ᐅ Zement-Estrich Heizprotokoll mit Estrifix-Zusatz von PCI
Erstellt am: 21.04.26 13:19
N
nils123Hallo zusammen,
wir haben letzte Woche Estrich eingebaut im Bereich einer Fußbodenheizung mit 15er Verlegeabstand in unserer zukünftigen Küche.
Wir haben die Arbeit selber ausgeführt und möchten möglichst schnell die Küche fertigstellen. Die Estrichdicke beträgt 6,5cm und neben einem Verzögerer wurde dem Zementestrich noch PCI Estrifix beigemischt. Das Material wurde uns von einem Baustoffhändler angeliefert und direkt verarbeitet.
Normalerweise gibt einem der Estrichleger dieses Protokoll und der Heizungsbauer stellt die Temperatur ein.
Das fällt bei uns weg aufgrund der Eigenleistung, deswegen möchte ich gerne wissen, wie wir am besten den Estrich anheizen?
In der Regel erst nach 21 Tagen mit 25°C und dann immer höher bis auf die maximale Temp.
Wie viel Zeit spare ich durch das anheizen und muss ich das überhaupt machen?
Ich habe bereits überlegt einfach die Heizung bei 25°C laufen zu lassen, während ein Bautrockner einfach den Raum entfeuchtet.
Geht das auch?
Viele Grüße
Nils
wir haben letzte Woche Estrich eingebaut im Bereich einer Fußbodenheizung mit 15er Verlegeabstand in unserer zukünftigen Küche.
Wir haben die Arbeit selber ausgeführt und möchten möglichst schnell die Küche fertigstellen. Die Estrichdicke beträgt 6,5cm und neben einem Verzögerer wurde dem Zementestrich noch PCI Estrifix beigemischt. Das Material wurde uns von einem Baustoffhändler angeliefert und direkt verarbeitet.
Normalerweise gibt einem der Estrichleger dieses Protokoll und der Heizungsbauer stellt die Temperatur ein.
Das fällt bei uns weg aufgrund der Eigenleistung, deswegen möchte ich gerne wissen, wie wir am besten den Estrich anheizen?
In der Regel erst nach 21 Tagen mit 25°C und dann immer höher bis auf die maximale Temp.
Wie viel Zeit spare ich durch das anheizen und muss ich das überhaupt machen?
Ich habe bereits überlegt einfach die Heizung bei 25°C laufen zu lassen, während ein Bautrockner einfach den Raum entfeuchtet.
Geht das auch?
Viele Grüße
Nils
N
nordanney21.04.26 13:39nils123 schrieb:
Normalerweise gibt einem der Estrichleger dieses Protokoll und der Heizungsbauer stellt die Temperatur ein.
Das fällt bei uns weg aufgrund der Eigenleistung, deswegen möchte ich gerne wissen, wie wir am besten den Estrich anheizen?Kannst Dir ja von PCi ein Aufheizprotokoll besorgen.
1. Funktionsheizen
Damit wird die Funktionstüchtigkeit des Estriches als auch der FBH geprüft (Funktionsprüfung, Spannungsabbau im Estrich, Vermeidung Risse im Estrich zum späteren Zeitpunkt). Klassisch wie von Dir geschrieben bis auf eine maximale Temperatur. Darüber kann man aber diskutieren, was die maximale Temperatur ist (viele Estrichleger lassen beim Neubau auch noch bis 50 Grad heizen, auch wenn die WP im tiefsten Winter nur 32 Grad braucht...).
Ist ein absolut zwingender Schritt, den man nicht sparen sollte.
2. Trockenheizen
Damit trocknest Du den Estrich in Ruhe durch.
nils123 schrieb:
Wie viel Zeit spare ich durch das anheizen und muss ich das überhaupt machen?Du hast gerade schon mal gelernt, dass es ein einfaches "anheizen" gar nicht gibt. Und ja, zwingend!
nils123 schrieb:
Ich habe bereits überlegt einfach die Heizung bei 25°C laufen zu lassen, während ein Bautrockner einfach den Raum entfeuchtet.
Geht das auch?Nein. Kannst Du zwar machen, aber dann ärgere Dich nicht, wenn im nächsten Winter der Bodenbelag reißt.
Nimm ein klassisches Heizprotokoll und halte Dich dran. Bautrockner kannst Du später bei Bedarf dazustellen (wenn Du beim Trockenheizen bist).
Freu Dich, wenn in sechs Wochen die neue Küche kommen kann. Was für ein Haus ist es? Welche Heizung mit welchen Temperaturen? Warum 15cm Verlegeabstand - das ist untypisch extrem hoch und idR ineffizient, da hohe Temperaturen gebraucht werden. Hat jemand das ganze auch geplant und berechnet?
Hallo Nordanney,
danke für deine Antwort, ich suche gleich bei PCI danach.
Ebenfalls besten Dank für die Erläuterung zum Funktions- und Trockenheizen.
Den Verlegeabstand habe ich eben falsch angegeben. Laut dem Raster auf der Dämmrolle sind es ca. 10-12cm. Die Küche ist ca. 20m² groß und hat zwei Heizkreise mit je ca. 75m Länge. Die FBH liegt im ganzen Raum, auch unter den späteren Küchenschränken.
Den Verlegeabstand habe ich selbst recherchiert und mit dem SHKler nochmal Rücksprache gehalten. Derzeit ist eine Gasheizung verbaut, die aber in ca. 5-8 Jahren altersbedingt durch eine WP ersetzt wird.
Ist das in deinen Augen mit dem Verlegabstand sehr falsch? Jetzt mache ich nichts mehr dran, aber schien mir eigentlich gut zu sein.
danke für deine Antwort, ich suche gleich bei PCI danach.
Ebenfalls besten Dank für die Erläuterung zum Funktions- und Trockenheizen.
Den Verlegeabstand habe ich eben falsch angegeben. Laut dem Raster auf der Dämmrolle sind es ca. 10-12cm. Die Küche ist ca. 20m² groß und hat zwei Heizkreise mit je ca. 75m Länge. Die FBH liegt im ganzen Raum, auch unter den späteren Küchenschränken.
Den Verlegeabstand habe ich selbst recherchiert und mit dem SHKler nochmal Rücksprache gehalten. Derzeit ist eine Gasheizung verbaut, die aber in ca. 5-8 Jahren altersbedingt durch eine WP ersetzt wird.
Ist das in deinen Augen mit dem Verlegabstand sehr falsch? Jetzt mache ich nichts mehr dran, aber schien mir eigentlich gut zu sein.
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nordanney21.04.26 17:16nils123 schrieb:
Ist das in deinen Augen mit dem Verlegabstand sehr falschBei 10-12cm ok. Du musst Dir einfach vorstellen, dass das Heizungswasser umso wärmer sein muss, je größer die Abstände sind. Je höher werden Deine Heizkosten. Bestenfalls hättest Du Dir die Abstände für etwa 250€ von einem externen Ing.büro berechnen lassen (raumweise Heizlastberechnung + FBH Auslegung auf das Zielbild Wärmepumpe). Gerade bei Gas ist das nicht so tragisch. Es wird auch mit der WP warm werden, aber dann mit etwas höheren Heizkosten. insofern freu Dich auf die FBH und lass Dir meinen Beitrag nicht zu Herzen gehen. Aber bitte vernünftig anheizen ;-)
Nur mal zum Vergleich (ich habe mein Haus saniert, auch energetisch auf formal KfW 55 Standard): mein "Kaminzimmer" hat auch 20qm. Da liegen (auch aufgrund Raumgeometrie mit drei Außenwänden, davon zwei mit überwiegend Glas sowie kein Geschoss drüber) aber 360m mit 5cm Verlegeabstand drin. Dafür aber auch extrem geringe Heizkosten und die WP geht nie über 30 Grad Vorlauftemperatur.
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