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ᐅ KfW-70-Standard nicht erreicht (Bungalow)


Erstellt am: 04.01.16 11:20

S
schmidty
04.01.16 11:20
Hallo zusammen.

Unser Bau ist noch nicht gestartet und schon gibt es das erste Problem:

Lt. dem Ingenieur werden wir aufgrund der Bauform (Walmdachbungalow) den KfW-70-Standard nicht erreichen. Wir würden "knapp dran vorbei" kommen. Nur durch zusätzliche Dämmung oder Einbau einer Lüftungsanlage könnte das Haus den erforderlichen Wert erreichen. Das würde Kosten verursachen, die natürlich keiner mit eingeplant hat. Zumal wir Schlüsselfertig Bauen und im Angebot immer von KfW-70-Standard die Rede war! Das haben wir auch eindeutig gegenüber dem Bauunternehmen kommuniziert.

Da wir KfW-Fördermittel beantragt haben sind wir auf den KfW-70-Standard angewiesen.

Wie kann es sein, dass ein erfahrenes Bauunternehmen ein Haus plant und dann der Ingenieur feststellt... die Voraussetzungen für KfW-70 können wir so nicht erreichen.

Wenn es so "knapp" ist mit dem Wert, dann sollten doch die Maßnahmen zum Erreichen des Wertes nicht so gravierend sein.

Hat jemand von euch vor Baubeginn bzw. in der Bauphase vor dem selben Problem gestanden?
B
b54
04.01.16 11:29
Ist der Standard KfW 70 denn im Vertrag schriftlich fixiert ?, dann könnte man sich ja darauf berufen.
B
Bauexperte
04.01.16 11:35
Hallo,
schmidty schrieb:

Zumal wir schlüsselfertig Bauen und im Angebot immer von KfW-70-Standard die Rede war! Das haben wir auch eindeutig gegenüber dem Bauunternehmen kommuniziert.
"Nach" KfW 70 Standard bedeutet keinesfalls, daß auch ein KfW 70 Effizienzhaus geschuldet ist.
schmidty schrieb:

Da wir KfW-Fördermittel beantragt haben sind wir auf den KfW-70-Standard angewiesen.
Dann hat doch irgendwer das Online Formular 153 ausgefüllt und unterschrieben? Oder geht es genau darum?
schmidty schrieb:

Wie kann es sein, dass ein erfahrenes Bauunternehmen ein Haus plant und dann der Ingenieur feststellt... die Voraussetzungen für KfW-70 können wir so nicht erreichen.
Sicher, daß die/der Verkäuferin nicht über die Erfordernisse im Zusammenhang mit Effizienzhäusern aufgeklärt hat?

Es gibt viele Möglichkeiten, weshalb KfW 70 aktuell nicht erreicht werden kann; auch "ganz knapp" kann viele Euronen nach sich ziehen. Ich verstehe nicht, wieso Du a) ohne Kontrollierte-Wohnraumlüftung (ob zentral oder dezentral ist erst mal egal) bauen willst und b) weshalb Du keinen Puffer für Unvorhergesehenes eingeplant hast? Die Berechnungen zur KfW sind vielleicht nur die erste Hürde; was, wenn das Bodengutachten Gründungsmehrkosten erfordert?


Frohes neues Jahr!
F
f-pNo
04.01.16 12:37
Bauexperte schrieb:
Hallo,


"Nach" KfW 70 Standard bedeutet keinesfalls, daß auch ein KfW 70 Effizienzhaus geschuldet ist.

Naja @Bauexperte - der Baulaie spricht nun mal eher vom KfW70-Standard und meint damit das Kfw70 Effizienzhaus.
Ich gehe mal davon aus, dass dies dann auch schriftlich festgehalten wurde.
Bauexperte schrieb:


Es gibt viele Möglichkeiten, weshalb KfW 70 aktuell nicht erreicht werden kann; auch "ganz knapp" kann viele Euronen nach sich ziehen. Ich verstehe nicht, wieso Du a) ohne Kontrollierte-Wohnraumlüftung (ob zentral oder dezentral ist erst mal egal) bauen willst und b) weshalb Du keinen Puffer für Unvorhergesehenes eingeplant hast? Die Berechnungen zur KfW sind vielleicht nur die erste Hürde; was, wenn das Bodengutachten Gründungsmehrkosten erfordert?

Bei Punkt a) stellt sich die Frage, ob die Beratung das Thema Feuchtigkeit angesprochen und wie sehr auf die Risiken ohne Lüftungsanlage hingewiesen wurde. Wenn es nur als "nice to have" kommuniziert wird, kann der Baulaie aufgrund seiner Erfahrung (mit bisherigen "Altbauten") schon zu dem Schluss kommen, dass eine solche Anlage nicht zwingend notwendig ist.
Punkt b) hast Du Recht. Wobei der TE ja nicht geschrieben hat, er hätte keinen Puffer. Wir fragten ehemals auch nach, weshalb plötzlich die Leistung der Erdwärmepunpe höher ausgelegt wurde (und damit das Bohrloch tiefer + teurer werden musste), auch wenn wir die Mehrkosten durch unseren Puffer aufgefangen hatten.

Die Frage ist doch berechtigt, weshalb die Baufirma nicht so plant, dass mit Kosten X der KfW 70 definitiv erreicht wird. Die Dachform als Begründung anzuführen, weshalb "plötzlich" KfW 70 nicht erreicht wird, halte ich tatsächlich für eigenartig, da dies doch bei der Berechnung hätte Berücksichtigung finden müssen.
Einzige Möglichkeit, wo ich Verständnis dafür hätte, wäre, wenn nach Errechnung + Planung und ggf. Beantragung der Bauherr sich plötzlich für die andere Dachform entscheidet, wodurch alle Berechnungen über den Haufen geworfen werden.
S
schmidty
04.01.16 14:26
Bauexperte schrieb:
Hallo,

"Nach" KfW 70 Standard bedeutet keinesfalls, daß auch ein KfW 70 Effizienzhaus geschuldet ist.

Dann hat doch irgendwer das Online Formular 153 ausgefüllt und unterschrieben? Oder geht es genau darum?

Sicher, daß die/der Verkäuferin nicht über die Erfordernisse im Zusammenhang mit Effizienzhäusern aufgeklärt hat?

Es gibt viele Möglichkeiten, weshalb KfW 70 aktuell nicht erreicht werden kann; auch "ganz knapp" kann viele Euronen nach sich ziehen. Ich verstehe nicht, wieso Du a) ohne Kontrollierte-Wohnraumlüftung (ob zentral oder dezentral ist erst mal egal) bauen willst und b) weshalb Du keinen Puffer für Unvorhergesehenes eingeplant hast? Die Berechnungen zur KfW sind vielleicht nur die erste Hürde; was, wenn das Bodengutachten Gründungsmehrkosten erfordert?

Frohes neues Jahr!

KfW-70-Standard ist für mich ein KfW-70-Effizienzhaus. Ich arbeite im Immobilienbereich und hab täglich mit Energieausweisen zu tun.

Der Bauunternehmer weiß, dass wir u.a. mit der KfW finanzieren und das dafür KfW 70 erreicht werden muss.

Ein Puffer ist natürlich da! Aber das direkt schon am Anfang so eine Hürde kommt, damit rechnet doch niemand!
f-pNo schrieb:
Naja @Bauexperte - der Baulaie spricht nun mal eher vom KfW70-Standard und meint damit das KfW70 Effizienzhaus.
Ich gehe mal davon aus, dass dies dann auch schriftlich festgehalten wurde.

Ein schriftliches Angebot haben wir natürlich und das ist auch die Grundlage für alles. Den Bauvertrag unterschreiben wir erst diese Woche.
f-pNo schrieb:

Bei Punkt a) stellt sich die Frage, ob die Beratung das Thema Feuchtigkeit angesprochen und wie sehr auf die Risiken ohne Lüftungsanlage hingewiesen wurde. Wenn es nur als "nice to have" kommuniziert wird, kann der Baulaie aufgrund seiner Erfahrung (mit bisherigen "Altbauten") schon zu dem Schluss kommen, dass eine solche Anlage nicht zwingend notwendig ist.

Darüber gesprochen haben wir schon, aber noch nicht so im Detail. Wir leben jetzt auch in einem Neubau (Wohnung Erstbezug) und dort ist auch keine Lüftungsanlage vorhanden. Wir haben viel Probleme mit Feuchtigkeit. Das ist lt. unserem Vermieter aber dem schnellen Bau zu schulden.
f-pNo schrieb:

Die Frage ist doch berechtigt, weshalb die Baufirma nicht so plant, dass mit Kosten X der KfW 70 definitiv erreicht wird. Die Dachform als Begründung anzuführen, weshalb "plötzlich" KfW 70 nicht erreicht wird, halte ich tatsächlich für eigenartig, da dies doch bei der Berechnung hätte Berücksichtigung finden müssen.
Einzige Möglichkeit, wo ich Verständnis dafür hätte, wäre, wenn nach Errechnung + Planung und ggf. Beantragung der Bauherr sich plötzlich für die andere Dachform entscheidet, wodurch alle Berechnungen über den Haufen geworfen werden.

Es ist wohl nicht nur die Dachform, sondern auch die Dachfenster (Velux) an der aufgrund des Rahmens ein Wärmeverlust stattfinden. Das macht in der Berechnung schlechtere Werte die dann wieder mit etwas anderem aufgefangen werden müssten.

Ich habe noch mal mit dem Bauunternehmer telefoniert und ihm auch meinen Unmut mitgeteilt. Er erklärte es so, dass man vorab nie zu 100% sagen kann, ob das Bauvorhaben den Standard erreicht. Die Auflagen und die Berechnung der Werte hat sich so stark verändert. Das müssen wir jetzt so hinnehmen.

Er erläuterte mir noch mal die drei Möglichkeiten die wir haben:

1. Verbesserung der Dämmtechnik: z.B. Dämmung unter der Betonsohle, bessere Hohlschichtdämmung. Die Arbeiten an sich würden nicht so viel Mehrkosten verursachen, sondern eher die notwendige Dokumentation des Ingenieurs für die KfW Bank.

2. Lüftungsanlage

3. auf das KfW-Darlehen verzichten

Im Moment ist Lösung 3 die, die uns am wenigstens Geld kosten würde, da wir einen anderen Baustein aufstocken könnten.

Lösung 1 käme aufgrund der hohen Kosten gar nicht infrage.

Ist noch das Thema Lüftungsanlage. Und da sind die Meinungen so unterschiedlich. Der eine sagt es wäre unnötig wenn beide voll berufstätig sind und daher kaum zuhause. Bekannte von mir haben in ihrem Neubau eine Lüftungsanlage und sind gar nicht zufrieden, da das Haus unnatürlich warm ist. Und die Wartungskosten darf man auch nicht vergessen.

Also meint ihr ist eine Lüftungsanlage unbedingt zu empfehlen aufgrund der (zu) guten Dämmung der heutigen Neubauten?
S
Saruss
04.01.16 14:43
Lüftungsanlage: Gerade wenn beide voll berufstätig sind braucht man sie. Wenn keiner da ist, dann lüftet auch keiner, was schlecht ist bei aktueller dichten Bauweise.
An der Temperatur ist eine Lüftungsanlage definitiv unschuldig, deine Bekannten sollen doch einfach, die Heizung etwas runter stellen?
Wartungskosten sind sehr gering, ab und an Filter tauschen die man als Meterware günstig bekommt.
Eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung erhöht dafür aber Komfort und Luftqualität erheblich. Man kann zB auch noch einen Pollenfilter einsetzen wenn man mit Allergien Probleme hat.
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