eurer Anlagen für mich?
F
F.Olio
04.01.18 08:56
Hallo,

ich lese mich gerade erst in das Thema Kontrollierte-Wohnraumlüftung ein, aber vielleicht kann ich ein paar Denkanstöße geben, die sich aus meinen bisherigen Recherchen ergeben haben.

Vom Gefühl her würde ich zu einer größeren Anlage tendieren, da diese langsamer und damit ruhiger und stromsparender laufen kann - Die Datenblätter hast Du ja schon verglichen.
Oft liest man in Foreneinträgen, dass Kontrollierte-Wohnraumlüftung-Besitzer mit ihrer Anlage unzufrieden sind, da sie zu laut laufen und teilweise abends/nachts sogar abschalten. Das liegt oft an einer hoch gewählten Stufe. Das sehe ich insgesamt als Komfortfrage - aber letztendlich wirst Du die nächsten Jahrzehnte in diesem Haus wohnen.

Bei einer größeren Anlage hast Du weiterhin die Möglichkeit, sie höher drehen zu lassen, wenn Du z.B. Besuch hast, ihr kocht oder im Badezimmer gerade viel geduscht wurde. Diese Reserve bleibt Dir bei der kleineren Anlage verwehrt.

Wie schmerzhaft wäre denn der finanzielle Aufwand, die neuen Rohre zu kaufen und ggf. Durchbrüche erweitern zu lassen? Ggf. kannst Du die Alten sogar weiterverkaufen?

Wenn Du sagst, dass Du die Anlage zusammen mit dem Handelsvertreter geplant hast, gibt es dort vielleicht eine Möglichkeit, dass sie Dir entgegenkommen? Das mit dem Druckverlust und der resultierenden Anlagengröße hätte ihm ja vielleicht auch auffallen können....

Vielleicht können ja ein paar andere Forenmitglieder mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung diese Punkte ja noch bestätigen, oder negieren. Ich spreche ja gerade nur von der blinden Theorie.
Viel Erfolg!
M
Mycraft
04.01.18 09:06
Wie groß ist das Haus und der Spitzboden?

Aber schon vorab, ja ich würde auch prinzipiell zu der größeren Anlage raten.
B
Bieber0815
04.01.18 09:30
stefanc84 schrieb:
Aber damit ist es leider nicht getan, da dadurch zwischen Verteilerkästen und Draußen auch Rohre mit größerem Durchmesser verwendet werden müssten.
Aus meiner eigenen Erfahrung: Im Zweifel würde ich stets zur höheren Nennweite greifen!
S
stefanc84
04.01.18 12:12
Danke für die Rückmeldungen. Natürlich würde ich im Zweifel auch zur größeren Anlage greifen - nun ist aber ja schon die kleine gekauft.
Der Verlust beim Weiterverkauf würde sich wohl in Grenzen halten, da ich die Anlage extrem günstig bekommen hab. Die größere kostet ca 800€ mehr und ich werd nicht mehr einen so guten Preis bekommen wie beim ersten Kauf. Daher schätze ich Mehrkosten von ca 1.200€. Vorausgesetzt ich bekomme die nicht mehr benötigten Teile wieder los.

Es wird im Forum teilweise nur mit 30m³ pro Bewohner gerechnet, wodurch man auf viel niedrigere Werte kommt. Oder eine Luftwechselrate von 0,3 als ausreichend betrachtet, während der Helios-Rechner meist über 0,4 landet.
Im Forum wird außerdem eine Auslastung bei Nennlüftung von 50 bis 67% empfohlen - ohne auf Druckverluste einzugehen.
dem zufolge wird das 300er Gerät auch bei Häusern mit 200qm Wohnfläche noch empfohlen.

Wir haben 145m² Wohnfläche und ohne Spitzboden 395m³ Luftvolumen, mit Spitzboden sind es 449m³. Das Gerät hat eine maximale Fördermenge von 315.
Lasse ich Druckverluste außen vor und rechne mit der nominellen Leistung, wie es im Forum meist gemacht wird, entspricht dies einer Auslastung von 50% ohne Spitzboden und 57% mit Spitzboden.
Die höchste Stufe am Gerät reicht INKLUSIVE Berücksichtigung der Druckverluste gerade so für Intensiv-Lüftung mit einer Luftwechselrate von 0,6.

Daher bin ich jetzt wieder etwas entspannter und hoffe dann doch eine ausreichend gute Luftqualität zu erreichen.
Trotzdem wäre mir nach wie vor das größere Gerät lieber, weil es ganz entspannt auf niedriger Stufe fahren könnte.

Letztendlich hängt die Tauglichkeit des Gerätes anscheinend nicht unwesentlich davon ab ob ich den gedämmten, aber unbewohnten Spitzboden mit belüfte oder nicht. Als Kompromiss hab ich mir gedacht dort nur eine Luftwechselrate von 0,15 zum Feuchteschutz einzustellen. Es wird dort zwar keine Luft verbraucht. Aber es findet wahrscheinlich ohne Belüftung so gut wie kein Austausch statt, was ich auch nicht für gut halte.
Da es keine Überström-Öffnungen zu den Wohnräumen gibt, würde ich Zuluft auf der einen Raumseite und Abluft auf der anderen Seite machen.

Klingt das sinnvoll? Und was sagt ihr zu meinen 395/449m³ und der Anlage die ihr Maximum bei 315 hat?
M
Mycraft
04.01.18 12:25
stefanc84 schrieb:
dem zufolge wird das 300er Gerät auch bei Häusern mit 200qm Wohnfläche noch empfohlen.

Dem kann ich mit Bestimmtheit widersprechen. Ausreichend ja, aber nicht wirtschaftlich.

Ich habe knapp 150qm und eine 300er Anlage und die Erfahrung hat gezeigt, dass dies ok ist. Aber noch 50qm dann hat man wieder deine Ausgangssituation.

Ich würde bei über 150qm definitiv eine Anlage nehmen, welche mind. 400 cbm umwälzen kann.

Wenn du den Spitzboden nur marginal belüftest dann könnte deine kleinere Anlage ausreichen.
spitzbodenstufedruckverlustewohnraumlüftungnennlüftungluftwechselratehandelsvertretungrohrewohnfläche