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ᐅ Miethaus - Fertighaus oder "herkömmliche" Ziegelbauweise


Erstellt am: 13.02.17 13:51

Dimma13.02.17 13:51
Wir möchten ein Haus zum Vermieten bauen lassen. Nichts "Großartiges", 2 Wohnungen übereinander (mit je ca. 90 qm), 2 Garagen,...
Sind jetzt unschlüssig was mehr Sinn macht, ein Fertighaus oder ein Haus in herkömmlicher Ziegelbauweise?
Preislich ist wohl nicht allzu viel Unterschied, haben wir festgestellt.
Es soll ein schlüsselfertiges Haus werden. Finanzierung ist aufgrund eines Erbes kein Thema, Baugrund ist vorhanden.
Kann uns da irgend jemand mit Denkanstössen weiter helfen?
Wir sind leider Hausbau-Neulinge und die jeweiligen Baufirmen können viel erzählen.
Worauf müssen wir achten?
Peanuts7413.02.17 14:19
Die große "Streitfrage", vermutlich wird Dir jede Seite die vermeintlichen Vorteile der Bauart vorbeten.
Meiner Meinung nach (habe beides zu großen Teilen mit gebaut) hat ein Fertighaus vor allem Vorteile, wenn man selbst viele Installationen (Wasser, Heizung, Strom etc.) bzw. überhaupt sehr viel Eigenleistung machen will.
Bei den Installationen fällt z.B. die ganze Schlitzerei weg und es ist auch leichter Gipskartonplatten an eine Wand zu schrauben und zu verspachteln, statt eine Wand zu verputzen.
Außerdem ist mit dünneren Wänden eine bessere Wärmeisolierung möglich, falls das Baufenster knapp ist.
Habt Ihr genügend Platz und lasst Schlüsselfertig bauen, so fallen in meinen Augen nahezu alle Vorteile weg. Zudem ist ein hochwertiges Fertighaus oft eher sogar teurer, als ein massives Haus.
Einige hier behaupten, der Schallschutz sei kein Problem in einem Fertighaus, ich habe mehrfach das Gegenteil bei Besichtigungen erlebt.
Gerade wenn 2 getrennte Wohnungen hergestellt werden sollen, würde ich da auf best möglichen Schallschutz schauen und hier hat in meinen Augen eine 20cm dicke Betondecke einfach Vorteile gegenüber einer Holzbalkendecke.
Über den Wertverlust bzw. der Bewertung bei Banken und Versicherungen wurde auch schon ausgiebig diskutiert.
Es ist einfach so, dass gebrauchte Fertighäuser oft niedriger bewertet werden bei einer Anschlussfinanzierung als massive Häuser.
Ebenso werden Fertighäuser bei der Gebäudeversicherung niedriger im Wert angesetzt (sprich im Versicherungsfall bekommst Du weniger), dennoch ist die Prämie, sprich Deine Kosten gleich oder gar höher.
Dass z.B. Wasserschäden bei Häusern in Holzständerbauweise wesentlich gravierendere Folgen haben, ist auch nicht wegzudiskutieren.
Zusammenfassend, Fertighäuser haben unter gewissen Voraussetzungen sehr wohl ihre Daseinsberechtigung, jedoch, vor allem als reines Renditeobjekt, keinen einzigen nennenswerten Vorteil sondern eher diverse Nachteile.
Dimma13.02.17 14:38
Vielen Dank Peanuts74 für die ausführliche und gut nachvollziehbare Antwort!

Wenn Ziegelhaus... reicht eine "Wohnbaufirma" (die hier in der Gegend einiges an Mietshäusern baut) - oder brauche ich doch einen Architekten?
Entschuldigung für die "dummen" Fragen, aber wenn man noch nie ein Haus gebaut hat steht man erst mal vor einen Wand von Grundsatz-Fragen....
11ant13.02.17 14:40
Fertig bzw. vorgefertigt muß nicht zwingend Holztafel heißen, und massiv nicht zwingend Ziegel. Porenbeton ist heute etwa ebenso gängig.

Pro und contra wird man bei der Frage nach Massiv- oder Fertighaus immer reichlich finden, und je länger man fragt, desto mehr strebt das Verhältnis der Kommentare gegen 50:50.

Grundsätzlich neige ich dazu, die Fertighausanbieter heutzutage als beliebige Bauunternehmer anzusehen, denen man dieselben Vorentwürfe zur Angebotsanfrage hereingeben kann wie den Massivbauunternehmern.

Leider haben die Fertighausanbieter aktuell zum Stichwort "Zweifamilienhaus" fast alle nur Doppelhäuser im Angebot (die man aber durchaus auch auf ein ungeteiltes Grundstück stellen kann, allerdings ist das meist eine andere Mieterklientel als für Einetagenwohnungen).

Durch den Trend zur Individualplanung ist ein alter Fertighausvorteil (ausgereift, weil schon 100 x genau so gebaut) verloren gegangen.

Die Fertighausanbieter bauen überwiegend modisch aktueller, bei ortsansässigen Massivbauunternehmern sieht gerne alles gleich aus, auch über Jahrzehnte.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
11ant13.02.17 14:49
Dimma schrieb:
eine "Wohnbaufirma" (die hier in der Gegend einiges an Mietshäusern baut)

... nähme ich als allerletztes - allein schon, weil die in Stil und Standard gerne immer dieselbe Soße bauen, dann hast Du am Vermietungsmarkt ein von dem was die für sich selber bauen kaum unterscheidbares Objekt.
Dimma schrieb:
oder brauche ich doch einen Architekten?

Ein eigener Architekt ist parteiisch für den Bauherren und berät ihn - ein Bauzeichnungsvorleger im Dienste des Bauunternehmers frißt anderes Brot und singt andere Lieder, kostet unter´m Strich aber auch nicht zwingend weniger.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Peanuts7413.02.17 14:50
Eine Wohnbaufirma, wie Du es nennst, oder auch Generalunternehmer hat in der Regel einen eigenen Architekten, der die Pläne für die Baugenehmigung erstellt. Außerdem kümmern diese sich oft auch um das ein oder andere rund um den Bau. Sprich, wenn Ihr einen guten Generalunternehmer (GU) kennt, dann habt Ihr weniger Arbeit und Stress mit dem Bau.
Gleichzeitig kann der Euch im Normalfall anhand der Planung auf den Euro sagen, wieviel Ihr am Ende bezahlt (Aufpreise bei der Bemusterung natürlich ausgeschlossen).
Wichtig ist hier, die Bauleistungsbeschreibung (Bauleistungsbeschreibung) genau zu studieren und evtl. mit anderen Angeboten zu vergleichen. Z.B. mit welchem m² Preis für Fliesen wird gerechnet, wieviele Steckdosen, LAN, TV usw. sind incl. ...
ganz WICHTIG, was nicht in der Bauleistungsbeschreibung steht, ist auch nicht incl. Verlasst Euch hier NIE!!! auf mündliche Zusagen, wenn im Vertrag vermutlich extra noch steht, dass nur schriftliche Vereinbarungen zählen.
Warum dann mit Architekt bauen? Nun, bei manchen war es am Ende wohl tatsächlich billiger, auch wenn sich das nicht mit den Erfahrungen aus meinem Bekanntenkreis deckt. Jedoch ist ein Architekt oft flexibler und kann Eure Wünsche evtl. besser umsetzen, während GU´s oft am liebsten nur ihre 5 Typenhäuser bauen wollen, um die Kosten zu senken.
Jedoch stellt sich bei einem Mietobjekt die Frage, muss es der ganz raffinierte, genau auf Eure Bedürfnisse zugeschnittene Grundriss sein, oder sollen es 2 gute und vernünftig geschnittene 3 oder 4 Zimmer Wohnungen werden.
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