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ᐅ Zwischenfinanzierung Grundstück


Erstellt am: 30.10.15 12:07

M
m_l_r_s
30.10.15 12:07
Hallo Zusammen,

wir haben ein Grundstück gefunden welches wir gerne kaufen würden.

Da im Baugebiet erst die Erschließung läuft kann man frühestens im Frühjahr anfangen zu bauen. Wahrscheinlich wird es auch eher Sommer.

Nun stellt sich die Frage, wie wir das mit der Finanzierung am schlauesten lösen.
Zu Finanzieren wären 50.000€, den Rest können wir aus unserem Eigenkapital bestreiten.
Geplant ist diese Summe dann sobald es losgehen kann mit dem großen Darlehen abzulösen.

Ich habe drei Angebote vorliegen. Zwei der Volksbank (diese ist gleichzeitig Makler sowie Hausbank meiner Lebensgefährtin), sowie eines von Dr. Klein.

Wenn wir mit der Volksbank finanzieren, erhalten wir ca 650€ Ermäßigung auf auf die Maklercourtage. Das ist natürlich, wenn man das auf die kurze Laufzeit mit maximal einem dreiviertel Jahr umlegt ein großer Batzen.

Angebote der Volksbank:

1. Kredit mit var. Zinssatz, 1,85%
2. Wunschkredit, 2,905%, dafür aber ohne Eintragung einer Grundschuld

Angebot von Dr. Klein:
Kredit mir var. Zinssatz, 1,62%


Auf den ersten Blick sah das Angebot mit dem Wunschkredit trotz der höheren Zinsen attraktiv aus, da man die Kosten für die Eintragung der Grundschuld spart.
Jetzt meinte aber der Berater von Dr. Klein, dass man die Grundschuld kostenlos an die neue finanzierende Bank mit dem großen Kredit abtreten kann, dieses Argument also hinfällig ist, da die Kosten früher oder später eh anfallen.
Stimmt das so? Falls ja, ist Angebot 2 der Volksbank raus.

Dann dürfte Angebot 1 der Volksbank das Beste sein, da wir ja dadurch den Rabatt auf die Maklercourtage bekommen.

Sehe ich das korrekt so, oder habe ich einen Denkfehler?


Viele Grüße
Daniel
M
m_l_r_s
02.11.15 10:03
Niemand eine Anmerkung?
M
Musketier
02.11.15 10:53
m_l_r_s schrieb:

Auf den ersten Blick sah das Angebot mit dem Wunschkredit trotz der höheren Zinsen attraktiv aus, da man die Kosten für die Eintragung der Grundschuld spart.
Jetzt meinte aber der Berater von Dr. Klein, dass man die Grundschuld kostenlos an die neue finanzierende Bank mit dem großen Kredit abtreten kann, dieses Argument also hinfällig ist, da die Kosten früher oder später eh anfallen.
Stimmt das so? Falls ja, ist Angebot 2 der Volksbank raus.

Wenn man mal von einem Jahr Zwischenfinanzierung ausgeht, liegt alles innerhalb von 500€.
Meine persönliche Meinung: Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr mit der Volksbank finanziert geht, wenn ihr die Vergleiche von Dr. Klein habt, dürfte weit unter 10% liegen. Damit ist das erste Angebot von der Volksbank meines Erachtens raus.

Inwieweit die Grundschuld kostenlos übertragbar ist, kann ich nicht sagen. Ich kanns mir ehrlich gesagt nicht richtig vorstellen, aber da können dir die Banker (z.B. @toxicmolotow) hier im Forum vielleicht weiterhelfen. Selbst wenn es so wäre, mußt du 2x zum Notar und hast solche Notar-Pauschalen, wie Schreibgebühren/Postgebühren etc. 2x zu zahlen.
Damit geht zumindest ein Teil des Zinsgewinnes gegenüber dem 2. Angebot flöten. Was nun tatsächlich günstiger ist, lässt sich somit schwerlich vorhersagen.

Aus dem 2. Kredit der Volksbank könnt ihr jederzeit raus?
M
m_l_r_s
02.11.15 10:57
Ja, aus dem 2. Angebot der Volksbank (der sogenannte "Wunschkredit") kann man jederzeit raus und den ohne Vorfälligkeitsentschädigung komplett tilgen.
T
toxicmolotof
02.11.15 11:01
Das Angebot von Dr. Klein hat sich mit deiner Beschreibung selbst disqualifiziert.

Weder ist die Abtretung einer Grundschuld kostenlos (wobei das theoretisch noch möglich wäre, habe es aber noch nie erlebt). Noch macht so etwas für ein Jahr Sinn. Die antretende Bank nimmt in der Regel irgendwas um die 0,5-1,0% des Grundstück-Betrages wenn die Bank selbst Siegelrech hat (zB viele Sparkassen), bei anderen Banken kommen die Gebühren mindestens des Notars für die Abtretung. Die Kosten sind sogar noch höher. Wenn die abgebende Bank auf die Eintragung der Abtretung besteht, dann kommen noch Gerichtsgebühren dazu. Insgesamt ist das für ein halbes Jahr vermutlich fast teurer als alle anfallenden Zinsen. Das ist nur ein Bauchgefühl.
M
m_l_r_s
02.11.15 11:12
Erstmal Danke für Eure Antworten!


Das heißt für mich jetzt im Klartext und um es auf den Punkt zu bringen:
Die Aussage des Dr. Klein Menschen war Bulls***?


Dann heißt es im Umkehrschluss auch, dass vermutlich der "Wunschkredit" trotz der höheren Zinsen durch den Rabatt bei der Courtage vermutlich unterm Strich das günstigste und streßfreieste Angebot ist?
dr. kleinvolksbankgrundschuldkrediteintragungzinsengrundstückfinanzierenmaklercourtagezinssatz